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.Lirandil hatte unter den Skorpionreitern gelebt, und Neldo erinnerte sich dunkel an dessen Schilderungen.Allerdings trugen diese Riesenskorpione teilweise keine Dörfer auf ihren Rücken, sondern waren stattdessen mit Katapulten ausgestattet worden.Und anstatt von Dunghütten hatte man dasselbe Material dazu benutzt, um Brustwehren zu errichten.Jeder dieser Riesenskorpione glich daher einer wandelnden Festung.Wie klein und hilflos wirkte dagegen ein Kriegselefant, wie ihn Harabans Söldner verwendeten! Eine einzige ausholende Bewegung mit dem in einem spitzen Stachel endenden Schwanz hätte gleich Dutzende von ihnen samt ihren Treibern und Schützen einfach davonwischen können.Die Orks stellten auch in diesem Heer die große Mehrheit.Bei den anderen Geschöpfen, die an diesem Feldzug teilnahmen, handelte es sich vor allem um Wolfsmenschen.In großer Zahl marschierten sie in Kolonnen daher, die im Gegensatz zu den Fußkriegerverbänden der Orks sehr geordnet wirkten.Affenkrieger waren wie üblich vor allem bei den auch diesmal in großer Zahl vorhandenen Katapulten, die zumeist von vielen Dutzend Hornechsen gezogen wurden.In Einzelfällen aber auch von Echsen, die Neldo während der vergangenen Schlachten noch nie gesehen hatte.Sie hatten die fünffache Größe einer Hornechse, nur winzige Köpfe, aber dafür einen massigen, muskulösen Körper.Da sie keine naturgegebenen Knochenpanzer besaßen, hatte man ihnen mit Platten aus Stahl die Flanken gesichert, wohl um zu verhindern, dass ein schnell ausgeführter Überraschungsangriff den Vormarsch zum Stillstand bringen konnte oder man danach sogar gezwungen war, das von dem Tier gezogene Katapult zurückzulassen.Auf den Rücken standen zumeist groß gewachsene Affenkrieger, die die massigen Zugechsen an Zügeln führten.Der Vogelreiter zog so schnell in entgegengesetzter Richtung an Ghools Kriegern vorbei und schien immer noch zu beschleunigen.Er wurde so schnell, dass Neldo manchmal nicht einmal mehr Einzelheiten bei den Truppen erkennen konnte.Sie ziehen nach Westen, ging es ihm durch den Kopf.Die Waldgötter mögen denjenigen gnädig sein, die versuchen werden, diesen Zug des Grauens aufzuhalten … Sofern das überhaupt möglich ist.Noch ehe der Vogelreiter das Ende dieses Zuges erreicht hatte, überkam Neldo eine ungeheure Erschöpfung.Er hatte das dumpfe Gefühl, dass sie irgendetwas mit der Art und Weise zu tun hatte, in der der Vogelreiter seine Gedanken und Erinnerungen durchsucht hatte.Neldo hatte sich von diesem Angriff auf seine Seele – so hatte er das Empfinden – nicht im Mindesten erholt.Außerdem fühlte er noch immer diese namenlose Kälte in sich, die von der Berührung durch die Pranke des Vogelreiters verursacht zu werden schien und ihn ganz ohne Zweifel auf eine Weise schwächte, die er nicht zu erklären vermochte.Neldo kämpfte gegen diese unheimliche Müdigkeit an, aber das schien sinnlos zu sein.Noch ehe der Vogelreiter das Ende des Heerzugs erreicht hatte, war Neldo eingeschlafen.Dunkelheit umgab ihn, und er fühlte zunächst einmal gar nichts mehr.Als Neldo das nächste Mal erwachte, hatte sich die Umgebung vollkommen verändert.Am Stand der Sonne konnte er erkennen, dass es früher Morgen sein musste und offenbar mindestens eine Nacht vergangen sein musste.Vielleicht aber auch mehr.Wie eine glühende Kugel ging die Sonne im Osten hinter den Bergen auf, wie Neldo sie noch nie zuvor gesehen hatte.Berge aus Asche! Die Aschedünen!, durchfuhr es ihn.Er hatte von diesem Land gehört.Eine ödere Gegend war kaum vorstellbar, und obgleich es außer den Orks so gut wie niemanden gab, der diesen Teil der Orkländer jemals bereiste, hatte sich doch die Kunde über die Besonderheiten dieses Gebiets so verbreitet, dass man es in vielen Ländern als Sinnbild eines unfruchtbaren Landes oder des Totenreichs selbst ansah.Jemanden in die Aschedünen zu wünschen kam in der Sprache der Halblinge einer schlimmen Verwünschung gleich.Es schauderte Neldo bei dem Gedanken, dass er sich offenbar bereits tief im Inneren der Orklande befinden musste.Die Sonne stand schließlich im Zenit.Sie brannte nur so vom Himmel, aber Neldo konnte ihre Wärme nicht empfinden.Er zitterte vor Kälte und fragte sich schon, ob der Vogelreiter ihn vielleicht mit irgendeiner Art von magischem Fieber geschwächt hatte.Bevor der junge Halbling erneut in einen unruhigen, von quälenden Träumen durchsetzten Schlaf hinüberdämmerte, dachte er an Arvan.Wer hätte es gedacht, dass ich dem Schicksalsverderber wahrscheinlich eher gegenüberstehen würde als du.»Ja, denk nur an deine Gefährten«, hörte er gerade noch die dröhnend tiefe Stimme des Vogelreiters, bevor der Schlaf ihn endgültig übermannte.»Je öfter du Narr von Halbling das tust, desto mehr erfahre ich über dich, deine Gefährten und eure Absichten!«Abermals fiel Neldo in einen traumverwirrten Schlaf.Als er das nächste Mal erwachte, waren sie immer noch in einer Wüste.Aber es konnten nicht mehr die Aschedünen sein.Der Sand war rotgelb.Felsmassive ragten in der Ferne empor.Nachdem Neldo sich etwas an das grelle Licht gewöhnt hatte, bemerkte er einen dunklen Fleck in der Ferne.Es dauerte noch ein wenig, bis er erkannte, was es war.Eine schwarze Festung!An der Küste der Orks»Ich spüre nichts«, erklärte Arvan, nachdem Lirandil die Finger von seinen Schläfen genommen hatte.Das bläuliche Leuchten in seinen Augen, das Arvan bis dahin unangenehm geblendet und ihm in den Augen geschmerzt hatte, verschwand von einem Augenblick auf den anderen.»Als Ihr das letzte Mal mit mir eine Verschmelzung des Geistes durchgeführt habt …«»… war das etwas grundsätzlich anderes«, schnitt der Elb ihm in ungewohnter Ungeduld das Wort ab.Irgendetwas machte den Fährtensucher erkennbar gereizt.Das war Arvan in letzter Zeit immer wieder aufgefallen, und er nahm an, dass es damit zu tun hatte, dass der Elb sich selbst nicht sicher war, ob das, was er tat, wirklich richtig war und sie ihrem Ziel näher brachte.Das Wissen, das er im Turm des Asanil erhalten hatte, schien keineswegs immer einen so eindeutigen Weg zu weisen, wie er es gehofft hatte.»Was du wissen musst, sobald du Ghool gegenüberstehst, ist jetzt in dir [ Pobierz całość w formacie PDF ]