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.Hatten die Täter gewollt, dass sie neben Lisa im Leichenschauhaus endete?In diesem Moment kam Peter Hoyle mit mehreren Ordnern unter dem rechten Arm ins Zimmer.Sam hatte ihn noch nie außerhalb seines Büros im Zentralgebäude 40 Meilen entfernt gesehen, und auch Mack und Jodi schienen überrascht, ihn hier anzutreffen.Sein Blick glitt über Sams Uniform.»Alles in Ordnung mit Ihnen?«Sam setzte sich aufrechter hin.»Alles bestens.«»Tyburn hat mir mitgeteilt, dass Ihre Eindringlinge entkommen sind.«»Ich habe das Autokennzeichen«, erwiderte Sam.»Wir können sie wegen unbefugten Betretens und Waffengebrauchs drankriegen.«Hoyle runzelte die Stirn.»Hatte ich Ihnen nicht gesagt, Sie sollen umkehren und die Sache der Polizei überlassen?«Sam wich seinem Blick nicht aus.»Haben Sie? Ich konnte Sie nicht verstehen.Da draußen ist der Empfang wirklich schlecht.«Hoyles durchdringender Blick signalisierte deutlich, dass er ihr das nicht abkaufte.»Ich erwarte einen Bericht über den Vorfall.Fragen Sie Kowalski nach dem Formblatt.« Er wartete, bis Sam seinen Befehl mit einem Nicken akzeptierte.Dann räusperte er sich und fügte hinzu: »Ich nehme an, Sie alle wissen Bescheid über Lisa.«»Ja«, erwiderte Mack verdrossen.Hoyle seufzte.»Westin, der andere Bericht, um den ich Sie gebeten hatte, den habe ich immer noch nicht.«Sam holte tief Luft, weil ihr erst jetzt wieder einfiel, dass sie alles hatte aufschreiben sollen, was sie von und über Lisa erfahren hatte.»Ich setze mich so schnell wie möglich dran.«»Tun Sie das.Jetzt geht es vielleicht sogar um Mord.« Hoyle drehte sich um, und sie hörten, wie sich seine Schritte in Richtung des Büros des Distrikt-Rangers entfernten.Mord.Sam fühlte sich plötzlich dermaßen ausgelaugt, dass ihr fast schon schwindelig wurde.Ihr Knie brannte, durch das Blut klebte der Stoff der Khakihose an der aufgeplatzten Haut fest.Ihr Auge juckte noch immer.Als Mack und Jodi kurz darauf aufstanden und zu ihren Spinden gingen, stemmte auch Sam sich von ihrem Stuhl hoch und folgte ihnen.In dem alterstrüben Spiegel im Umkleideraum betrachtete sie ihr übel zugerichtetes Gesicht.Ihr rechtes Auge tränte und war blutrot.Die hässliche Naht an ihrer Lippe hatte sie schon ganz vergessen gehabt; erstaunlicherweise tat sie überhaupt nicht mehr weh.Ihr rechtes Hosenbein wies am Knie einen Riss auf und war dunkel vom Blut, das inzwischen getrocknet war und sich mit seiner rostbraunen Farbe kaum von den anderen Flecken unterschied.Selbst wenn es ihr gelingen sollte, den Riss zu nähen – die Flecken würde sie nie wieder herausbekommen.Vielleicht konnte sie wenigstens das T-Shirt retten.Der Stoff war noch heil, aber es war völlig verdreckt, und über der linken Brust prangte ein großer dunkler Blutfleck.Es sah aus, als hätte sie eine Kugel in die Brust bekommen – kein Wunder, dass alle sie so anstarrten.Wie zum Teufel war das Blut von ihrem Knie auf das T-Shirt gelangt? Sam runzelte die Stirn.Vielleicht handelte es sich gar nicht um ihr Blut.Sie rief sich die Szene in Erinnerung, als Raider davongerast war.Hatte der Bär gehinkt? War er etwa doch angeschossen worden?«Im Spiegel sah sie Jodi an der Wand lehnen und zuschauen, wie Mack etwas aus seinem Spind holte.Jodi strich sich über die Wange.Mack drehte sich um und berührte sanft ihr Gesicht, und Jodi sank ihm in die Arme.Wie schön wäre es, jetzt von einem umarmt zu werden! Sam verspürte keine große Lust, in die Unterkunft zurückzukehren.Im Moment fühlte sie sich weder stark noch sonderlich erwachsen.Sie wollte heißes Wasser, Abendessen, ein Glas kalten Weißwein.Vielleicht lieber gleich eine ganze Flasche.Aber vor allem wollte sie jemanden zum Reden.Sie ging zur Hintertür hinaus, lehnte sich an die Hauswand und tippte eine Nummer in ihr Handy ein.»Sieht aus, als gehörten unsere Ablenkungsspezialisten zur rechten Szene.« Chase Perez starrte auf die Plastikhülle in seiner Hand.Darin befand sich ein Ausdruck von einem Tintenstrahldrucker, der übersät war mit Fingerabdruckpulver [ Pobierz całość w formacie PDF ]