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.«»Wie geht es ihm?«»Beschissen, gelinde gesagt.Er liegt praktisch im Koma, reiner Ballast.Aus eigener Kraft wird er nirgendwohin mehr gehen.Und seine Kollegen sind so ziemlich am Ende ihrer Kräfte.Aus ihnen ist kaum etwas herauszubekommen.Sie sind unterkühlt, orientierungslos und kurz davor aufzugeben.Als Sie zuletzt mit ihnen gesprochen haben, Jane, haben sie irgendetwas davon erwähnt, wo sie zur Insel übersetzen wollten?«»Bei Darwin irgendwas.Darwin-Sund? Darwin-Punkt?«»Bleiben Sie am Funkgerät.Sehen Sie zu, dass Sie sie wieder aufrichten, und beschaffen Sie sich einen Hinweis auf ihre Position.Irgendeine Orientierungshilfe, was auch immer.« Rawlins wandte sich Rye zu.»Punch war schon draußen auf dem Eis, richtig?«»Ja.Mit den Motorschlitten.Letzten Sommer sind wir die Küste entlanggefahren.«»Gut.Sie, er und Ghost bilden das Rettungsteam.Holen Sie Ihre Sachen.In einer Stunde brechen Sie auf.«Jane und Rawlins standen auf dem Hubschrauberlandeplatz, es war dunkel.Rawlins nestelte mit behandschuhten Fingern an seinem Funkgerät herum.»Schalten Sie die Lichter ein.«Die Flutlichter unter der Plattform leuchteten auf, bestrahlten Streben und Tragbalken und beleuchteten das Packeis, das sich zwischen den Auflagern der Bohrinsel angesammelt hatte.Punch, Ghost und Rye standen auf der Anlegerplattform am östlichen Auflager und drückten mit einem Bootshaken das Treibeis zur Seite.Sie ließen das Schlauchboot in das schwarze Wasser hinab.Ghost kletterte in das Boot, dann warfen sie ihm ihre Rucksäcke zu.Jane wollte mitfahren, wusste aber, dass sie ihnen nur zur Last fallen würde.Punch und Rye kletterten in das Boot, sie waren so dick gepolstert, dass sie sich nur langsam und unbeholfen bewegen konnten wie Astronauten.Mit der Startleine riss Ghost den Außenborder an.Das Schlauchboot löste sich von der Bohrinsel, fädelte zwischen Treibeisschollen hindurch und wurde von der Dunkelheit verschluckt.06 – Rettung»Ich muss mit jemandem reden.«Gus Raglan, ein untersetzter, stämmiger Bursche mit einer Stacheldrahttätowierung um den Nacken, holte Jane auf dem Flur draußen vor ihrem Zimmer ein.Er machte einen verstohlenen Eindruck.»Ich muss etwas besprechen.«Jane sah sich nach einem Raum um, den man als Beichtzimmer benutzen könnte, und entschied sich für einen Lagerraum im hinteren Bereich der Küche, eine stählerne Kammer voller Töpfe und Pfannen.Sie besaß dicke Wände und eine massive Tür, hier konnte man miteinander reden, ohne dass einen jemand belauschte.»Also, was liegt dir auf der Seele?«»Mein Bruder.Seine Frau, sie und ich …«»Wie lange schon?«»Drei, vier Jahre.Ich habe sie angefleht, ihn zu verlassen, tausendmal hab ich sie gebeten.Es ist schwierig.«»Ahnt dein Bruder was?«»Ich glaube, er zieht es vor, nichts zu wissen.«»Wie würde er reagieren, wenn er dahinterkäme?«»Er ist der friedliche Typ.Aber zwischen uns wäre es aus.Als Freund würde ich ihn verlieren.«»Hast du dir schon überlegt, wie es weitergehen soll?«»Wenn wir zusammen sind, ist alles bestens.Aber jede Nacht, die sie bei ihm ist, fühle ich mich allein.Verdammt, soweit ich weiß, könnten die beiden tot sein.Ich hätte gerne eine Gelegenheit, die Dinge wieder zurechtzurücken.«»Was meinst du, tief in deinem Innern, was solltest du tun?«»Den Job hier hab ich angenommen, um von allem loszukommen.Ich muss ständig daran denken, das bin ich gar nicht.Ich habe was Besseres verdient, verstehst du?«Ghost steuerte den Außenbordmotor.Sie durchschnitten die kabbelige See.Punch saß im Bug des Schlauchboots, schwenkte einen Scheinwerfer über die Küstenlinie und stieß dabei auf eine Mondlandschaft aus schroffen, eisbedeckten Felsen.»Da.« Er zeigte auf einen Landungssteg aus Beton mit schneebedeckten Stufen.Ghost nahm den Außenborder ab und legte ihn auf den Landungssteg.Zusammen zogen sie das Boot aus dem Wasser.»Den Motor werde ich nachher holen gehen«, sagte er.Sie trugen das Schlauchboot die Stufen hinauf und legten es vor einer massiven, in die Felswand eingelassenen Tür ab.Ghost schloss ein Vorhängeschloss mit Kette auf.»Geht schon nach drinnen«, sagte er.»Ich hole nur eben den Außenbordmotor.«Punch und Rye schleppten das Schlauchboot durch den Eingang in einen höhlenartigen Speichersilo.Die Windgeräusche ließen nach.Stille [ Pobierz całość w formacie PDF ]