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.Und manche waren völlig nackt; ihre Schamlosigkeit spiegelte die Verlegenheit der Flieger.Sie liefen lärmend durch die Gegend, sie rangen auf dem Fußboden miteinander, und Paare und Dreiergruppen vergnügten sich mit lautstarkem Sex in den Kojen, Haut an glänzender Haut.Und sie sahen alle jung aus, selbst im Vergleich zur Bevölkerung der Bogen-Basis.Es war eine wimmelnde Masse aus Jugend und Energie, eine animalische Masse; Pirius hatte noch nie dergleichen gesehen.Es war eher ein Kindergarten als eine Kaserne.Doch einige dieser Kinder waren bereits erfahrene Kämpfer.Er merkte allmählich, dass man es an dem metallischen Schimmer in ihren Augen erkennen konnte.Sie erreichten einen kleinen Bettenblock.In einer der Kojen lag ein Mann auf dem Rücken, die Hände hinter dem Kopf verschränkt.»Willkommen«, sagte er.»Sucht euch eine Koje aus! Ist ziemlich egal, welche…« Er war alt – mindestens fünfundzwanzig, also jedenfalls alt im Vergleich zu den übrigen Bewohnern dieses Raumes.Er hatte sogar ein paar graue Stellen an den Schläfen.Auf dreien der Kojen lagen kleine Kleiderstapel – jeweils ein Overall, Unterwäsche und ein Hautanzug.Die Kleidungsstücke waren eindeutig alt, häufig geflickt, ohne jedwede Form von KI, simple Einheitsgrößen mit primitiven Dehnungsfugen an Ellbogen, Knien, Taille und Hals.Man musste die Verschlüsse sogar eigenhändig zuziehen.Aber die Overalls waren zumindest Kleidungsstücke, und die Flieger griffen hastig danach.Die Kadetten drängten sich scharenweise um sie, grinsend, neugierig, boshaft, mit rasierten Köpfen und schweißnassen Gesichtern.Pirius überragte sie alle.Einige von ihnen waren so jung, dass er nicht erkennen konnte, ob sie männlich oder weiblich waren.Als kleine Hände an seinem Overall zupften, brachte er ein Lächeln zustande.»Tut mir Leid, dass ich euch enttäuschen muss.Das Bodenpersonal hat uns schon alles abgenommen, was wir hatten – he!« Jemand hatte ihn an den Eiern gepackt.Er wich rasch zurück und schloss seinen Overall.Obwohl die anderen ebenso gedemütigt worden waren, hatte keiner von ihnen eine Hand gegen die herumwimmelnden Kadetten erhoben, was wirklich katastrophal gewesen wäre.Pirius war irgendwie stolz auf sie.Der ältere Mann in der Koje schwang die Beine herunter, stand auf und klatschte in die Hände.»Nun lasst sie doch mal in Ruhe, ja?«»Frischfleisch«, kicherte eine Kadettin.Sie – oder vielleicht er – hatte spitz zugefeilte Zähne.Der Mann trat mit ausgebreiteten Armen vor.»Ja, aber morgen sind sie fast noch genauso frisch.Kommt schon, kommt schon…« Er scheuchte die Rekruten weg wie ungebärdige Kinder, und sie gehorchten widerstrebend.Einige blieben jedoch in einem Kreis um die Neuankömmlinge herum stehen, starrten sie an und flüsterten miteinander.»Daran gewöhnt ihr euch schon noch«, sagte der ältere Mann.»Das bezweifle ich«, erwiderte Bleibende Hoffnung, während er sich in einen Overall zwängte, der nicht richtig passen wollte.Cohl untersuchte ihre Decken.»Die sind nicht sauber.Lethe, die sind ja warm.«»Auch daran gewöhnt man sich.Wir haben hier eine ziemlich hohe Fluktuation.«»Was ist mit ihr passiert?«, fragte Cohl.»Mit wem? Oh, du meinst die letzte Person, die in diesen Decken geschlafen hat?… Frag lieber nicht.« Er trug einen grüngrauen, bis zur Taille offenen Overall; sein Körper war straff und fit.Pirius fand, dass er gut aussah mit dem hageren, markant geschnittenen Gesicht, der kleinen Nase, dem dichten, zurückgekämmten Haar und dem schnellen Lächeln.Trotz seiner äußeren Erscheinung wirkte er auf ihn merkwürdigerweise schwach.Aber sein Benehmen war entspannt, als er die Crew begrüßte.Und wie bei den anderen Veteranen glänzten seine Augen silbern.Pirius trat mit ausgestreckter Hand auf ihn zu.Er stellte sich und seine Crew vor.»Ich war auch mal Flieger«, sagte der Mann, »bevor ich meine Bestimmung darin gefunden habe, auf diesem Steinbrocken Dreck zu schippen.Ich heiße Quero.«Hoffnung starrte ihn an.»Nein, heißt du nicht.« Er trottete schwerfällig auf Quero zu und berührte seinen Ärmel.»Ich kenne deinen richtigen Namen.So wie jeder andere auch.«»Ich nicht«, knurrte Cohl.Quero sagte: »Ich nenne mich ›Diese Bürde wird vergehen‹.«»Na großartig«, meinte Cohl.»Noch ein ›Freund‹.«Bürde lachte.»Was glaubt ihr, warum ich hierher versetzt worden bin? Und weshalb man mich immer wieder hierher schickt?«»Du bist ein Häretiker.Geschieht dir Recht.« Cohl warf sich in ihre Koje.Sie bedeckte das Gesicht gegen den grellen Schein der schwebenden Lichtkugeln, drehte sich auf die Seite und rollte sich zusammen.»Wenn du es sagst«, meinte Bürde sanft.Hoffnung war fasziniert.»Du weißt nicht, wer das ist, Pirius, stimmt’s? ›Diese Bürde wird vergehen‹ ist der Führer der ›Freunde‹.«»Du weißt doch, dass es bei uns keine Führer gibt«, tadelte Bürde ihn sanft.»Aber es schmeichelt mir, dass du mich kennst.« Er legte Hoffnung eine Hand auf die Schulter und blickte ihm in die Augen.»Du hast eine schwere Zeit hinter dir.Ich kann dir nicht versprechen, dass es von nun an besser wird.Das wird es nie.Aber denk daran, das ist alles unwichtig.In der zeitartigen Unendlichkeit…«»… wird diese Bürde vergehen.« Hoffnungs Augen waren groß.Pirius sah, dass seine Unterlippe zitterte.Bürde wandte sich an Pirius.»Ich nehme an, du bist kein Glaubensbruder.«»Nein.Und du bist sehr vertrauensselig, wenn du in Gegenwart von drei Fremden gegen die Doktrin verstößt.«Bürde zuckte die Achseln.»Schau dich um.Was können sie sonst noch machen? Und werdet ihr mich verraten?«»Nein«, sagte Pirius.Er warf Hoffnung, der mit ausdrucksloser Miene in seiner Koje saß, einen Blick zu.»Wenn er sich deinetwegen besser fühlt, soll es mir recht sein.«»Du bist loyal zu deiner Crew.Und klug.Das gefällt mir.«»Ich brauche deine Zustimmung nicht.«»Natürlich nicht.«»Und wenn ich klug wäre, wäre ich nicht hier…«Cohl stieß einen spitzen Schrei aus und setzte sich auf.Sie zeigte auf eine Reihe von Kojen auf der anderen Seite.»Habt ihr das gesehen?«Pirius drehte sich um, sah aber nichts.»Was denn?«»Eine Ratte!«Bürde lachte stürmisch.»Oh, an die Ratten werdet ihr euch bald gewöhnen!« Der raue Klang einer Sirene ertönte, und das Licht wurde kurzzeitig grün.»Habt ihr schon was gegessen?«, fragte Bürde.»Wie lange wart ihr unterwegs?… Na ja, spielt keine Rolle.Ich würde euch raten, ein bisschen zu schlafen.«»Warum?«Bürde fing an, seinen Overall auszuziehen.»Ihr werdet es brauchen.Morgen früh geht euer Training erst richtig los.Normalerweise ist es hier um diese Zeit ruhiger; ihr habt einiges Aufsehen erregt.« Er warf Pirius einen warnenden Blick zu.»Das hier ist keine Fliegerschule.Es ist intellektuell auch nicht gerade anspruchsvoll.Aber…«»Wir haben schon einen Vorgeschmack bekommen.« Pirius untersuchte seine schmutzigen Decken und fragte sich, wie er dafür sorgen konnte, dass sie gewaschen wurden.Dann schaute er nach seinen Schiffskameraden.Cohl lag immer noch zusammengerollt da; wenn sie nicht schlief, dann täuschte sie es zumindest sehr glaubwürdig vor.Bleibende Hoffnung, der körperlich erschöpft und nach seiner Begegnung mit dem geheimnisvollen geistigen Führer nun offenbar auch emotional fix und fertig war, sank in seine Koje.Pirius legte sich auf den Rücken und schloss die Augen.Aber das Licht war hell und änderte sich permanent, und die Geräuschkulisse war lärmend und chaotisch.Er hatte die Kasernenkugel in der Bogen-Basis nie für sonderlich friedvoll gehalten, aber im Vergleich hierzu kam sie ihm nun so vor.Er zwang seine schmerzenden Muskeln, sich zu entspannen, und versuchte, nicht die Minuten zu zählen, bis er wieder aufstehen musste [ Pobierz całość w formacie PDF ]