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.Anna war völlig verstört, als sie es sah.Zuerst dachte ich, sie wäre sauer, weil Joe nicht mit ihr darüber gesprochen hatte.« Sie verstummte.»Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke … sie wirkte sehr nervös.«»Wie meinst du das?«»Sie hat gezittert, als sie sich das Foto anschaute, hat eine Hand vor den Mund geschlagen und sich ängstlich umgesehen.«Frank kannte diese Reaktion.Meistens folgte dann der Ausruf: »Das ist er! Das ist der Mann!«Joe stieg in den Wagen und fuhr zum Dorf.Seine Gedanken überschlugen sich.Jetzt spürte er die starke Wirkung der Aufputschmittel, die er eingenommen hatte.Er dachte an die kleine Hayley Gray, die von einer Bombe zerfetzt worden war.Er erinnerte sich an ihre Eltern, die hilflos warten mussten, da sie die Polizei eingeschaltet hatten.Gordon Gray hatte scheinbar gefasst, ja gleichmütig auf dem Sofa gesessen und in der Zeitung gelesen.Joe hatte ihn schon für kalt und gleichgültig gehalten, als er plötzlich aufgesprungen war und mit überkippender Stimme geschrien hatte: »Was tue ich hier? Soll ich fernsehen, soll ich arbeiten? Was soll ich tun? Jemand hat meine Tochter entführt!«Der millionenschwere Geschäftsmann hatte geschluchzt wie ein Kind.»Das stehe ich nicht durch! O Gott, wie konnte das geschehen …« Er schlug sich verzweifelt an die Stirn.»Es ist meine Schuld, es ist alles meine Schuld!«Joe starrte nach vorn.Jetzt konnte er nachempfinden, wie Gray sich gefühlt haben musste.Denn dies hier war seine Schuld.Es war der Vergeltungsschlag für Donnie Riggs.Duke Rawlins hatte ihn im Visier.Joe fragte sich, wie er die Information aus der Akte nutzen sollte.Der Gedanke, Rawlins mit den Tatsachen zu konfrontieren, ließ Panik in ihm aufsteigen.Joe umklammerte das Lenkrad fester und drückte aufs Gas.Er spielte mit dem Gedanken, Frank Deegan anzurufen und griff sogar schon nach seinem Handy.Dann aber dachte er an die letzten Sekunden in Hayley Grays Leben, bevor sie von Rawlins’ Bombe zerfetzt worden war, und zog die Hand zurück, als hätte er sie sich verbrannt.»Wen lieben Sie mehr, Ihren Mann oder Ihren Sohn? Für wen würden Sie sich entscheiden, wenn es darauf ankäme?«, fragte Duke.»Für meinen Sohn«, sagte Anna ruhig.Duke lachte.»Ja?«»Ja.Ich werde meinen Mann verlassen.«»Sie verarschen mich, was?«»Nein.Es ist vorbei.« Annas Herz klopfte laut.Duke musterte sie.»Es wäre besser für Sie, wenn Sie mich nicht veräppeln würden.«»Ich sage die Wahrheit.Bitte, tun Sie meinem Sohn nichts.«Duke starrte sie an, holte mit der rechten Hand aus und verpasste ihr eine schallende Ohrfeige mit dem Handrücken.Annas Unterlippe platzte auf.»Netter Versuch«, sagte Duke, strich Anna das Haar aus der Stirn und blickte ihr in die Augen.Sie weinte.»Wagen Sie es ja nicht, mich noch mal zu belügen«, sagte er.»Sie wären niemals in der Lage, sich zwischen Ihrem Mann undIhrem Sohn zu entscheiden.Das sieht man Ihnen an Ihrer kleinenfranzösischen Nasenspitze an.«»Tut mir Leid«, flüsterte Anna.»Es tut mir Leid.«Duke zuckte die Schultern.»Zu spät.Jetzt kommt Plan B zumZuge.«Barry Shanley war auf dem Weg zur Schule und tippte eine SMS in sein Handy ein, als er merkte, dass jemand an seinem Rucksack zog.Barry wurde nach hinten gerissen.Das Handy fiel auf die Straße.Rücklings lag Barry am Boden und versuchte, sich aufzurappeln.Es gelang ihm, sich auf die Seite zu rollen, doch Shaun riss erneut an seinem Rucksack und schleifte ihn rückwärts über die Erde.Barry scheuerte sich auf dem rauen Boden die Hände auf.»Lass mich in Ruhe!«, schrie er und versuchte erneut, auf die Beine zu kommen.»Leck mich«, sagte Shaun.»Schickst mir E-Mails, als wärst du ein Psycho.«»War ’ne tolle Überraschung, was?«»Du Blödmann.Meine Mutter war …« Shaun verstummte und kniff die Augen zusammen.»Ah, deine Mama!«, sagte Barry.»Mamas Liebling.«Barry ließ seine Tasche von den Schultern zu Boden gleiten, sprang auf, wippte auf den Fußballen und hob kampflustig die Arme.»Du machst mir Angst, Karate Kid«, sagte Shaun verächtlich.Barry ließ den rechten Arm vorschnellen, um Shaun einen Schlag auf die Gurgel zu verpassen, doch Shaun schnappte Barrys Handgelenk und drehte ihm den Arm auf den Rücken, dass Barry laut schrie.Shaun versetzte ihm einen Stoß, und Barry fiel erneut zu Boden.»Hast du jetzt die Schnauze voll?«, stieß Shaun hervor.Er hob Barrys Handy auf, sah sich die SMS an und las laut: »›Nimm bitte Home and away für mich auf.Bin um sieben Uhr zurück.Kuss.‹ Für wen ist die Mail? Ah, da steht’s ja, für die Mama.– Shanley, du bist ein Arsch.«Joe runzelte die Stirn, als er die Frau am Straßenrand erblickte.»Was zum Teufel …«, murmelte er.Die Frau taumelte wie eine Betrunkene und fuchtelte mit ihren dicken Armen, um Joe zum Anhalten zu bewegen.Joe verlangsamte das Tempo und warf einen Blick auf die Uhr.Ihm blieben noch drei Minuten, um den Parkplatz zu erreichen.Er ließ den Blick schweifen in der Hoffnung, ein anderer Fahrer würde auftauchen und der Frau helfen.Dann sah er das Blut, das von ihrem Arm tropfte.Je näher er der Frau kam, desto hysterischer wurde sie.Wie verrückt fuchtelte sie mit den Armen.»Mist«, murmelte Joe und stoppte neben ihr [ Pobierz całość w formacie PDF ]