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.In den Zellen der anderen Gefangenen wurden empörte Rufe laut.Adam hörte Fäuste an den Gitterstäben rütteln.Wüste Flüche hallten durch die Dunkelheit.Hektisch verglich er den Schaltplan auf der Leiterplatte mit der Anordnung der Zellen im Korridor.Er fand einen kleinen Druckknopf, der für seine Zelle bestimmt war, und betätigte ihn.Ratternd öffnete sich das Gittertor und Adam stürmte ins Freie.Das laute Brüllen der Gefangenen schwoll weiter an.Wurde lauter.Fordernder.Hände reckten sich ihm entgegen.Adam versuchte sich gerade in der Dunkelheit zu orientieren, als die blau schimmernde Notbeleuchtung aktiviert wurde.Vor ihm tauchte Stano auf, der sich erwartungsvoll an seiner Zellentür aufgestellt hatte.»Es scheint zu funktionieren«, bemerkte Big Black und ein gemeines Lächeln umspielte seine dicken Lippen.»Jetzt lass mich raus«, bat er Adam.»Es tut mir Leid«, erwiderte er entschuldigend und fuhr herum.Adam stürmte den Gang hinab, bis er Barabbas' Zelle erreicht hatte.»Du verdammter Verräter!«, kreischte Stano hinter ihm.»Mach endlich auf!«Big Black zerrte wie ein Besessener an seiner Zellentür.Der Stahl hielt, doch feiner Putz rieselte von der Decke herab.Adam sah sich nach den Wurmkameras um; sie baumelten regungslos von der Decke herab, wie Kadaver, die der Metzger zum Ausbluten aufgehängt hat.Suchend glitt Adams Finger über den Schaltplan und fand, wonach er gesucht hatte: den Schalter für Barabbas' Zelle.Er drückte den Miniaturdruckknopf und wartete, bis die Tür zur Seite gewichen war.»Verfluchter Mistkerl!«, schrie sich Stano die Seele aus dem Leib.Adam drang in die Dunkelheit hinter der Zellentür ein.Vor ihm tauchte Barabbas' Gestalt im blauen Schein der Notbeleuchtung auf.Adam warf einen nervösen Blick auf die Digitaluhr an der Wand.Zwanzig Minuten.Alles lief wie am Schnürchen.»Was glaubst du, tust du da?«, fragte Barabbas leise, in vorwurfsvollem Tonfall.Adam drängte sich näher an den Gefangenen heran.»Ich rette dich, du verdammter Narr!«, erwiderte er barsch.»Und jetzt beweg dich endlich! Wir haben nicht mehr viel Zeit!«»Ich werde dich nicht begleiten«, entschied Barabbas.»Geh alleine deiner Wege und lass mich in Ruhe.«»Hol mich hier raus!«, brüllte Stano hinter ihnen.Noch mehr Putz regnete von der Wand herab, gegen die Big Black sich stemmte.Die Muskeln des Riesen bebten vor Anspannung und seine schneeweißen Zähne knirschten.Adams Blick huschte gehetzt zwischen Barabbas und Stano hin und her.»Du musst mir vertrauen, Cory«, sagte er schnell.Barabbas fuhr auf: »Wie hast du mich eben genannt?«Die Temperatur in der Zelle schien um mehrere Grade zu fallen.»Barabbas …«, log Adam.Sein Atem gefror vor seinem Mund zu einer grauen Wolke des Schwindels.»Kennen wir uns?« Barabbas trat näher.Adam wich um dieselbe Distanz zurück.Sein Gegenüber zog die Augenbrauen zusammen und blickte ihn argwöhnisch an.»Wir sind uns schon einmal begegnet, nicht wahr?« Die keilförmige Falte zwischen Barabbas' Brauen wuchs.Er ahnt etwas, schoss es Adam durch den Kopf.Er witterte seine Chance: »Wenn du mit mir kommst, werde ich dir alles erklären«, versprach er dem Häftling.Der Fremde legte den Kopf abwägend schief.»Also gut«, beschloss Barabbas mit einem sonderbaren Unterton in der Stimme.»Ich werde dir helfen.«»Ihr dreckigen Bastarde!« Stano schnaubte wie ein Stier.Als Adam in Barabbas' Begleitung aus der Zelle trat, fiel sein Blick auf das Gesicht des Gefangenen.Big Blacks Miene glich einer Gewitterwolke.Die kleinen Augen quollen ihm aus dem angeschwollenen Gesicht.Seine Schläfen pochten und die Adern traten Blut durchdrungen deutlich an seinem kahl rasierten Schädel hervor.Adam wandte sich, ohne innezuhalten, nach links und erreichte die Tür zum Wächterraum nach einer Reihe weit ausgreifender Schritte.Sein Herz hüpfte wie ein Gummiball in seiner Brust auf und ab.Barabbas folgte ihm dichtauf.»Ich werde euch töten!«, schrie Stano ihnen hinterher.Außer Atem erreichte Adam die Tür und griff auf die Leiterplatte zurück, um den Durchgang zu öffnen.Das Portal glitt mit einem durchdringenden Knirschen zur Seite [ Pobierz całość w formacie PDF ]