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.Colby lachte erneut.»Genau das meine ich.Lasst ihm das Vergnügen, Liebes.Er hat etwas Schönes verdient.«Er hätte es viel mehr verdient, dass man ihn über Bord wirft, dachte Honoria.Sie warf einen kurzen Seitenblick auf den Koch, aber der beugte sich über seinen Suppentopf und schien sich nicht für das Geplapper der Frauen zu interessieren.Mrs.Colby fuhr fort, die Kartoffeln in Stücke zu schneiden.Honoria setzte sich auf einen Stuhl und sortierte die ungeschnittenen Kartoffeln nach ihrer Größe.»Er hat es verdammt schwer gehabt«, fuhr Mrs.Colby fort.»Unser Captain musste zusehen, wie sein Vater erschossen wurde und seine Mutter mit den Mördern davonlief.Das hat ihn innerlich versteinern lassen, und dabei war er noch so jung.«»Oh«, sagte Honoria.Ihr verräterisches Herz begann, mit ihm zu leiden.Einen Moment fragte sie sich, ob Mrs.Colby ihr das erzählte, weil sie gesehen hatte, wie wütend Honoria wegen der Schatzkarte gewesen war.Vielleicht hatte Christopher sie sogar instruiert, Honorias Mitgefühl für ihn zu wecken.»Er wird gut zu Euch sein, Liebes«, fuhr Mrs.Colby fort.»Aber auf seine Art und Weise.«»Bedeutet das, dass er mich in den Wahnsinn treibt?«Die Köchin lächelte.»So ist die Liebe, Liebes.Als Colby mir den Hof gemacht hat, hätte ich ihm am liebsten einen Krug zwischen die Augen gerammt.Er trat in mein Leben und verschwand, ohne auch nur um Erlaubnis zu fragen, und erwartete von mir, dass ich da wäre, wenn er zurückkam.Und dann, eines Tages, war ich nicht da.«Honoria schob eine größere Kartoffel ans Ende der Reihe.»Was habt Ihr gemacht?«, fragte sie neugierig.Mrs.Colbys Lächeln wurde strahlender, als sie sich erinnerte.»Meine Güte, war er wütend! Er ist ein sehr sanfter Mann, auch wenn er so stark ist, aber er hat durchaus Temperament.Er hat versucht, es von mir zu verlangen, aber ich habe ihm gesagt, wenn ihm so wenig an meinen Gefühlen läge, dann könnte er für das Vergnügen bezahlen, genau wie für eine gewöhnliche Hure.« Sie schüttelte sich vor Lachen.»Er war vielleicht schockiert.Man hätte nicht glauben mögen, dass Colby so zimperlich sein könnte.Aber das ist er.Also hat er mich gepackt und geheiratet.«Sie griff nach einer Kartoffel aus der Mitte von Honorias hübsch geordneter Reihe.»Dann wollte er, dass ich doch schön in England auf ihn warten sollte.Kommt nicht in Frage, erwiderte ich.Unser Schwur lautete ›bis dass der Tod uns scheide‹, nicht ›bis dass dein Schiff auslaufe‹.Also bin ich mitgekommen.Er braucht eine Frau, Gott segne ihn.«Honoria dachte daran, wie der massige Colby seine Frau mit ruppiger Zärtlichkeit behandelt und wie sie ihn ohne jede Verlegenheit hin und her gescheucht hatte.Sie schienen irgendwie zusammenzupassen, dieser Bär von einem Mann und die dicke, kleine Frau.Sie, die immer lächelte, und er mit seiner ständig mürrischen Miene.Honoria konnte das starke Band zwischen ihnen spüren.Sie seufzte auf.Sie hatte auch immer das Band zwischen sich und Christopher gespürt, ein Seil, das um sie geschlungen war, selbst in den Jahren, in denen sie ihn für tot gehalten hatte.Sie hatte ihm gesagt, dass sie ihn in ihrem Herzen losgelassen hatte, doch in Wahrheit vermochte sie das nicht, würde es niemals können.Zum Beispiel spürte sie sofort, dass er hinter ihr in die Kombüse getreten war.Es lag weder an Mrs.Colbys plötzlich so unschuldigem Gesichtsausdruck noch an ihrem unvermittelten Interesse an den Kartoffeln, dass Honoria wusste, zu wem die Schritte hinter ihr gehörten.Es war vielmehr eine Veränderung in der Luft, ein Kribbeln auf ihrer Haut, das ihr sagte, dass Christopher hinter ihr stand, noch bevor sie sich umgedreht hatte.Seine Gestalt füllte den Türrahmen aus, und seine grauen Augen funkelten wissend.Honoria fragte sich, wie viel er wohl gehört hatte.Mrs.Colby lächelte ihn an.»Ich habe sie nur für Euch warm gehalten.«»Dafür bin ich sehr dankbar«, erwiderte Christopher.In dem harten Licht des kleinen Raumes wirkte sein Gesicht noch kantiger als vorher.Er hielt Honoria die Hand hin.»Komm mit, werte Gemahlin.«Mrs.Colby zwinkerte.Falls Christopher das gesehen hatte, ließ er es sich jedenfalls nicht anmerken.Als Honoria wie angewurzelt auf ihrem Stuhl sitzen blieb, packte er ihren Ellbogen und zerrte sie aus der Kombüse.Doch sie folgte ihm eigentlich recht bereitwillig.Sie hatte ihm nicht nur einiges zu sagen, sondern außerdem führte er sie zu ihrem warmen und sehr interessanten Bett.*Christopher wusste, dass Honoria Streit suchte.Sie würde anfangen, ihn zu beschuldigen, dass er nur zu ihr zurückgekehrt wäre, weil er die Heiratsurkunde wollte, auf der die Lage des mexikanischen Goldes der Rosa Bonita eingetragen war.»Es war genau andersherum, Darling«, würde er dann antworten, und sie würde ihm nicht glauben.Trotzdem würde die gut erzogene Honoria Ardmore nicht schmollen, sondern darüber reden wollen.Honoria wollte immer über ihre Gefühle reden.Christopher dagegen wollte sie nur empfinden [ Pobierz całość w formacie PDF ]