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.Die Schmerzen weckten ihn augenblicklich.Er richtete sich auf und studierte die pochenden Knöchel im Mondschein.Die Schnitte waren wieder aufgebrochen.Er zog sich an und ging ins Bad, um das Blut abzuwaschen, dann machte er sich auf die Suche nach einem Verband.Jo-Beths Mutter gab ihm einen, zusammen mit dem sachverständigen Rat, wie man die Hand verbinden mußte und der Information, daß Jo-Beth zu Lois Knapp gegangen war.»Sie hat sich verspätet«, sagte Mama.»Es ist noch nicht halb zehn.«»Trotzdem.«»Soll ich nach ihr sehen?«»Würdest du das machen? Du kannst Tommy-Rays Autonehmen.«405»Ist es weit?«»Nein.«»Dann gehe ich lieber zu Fuß.«Die warme Nacht und die Tatsache, daß ihm keine Unge-heuer auf den Fersen waren, rief ihm seine erste Nacht hier im Grove ins Gedächtnis zurück: Wie er Jo-Beth in Butrick's Steak House kennengelernt, mit ihr gesprochen und sich innerhalb von Sekunden in sie verliebt hatte.Die Plagen, die seither über den Grove hereingebrochen waren, waren eine direkte Folge dieser Begegnung.Doch so bedeutend wie seine Gefühle für Jo-Beth waren, er brachte es nicht über sich zu glauben, daß sie so ernste Folgen nach sich gezogen hatten.War es möglich, daß hinter der Feindschaft zwischen dem Jaff und Fletcher - hinter der Essenz und dem Kampf um ihren Besitz - eine noch größere Verschwörung stand? Er hatte sich stets mit derlei Undenkbarem beschäftigt; zum Beispiel sich die Unendlichkeit vorzustellen, oder wie es sein würde, die Sonne zu berühren.Die Freude lag nicht in einer Lösung, sondern im Nachdenken, das erforderlich war, wenn man sich mit den Fragen beschäftigte.Der Unterschied beimvorliegenden Problem bestand jedenfalls darin, daß er selbst darin verwickelt war.Sonnen und Unendlichkeit beschäftigten weitaus größere Geister als ihn.Aber was er für Jo-Beth empfand, beschäftigte nur ihn, und wenn - wie ein tief in ihm vergrabener Instinkt (möglicherweise Fletchers Echo?) ihm sagte - die Tatsache, daß sie einander begegnet waren, ein kleiner, aber entscheidender Teil einer gewaltigen Geschichte war, dann konnte er das Denken nicht den größeren Geistern überlassen.Die Verantwortung lag zumindest teilweise bei ihm; auf ihnen beiden.Wie sehr er sich wünschte, es wäre nicht so.Wie sehr sehnte er sich danach, er hätte, wie jeder Kleinstadtfreier, genügend Zeit, um Jo-Beth zu werben.Pläne für die Zukunft machen zu können, ohne daß eine unerklärliche Vergangenheit schwer auf ihnen ruhte.Aber das war nicht 406möglich, ebensowenig, wie man etwas Geschriebenesungeschrieben oder etwas Gewünschtes ungewünscht machen konnte.Hätte er dafür noch einen konkreteren Beweis gebraucht, hätte es keinen besseren geben können als die Szene, die ihn hinter der Tür von Lois Knapps Haus erwartete.»Da will dich jemand sprechen, Jo-Beth.«Sie drehte sich um und sah denselben Gesichtsausdruck vor sich, den sie vor zwei Stunden gehabt haben mußte, als sie zur Tür hereingekommen war.»Howie«, sagte sie.»Was ist denn hier los?«»Eine Party.«»Ja, das sehe ich.Aber die vielen Schauspieler.Woher kommen sie? Sie können unmöglich alle im Grove leben.«»Das sind überhaupt keine Schauspieler«, sagte sie.»Das sind Leute aus dem Fernsehen.Und aus ein paar Filmen.Nicht viele, aber.«»Warte, warte.«Er kam näher zu ihr.»Sind das Freunde von Lois?« sagte er.»Ganz sicher«, sagte sie.»Diese Stadt hat immer wieder eine Überraschung parat, was? Gerade wenn man meint, man hat alles im Griff.«»Aber das sind keine Schauspieler, Howie.«»Eben hast du gesagt, daß sie es sind.«»Nein.Ich habe gesagt, es sind Leute aus dem Fernsehen.Siehst du da drüben die Familie Patterson? Sie haben sogar ihren Hund dabei.«»Morgan«, sagte Howie.»Meine Mutter hat sich dieSendung immer angesehen.«Der Hund, eine liebenswerte Promenadenmischung mit einem langen Stammbaum liebenswerter Promenadenmischun-gen, hörte seinen Namen und kam herüber, gefolgt von Benny, dem jüngsten Kind der Pattersons.407»Hi«, sagte der Junge.»Ich bin Benny.«»Ich bin Howie.Das ist.«»Jo-Beth.Ja.Wir haben uns schon kennengelernt.Kommst du mit mir raus Ballspielen, Howie? Mir ist langweilig.«»Draußen ist es dunkel.«»Nein«, sagte Benny.Er nickte zur Verandatür.Sie war offen.Die Nacht draußen war, wie Benny gesagt hatte, alles andere als dunkel.Es war, als wäre das seltsame Leuchten, das im Haus zu herrschen schien und über das er noch nicht mit Jo-Beth hatte sprechen können, bis hinaus in den Gartengedrungen.»Siehst du?« fragte Benny.»Ich sehe es.«»Also, kommst du?«»In einer Minute.«»Versprochen?«»Ich verspreche es.Übrigens, wie heißt du denn richtig?«Das Kind sah verwirrt drein.»Benny«, sagte er.»Schon immer.« Damit gingen er und der Hund in die helle Nacht hinaus.Bevor Howie die vielen Fragen, die ihm durch den Kopf gingen, in eine Reihenfolge gebracht hatte, wurde ihm eine freundliche Pranke auf die Schulter gelegt, und einevolltönende Stimme fragte: »Was zu trinken?«Howie hob die verbundene Hand als Entschuldigung, daß er die Hand nicht schüttelte.»Schön, dich kennenzulernen.Jo-Beth hat mir von dir er-zählt.Ich bin übrigens Mel.Der Mann von Lois.Ich denke, du hast Lois schon kennengelernt.«»Ganz recht.«»Ich weiß nicht, wohin sie verschwunden ist.Ich glaube, einer der Cowboys nimmt sie sich vor.« Er hob das Glas.»Wozu ich sagen muß, lieber er als ich.« Er gab einen beschämten Ausdruck vor.»Was sage ich da nur? Ich sollte den Dreckskerl 408auf die Straße zerren.Ihn niederknallen, hm?« Er grinste.»Das ist der neue Westen für dich, richtig? Man darf sich verdammt noch mal nicht aus der Ruhe bringen lassen.Noch einen Wodka, Jo-Beth? Möchtest du auch etwas, Howie?«»Warum nicht?«»Komisch, nicht?« sagte Mel.»Erst wenn diese verdammten Träume zur Tür hereinspazieren, wird einem klar, wer man ist.Ich.ich bin ein Feigling.Und ich liebe sie nicht.« Er wandte sich von ihnen ab.»Ich habe sie nie geliebt«, sagte er im Her-umdrehen.»Miststück.Elendes Miststück.«Howie sah ihm nach, wie er von der Menge verschlungen wurde, dann blickte er wieder zu Jo-Beth.Er sagte sehr langsam: »Ich habe nicht die geringste Ahnung, was los ist.Du?«»Ja.«»Sag es mir.In möglichst einfachen Worten.«»Dies ist das Ergebnis dessen, was dein Vater letzte Nacht getan hat.«»Das Feuer?«»Oder was daraus hervorkam.Diese Leute.« Sie lächelte und betrachtete sie, ».Lois, Mel, Ruby da drüben [ Pobierz całość w formacie PDF ]