[ Pobierz całość w formacie PDF ]
.Außerdem mag Dana es nicht, wenn ich mich ihm allzusehr nähere.«»Wer?«»Dem Guten Magier.Wem denn sonst?«»Ich meine, wer ist Dana?«»Seine Frau.Das habe ich dir doch schon bereits erzählt.«»Oh.« Sie hatte es ihm noch nicht erzählt, wahrscheinlich aber einem anderen, und nun erinnerte sie sich nicht mehr genau daran.So war ihr Gedächtnis eben.Che hatte von der Angelegenheit gehört: Im Laufe seines Lebens hatte der Gute Magier fünfeinhalb Ehefrauen gehabt, und nun wechselten sie sich bei ihm ab.Dana mußt die Dämonin sein.Offensichtlich konnte also eine Dämonin auf die andere eifersüchtig sein.Das war interessant.Dann besaßen sie also doch menschliche Gefühle.Dann überlegte er sich eine Möglichkeit, Metria für eine Weile loszuwerden.»Warum gehst du nicht schon voraus und erwartest unsere Ankunft im Schloß, anstatt unseren langweiligen Marsch hier zu beobachten?«»Versuchst du etwa mich loszuwerden?«»Natürlich.«»Das bedeutet, daß du mich nicht hier haben willst.Du versuchst mich reinzulegen.«»Natürlich.«»Gute Idee.Dann tue ich das auch.« Sie verschwand.»Du hast sie wirklich reingelegt!« rief Jenny.»Wie hast du das geschafft?«»Ich habe sie in einen Entweder-oder-Modus eingefangen«, erklärte Che zufrieden.»Sie dachte, sie müßte entweder hier oder dort sein, und sie hat sich für das Dort als das interessantere entschieden.Sie ist nicht drauf gekommen, daß sie beides hätte tun können.«»Du bist aber schlau!«»Ich bin ein Zentaur«, erwiderte er bescheiden.»Vielleicht hat sie uns schon wieder vergessen, bis wir dort eingetroffen sind«, warf Gwenny ein.»Das hoffe ich.«Der Pfad machte ihnen das Vorankommen leicht.Trotzdem war es immer noch mehr als ein Tagesmarsch.»Vielleicht sollten wir uns besser ein Nachtlager suchen«, schlug Jenny vor.Sammy lief ihnen voraus.Wie immer folgte sie ihm, denn der Kater war beinahe so gut darin, sich zu verirren, wie er alles mögliche finden konnte.Che und Gwenny kamen nach.Sammy nahm einen Nebenweg, den sie normalerweise gar nicht bemerkt hätten.Der Weg führte in einen kleinen Park.Dort entdeckten sie einen hübschen Schirmbaum, der bequemerweise gerade für Reisende, gepflanzt worden war, ganz in der Nähe von Obst- und Nußbäumen sowie einem großen Kissenstrauch.So aßen sie Brotfrüchte mit Butternüssen und tranken Vanillemilchkraut, und als Nachtisch gab es Kandisrohr.»Meint ihr, daß wir solche Sachen nicht mehr mögen werden, wenn wir erst einmal erwachsen geworden sind und uns der Verschwörung gegen den Spaß angeschlossen haben?« wollte Gwenny wissen.»Ach, ich hoffe nicht!« rief Jenny.»Und doch scheint sich alles zu verändern, wenn man erwachsen wird«, bemerkte Che traurig.»Schaut euch nur Electra an.«»Die ist eigentlich nicht so schlimm«, meinte Gwenny.»Bei Tag trägt sie wenigstens noch Blue Jeans.Vielleicht hat sie sich ja in Wirklichkeit gar nicht der Verschwörung angeschlossen.«»Sie hat immerhin den Storch gerufen«, wandte Che ein.»Vielleicht kann man ja auch lernen, wie man so etwas tut, ohne den schlechten Teil zu übernehmen, beispielsweise den Spinat«, meinte Jenny hoffnungsfroh.»Machen wir doch untereinander ab, daß wir nur an den guten Seiten der Verschwörung teilhaben werden«, schlug Che vor.»Wir wollen anders sein, wenn wir erwachsen geworden sind.«»Ja!« willigte Gwenny ein.So gaben die drei sich die Hand und leisteten gegenseitig den Eid.Dann ließen sie sich zur Nacht nieder, begaben sich erst in einen Traum und dann in den Schlaf, so wie immer.In der Nacht litt Che unter Bauchschmerzen.Er wünschte sich, daß er nicht ganz so viele Kandisstangen gegessen hätte; jetzt hatten sie einen äußerst unangenehmen Nachgeschmack.Er hörte, wie sich die Mädchen unruhig im Schlaf wälzten und wußte, daß sie das gleiche Problem hatten.Natürlich war es unmöglich, daß jemand jemals zuviel Zuckerwerk zu sich nahm; und trotzdem war da irgend etwas.Vielleicht hatte ja auch ein Fluch darauf geruht.Am Morgen marschierten sie den Rest der Strecke bis zum Schloß des Guten Magiers.Da keiner von ihnen jemals dort gewesen war, war es noch beeindruckender als Schloß Roogna, obwohl es kleiner war und keine Baumwächter hatte.Sicher, genaugenommen war Jenny doch schon einmal dort gewesen, aber nur sehr kurz; man hatte ihr erlaubt, sich nach dem Rückweg zur Welt der Zwei Monde zu erkundigen, aber dann hatte sie es sich doch noch anders überlegt, bevor sie die Antwort bekam.Sie war zu dem Schluß gelangt, daß sie noch nicht bereit war, Xanth zu verlassen, was Che und Gwenny sehr erleichtert hatte.Aber da das Schloß des Guten Magiers jedesmal anders aussah, wenn man es aufsuchte, zählte das kaum.Jetzt war es nur ein etwas heruntergekommener Steinbau, der von einem kleinen Graben umgeben war.Es wirkte ungeschützt: Es gab weder ein Grabenungeheuer, noch war die Zugbrücke hochgezogen.Und weit und breit war niemand zu sehen.Als sie näher kamen, stellten sie fest, daß ihr erster Eindruck sie getrogen hatte.Es war überhaupt kein gewöhnliches Schloß.Es bestand vielmehr aus Gebäck und Zuckerwerk.Die Mauern waren nicht aus Stein, sondern aus Obstkuchen mit großen, steinähnlichen Obstabschnitten.Das Dach schien aus Erdnußkeksen zu bestehen, die Zugbrücke war aus Ingwerteig, und der Graben schäumte wie der Sodasee.Es gelang ihnen, einen Dreierblick auszutauschen.»Weshalb traue ich der Sache nur nicht?« fragte Gwenny.»Weil sie auch nicht vertrauenswürdig ist«, erwiderte Che.»Der Gute Magier weiß immer, wenn ein Petitent kommt, und so ist er auch immer auf ihn vorbereitet.«»Petitent?«»Bittsteller, Fragesteller, Bettler, Schnorrer, Absahner…«»Ach, hör auf damit!« sagte Gwenny lachend.»Du meinst Leute wie wir, die gekommen sind, um eine Frage zu stellen.«»Was auch immer«, erwiderte Che knurrig.Doch das hielt er nicht lange durch, er mußte einfach lächeln.»Da muß irgend etwas dahinterstecken, was wir nicht sehen können«, meinte Jenny.»Da ich die Frage stellen werde, den Jahresdienst abzuleisten, kann ich auch voran gehen.« Sie wollte auf die Zugbrücke zugehen.»Warte!« protestierte Gwenny.»Das könnte gefährlich sein! Ich sollte als erste gehen, auch wenn ich selbst die Frage nicht stellen werde.«»Kein Grund, sich zu streiten, Mädchen«, sagte Che und grinste.»Zum einen können wir einigermaßen sicher sein, daß es keine Gefahr gibt, weil der Gute Magier uns nicht schaden will, und außerdem würden die Flügelungeheuer es sowieso nicht zulassen.«»Aber im Augenblick beobachten uns die Flügelungeheuer nicht«, wandte Jenny ein, während sie sich umblickte.»Ganz bestimmt tun sie das«, sagte er, immer noch überlegen grinsend.»Ach ja? Wo denn?«Che deutete auf eine purpurne Drachenfliege, die auf einem nahegelegenen Strauch hockte: »Dort.«Sie blickte hin.»Aber das ist doch bloß ein Insekt!«»Das ist ein Flügelungeheuer.Es wird den anderen sofort Meldung machen, wenn irgend etwas vorfällt, oder sich sogar selbst darum kümmern.«»Das glaube ich nicht«, meinte Jenny.»Vorsicht«, murmelte Gwenny warnend.Doch sie kam zu spät.Die Drachenfliege war bereits verärgert.Sie schoß in die Luft und ließ einen Schweif von Funken und einen Kondensstreifen zurück [ Pobierz całość w formacie PDF ]