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.Robert stand immer noch mit verschränkten Armen da und sah überrascht hoch.»Was habe ich…?«Es dauerte ein paar Sekunden bevor er begriff was sie meinte und dann wurde er wütend.»Herrgott nochmal.Amy! Ich bin ein Tablettenjunkie und auch kein Kind von Traurigkeit, aber Rachel würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen.Sogar ich besitze sowas wie Selbstachtung.«Erleichtert atmete Amy auf, dann reichte ihm das Tablett und strich ihm verlegen über den Arm.»Tut mir leid Rob.Ich weiß im Augenblick überhaupt nicht mehr, was ich noch denken soll.Die Situation überfordert mich total.Sie war meine Freundin und wir wohnen jetzt schon so lange zusammen.Mir war bewusst, dass sie es in einer Beziehung nie lange aushält.Aber dass es so extrem ist, das wusste ich wirklich nicht.«Lustlos stocherte sie danach in ihrem Essen rum und war unfähig einen Bissen runter zukriegen.Robert war da pragmatischer.Er schob seinen leergegessenen Teller zu ihr rüber und schnappte sich ihren.Genüsslich schob er die Gabel in seinen Mund, als sein Piepser ertönte.»Toll und schon ist die Pause beendet«, murmelte er verdrossen.»Notfall… wie sehen uns später.Ach… und danke für das Essen.«Er hauchte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange und eilte nach draußen.Aufseufzend stand Amy auf und begann das Geschirr zu spülen, als sie ihr Telefon im Arztkittel summen hörte.Sie klappte das Handy auf: Anruf Rebecca stand auf dem Display.»Hi, stör ich?«»Nein, überhaupt nicht.Meine Mittagspause ist noch nicht zu Ende.«»Eigentlich wollte ich meine Schwester sprechen, aber sie geht nicht ans Telefon.Hast du eine Ahnung wo sie steckt?«»Tja, ich weiß wo sie ist, dachte Amy, verkniff sich jedoch Rebecca gegenüber einen gemeinen Kommentar.Stattdessen antwortete sie betont fröhlich: »Wahrscheinlich hat Rachel im Moment viel zu tun.Kann ich dir helfen?«»Nun ja… ich wollte nur fragen… ist es okay, wenn Ben mich heute Nachmittag abholt? Er hat beschlossen, dass ich mich mit den Pferden anfreunden soll oder anders ausgedrückt: die Pferde mit mir«, kicherte sie.»Ich denke das geht in Ordnung.Wenn ich Rachel sehe, dann sag ich ihr Bescheid wo du bist.Ruf mich an, falls ich dich heute Abend abholen soll.Und Rebecca… versuch nicht alles an einem Tag.Wenn du Angst hast, dann steig einfach nicht auf, versprichst du mir das?«»Ja, kein Problem.Ben wird schon auf mich aufpassen.Bis dann.«Amy steckte ihr Handy zurück in ihren weißen Arztkittel und ein kleines Lächeln erschien in ihren Mundwinkel.Seitdem Ben sich mit so einfühlsamer Hartnäckigkeit um Rebecca bemühte, schien es ihr von Tag zu Tag besser zu gehen.Dass er dafür sorgte, dass ihr nichts passierte, davon war Amy felsenfest überzeugt.Verletzte Seelen heilenBen hatte sie wie versprochen zum vereinbarten Zeitpunkt abgeholt und jetzt standen sie nebeneinander am Rande der Pferdekoppel.Rebecca starrte ehrfürchtig das einzige und riesig wirkende Pferd auf der Weide an.Es war von schokoladenbrauner Farbe und als es sich umdreht, lachte Rebecca erstaunt auf, denn seine Kruppe war mit schneeflockenartigen weißen Tupfen gesprenkelt.Sein kurzer, schwarzer Mähnenkamm flatterte fröhlich im leichten Nachmittagswind und das schneeweiße, gefleckte Fellmuster zwischen seinen Augen wirkte fast wie ein Gemälde.Rebecca bestaunte in gebührenden Abstand seine erhabene Schönheit.Noch niemals war sie einem Pferd so nahe wie jetzt gekommen.Doch Ben schien zu denken, dass es noch nicht nahe genug war.Er stieß einen lauten Pfiff aus und mit gespitzten Ohren und wachen Augen blickte sich das Pferd um und kam freudig auf sie zu getrabt.Wiehernd streckte er fordernd seinen Kopf über den Holzzaun.Mit einem leisen Zungenschnalzen begrüßte ihn Ben, strich ihm dabei sanft über die Schnauze und belohnte ihn mit einer kleinen Mohrrübe.Rebecca aber sah nur die großen, braunen Pferdeaugen und wich angespannt ein paar Schritte zur Seite.Ben reagierte sofort und warf ihr einen besorgten Blick zu.Langsam ging er auf sie zu und umarmte sie freundschaftlich.»Rebecca, wenn du es jetzt doch noch nicht probieren willst, ist das kein Drama.Heute ist erst der erste Tag.Wir haben den ganzen Sommer Zeit oder den folgenden.«»Lieb von dir, danke«, flüsterte sie beschämt und sie hörte am Klang seiner Stimme, dass er es aufrichtig meinte.»Ich meine es ehrlich.Wir sollten das erst versuchen, wenn du auch wirklich dazu bereit bist.Und wenn du es nicht willst, dann ist auch in Ordnung, okay?«Er sah, wie sie ihren Rücken anspannte und heftig mit sich kämpfte.Nach ein paar Minuten stahl sich ein verzagtes Lächeln auf ihre Lippen.»Nein, wir hören nicht auf, sondern fangen jetzt an.Also… wie ist dein Plan«, fragte sie ihn mit mutiger Stimme.Ben grinste und warf ihr einen belustigten Blick zu.Dann nahm er ihre Hand und zog sie näher zu sich heran [ Pobierz całość w formacie PDF ]