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.„So, Sie interessieren sich für den Fuchshengst!“ begann Gunter Stratmann, als sie bei einer Tasse Kaffee in seinem Verkaufsstand saßen.„Tja, der hat großes Talent! Ich habe ihn damals leider nicht gekört bekommen, aber eines Tages kann er sicher durch seine Erfolge in den Deckeinsatz kommen!“ Johann nickte.Er wusste, dass Herr Stratmann immer gerne um den heißen Brei redete, bevor man mit ihm verhandeln konnte.„Er ist noch sehr jung, aber für sein Alter sehr weit entwickelt!“ sprach Herr Stratmann weiter.„Tja, mmh… Sagen wir 70.000 Euro?“Jetzt war Johann an der Reihe: „70.000? Und der ist nicht gekört? Der hat in der Mutterlinie ein paar Vorfahren, bei denen Hufprobleme vererbt worden sind! Ich biete Ihnen 50.000 Euro!“Stratmann wollte das Pferd offenbar los werden.Johann wusste, dass er immer gute Reiter engagierte, um seine Pferde auf Turnieren vorzustellen, aber er bezahlte sie oft nicht.Das Geschäft mit den Pferdetransportern lief gut, aber er hatte einen verschwenderischen Lebensstil.Schneller als erwartet beendete Herr Stratmann die Verhandlung und sagte zu Johann: „Na gut, sagen wir 55.000 Euro und Sie übernehmen die Ankauf-Untersuchung.Ich bringe ihn nächsten Dienstag zu Ihnen auf den Hof!“ Er hielt Johann die Hand hin.Stratmanns finanzielle Probleme schienen ziemlich groß zu sein.„Ja, aber ich reite ihn heute Abend Probe!“ sagte Johann und schlug ein.Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck kehrte Johann zu Marie in das Stallzelt zurück.Der Hengst wäre ohne Frage die 70.000 Euro wert gewesen.Johann hatte dieses Wochenende nicht mehr als 60.000 Euro für den Pferdekauf ausgeben wollen und Herr Stratmann war ein leichter Verhandlungspartner gewesen.Die Geschichte mit den Hufen hatte er ihm aufgetischt, weil Johann wusste, dass Herr Stratmann keine Ahnung hatte.Pferde waren für ihn Objekte wie seine Transporter, mit denen er Geld verdiente.Johann würde kein Pferd mehr kaufen können an diesem Wochenende, dafür hatte er ein super Schnäppchen gemacht.In ein paar Monaten hatte er das Geld beim Verkauf des Pferdes wieder gut raus.Da war er sich sicher.„Ich habe ihn gekauft!“ verkündete er Marie.Hocherfreut fiel sie ihm in die Arme und küsste ihn.„Du wirst sehen! Das wird ein super Nachfolger für `Topi´!“„Marie ich bin Reiter, aber mein Geld verdiene ich hauptsächlich durch den Verkauf von Pferden! Du arbeitest lange genug bei mir, um das zu wissen!“ erklärte er.„Ja, aber du brauchst ein neues eigenes Pferd und der wäre perfekt!“ protestierte Marie.„Ich kann es in Betracht ziehen! Gewöhne dich nicht allzu sehr an ihn, o.k.?“ Marie nickte traurig und Johann legte ihr tröstend den Arm um die Schultern.„Wir gehen was essen, danach fahren wir ins Hotel.Ich muss mich nämlich umziehen, weil ich deinen neuen Liebling Probereiten muss!“Sie setzten sich an einen Tisch im Freien vor einem der Cateringzelte und sahen sich die Speisekarte an.„Ich gebe dir einen Tipp: Bestell‘ dir was Kleines, wir bekommen heute Abend genug zu essen!“ meinte Johann schmunzelnd.Marie wurde neugierig.„Wieso? Was hast du vor?“„Tja…“ Johann wollte es spannend machen.„Wir gehen heute Abend in das Restaurant von Eriks Bruder Jochen.Der hat einen Stern! Ich bin kein Freund von diesem Schickimicki Essen, aber er kocht echt toll! Na gut, es ist ein paar Jahre her, das ich dort zum letzten Mal gegessen habe, aber es wird sich sicher nicht großartig verändert haben! Außerdem bist du dabei, dann ist alles andere egal!“ Er griff über dem Tisch nach ihrer Hand und drückte sie.Marie schenkte ihm ein freudiges Lächeln.„Ich freue mich! Wie gut, dass ich ein schönes Kleid eingepackt habe!“ stellte sie fest.Nach dem Essen fuhren sie zum Hotel.Im Zimmer fielen sie sich in die Arme und küssten sich lange.„Haben wir noch ein bisschen Zeit?“ erkundigte sich Marie und Johann spürte, dass sie mehr wollte als küssen - ihm ging es auch nicht anders.Er blickte auf die Uhr: „Tut mir Leid, mein Schatz!“„Schade!“ seufzte Marie.„Tja, nur weil du dieses Pferd haben wolltest…“ scherzte Johann.„Du hättest es nicht kaufen müssen!“ entgegnete sie.Johann lachte und nahm sie in die Arme.„Ich hätte ihn so oder so gekauft, mein Schatz!“ Dann flüsterte er ihr ins Ohr, obwohl sie alleine waren: „Wir haben einen wunderschönen Abend vor uns und dann die ganze Nacht…“Sie sah ihm in die Augen, legte den Kopf schief und setzte ihr verführerisches Lächeln auf.„Ich liebe dich, Johann!“„Ich liebe dich auch, aber wir müssen los!“Er zog schnell seine Reitklamotten an und sie fuhren zurück zum Turniergelände.Im Stallzelt half Marie dem Pfleger das Pferd fertig zu machen.Johann unterhielt sich mit dem Reiter, den er flüchtig kannte [ Pobierz całość w formacie PDF ]