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.Ihnen auszuweichen wäre nicht mehr möglich gewesen, zumal ihre Fallbahnen nicht willkürlich waren, sondern zweifellos durch Magie beeinflusst.Im letzten Moment hatte Gorian den Angriff vorausgesehen.Nur wenig später tauchten sie aus den Schattenpfaden hervor und verstofflichten wieder.Gleichzeitig fielen Teile eines zerbrechenden Katapults in ihre Richtung, aber die ließen sich mit einfacher Magie leicht beiseitelenken.Gorian sah, wie gleich mehrere der Maladran von den Metallkugeln erschlagen wurden.Ihre Körper entstofflichten zumeist nicht schnell genug, um diesen Angriffen zu entgehen, und so wurden sie mitsamt dem enormen Gewicht der Geschosse in die Tiefe gedrückt und zerquetscht.Die Scheu davor, wieder die Körperlichkeit aufzugeben – und sei es auch nur für einige Augenblicke –, hatte Gorian schon zuvor zunehmend bei ihnen bemerkt.Nun wurde sie einigen von ihnen zum Verhängnis.Drängende Fragen schossen Gorian durch den Kopf.Was war mit dem Baum von Caladrania geschehen? Die Magie, die ihn zu einem Baum der Finsternis gemacht hatte, entsprach durchaus der Zauberkunst der Caladran, wie sie im Reich des Geistes verewigt worden war.Aber aus dieser Quelle der Erkenntnis hatte sich bisher auch Morygor bedient, und so konnte auch er hinter dieser Attacke stecken.Oder hatten König Abrandir und seine Getreuen auf irgendeine Weise verhindern können, dass der Stadtbaum von Caladrania einfach von den Gletschern niedergewalzt und unter einer meilendicken Eisschicht begraben wurde, so wie es in Pela geschehen war? Den herannahenden Leviathan hatten sie vielleicht einfach für einen Feind gehalten und entsprechend gehandelt, was eigentlich nicht verwundern konnte.Zudem war die Aura des Herrn der Frostfeste hier einfach nicht stark genug.Der Baum fasste mit seinen dornenartigen Verästelungen den Hinterleib des Leviathans und schleuderte den vorderen Teil noch einmal umher, sodass auch die letzten noch in seinem Körper befindlichen Gegenstände durch die Fliehkraft hinausgeschleudert wurden.Es waren Hunderte von Katapultgeschossen, sowohl ganz gewöhnliche Gesteinsbrocken als auch einige der überschweren Metallkugeln.Offenbar wurde deren Überschwere sogar teilweise magisch für ein paar Augenblicke neutralisiert.Blitze zuckten aus dem offenen Maul des inzwischen wohl nicht mehr lebenden Leviathans.Sie entstanden offenbar durch die Magie, die die Fixierungen löste.Normalerweise verhinderten die, dass das Transportgut im Inneren eines Leviathans heillos durch die gewaltige hallenartige Bauchhöhle geworfen wurde und dabei Schaden entstand.Offenbar war es nicht die Fliehkraft, sondern ebenso eine starke Magie, die Fallrichtung und -geschwindigkeit dieser Gegenstände bestimmte, sobald sie aus dem Maul des toten Leviathans gesprudelt waren, denn beides widersprach so sehr den Gesetzen der Natur, dass keine andere Erklärung als magische Manipulation in Frage kam.Dabei zielten sie auf Gorian und Sheera, auf Beliak und die Maladran.Beliak entkam einem solchen Geschoss nur sehr knapp, und auch Gorian und Sheera waren noch einmal gezwungen, für einen Moment in die Zwischenwelt der Schattenpfade zu entfliehen, so groß das Risiko auch sein mochte.Alles, was sich noch im Inneren des Leviathans befunden hatte, regnete innerhalb von Augenblicken herab und schlug tiefe Löcher und Spalten ins Eis.Die Zahl der Maladran war fast halbiert.Manche waren zerquetscht worden, weil sie sich nicht rechtzeitig entstofflicht hatten, andere hingegen hatten genau dies in ihrer Panik so schnell und gründlich getan, dass ihnen eine Rückkehr in das Diesseits so einfach nicht mehr möglich war.Der Baum schwang den Körper des Leviathans weiterhin wie eine Keule und schlug damit zu Boden.Gorian und Sheera konnten gerade noch ausweichen, indem Gorian seine Gefährtin einmal mehr in die Schattenpfade zog.Gut ein Dutzend Maladran wurden jedoch erschlagen.Beliak sank in das Eis ein, um in einer Entfernung von dreißig, vierzig Schritt wieder daraus hervorzutauchen.Die Wucht, mit welcher der Leviathan auf das Eis schlug, war dermaßen heftig, dass der Riesenwurm an mehreren Stellen förmlich aufplatzte und das Blut nur so aus ihm herausspritzte.Es sammelte sich in der rinnenartigen Vertiefung, die beim Aufschlag entstanden war und die die Breite eines kleineren Flussbetts hatte.Ein letztes Mal schleuderte der Baum der Finsternis den wurmähnlichen Körper in die Höhe.Diesmal aber zog er gleichzeitig die dornenartigen Fortsätze aus dem toten Leib, sodass der Leviathan in hohem Bogen davongeschleudert wurde, weit über die Grenze jener muldenartigen Vertiefung im Eis hinaus, in die die Gletscher nicht hatten vordringen können.In diesem Moment erhoben sich ein paar der Himmelsschiffe im Hafen.Es handelte sich um ein Dutzend besonders erhabene Exemplare.Und mit einem Mal waren sie auch bemannt.Hier und dort konnte man Gestalten an Deck sehen.An Bord des Flaggschiffs Hoffnung des Himmels glaubte Gorian für einen Moment eine Frau auf dem Achterdeck auszumachen.Orawéen!Die Gemahlin von König Abrandir blickte kurz in Gorians Richtung, dann drehte sich das aufsteigende Schiff, und die breiten Hauptäste des Stadtbaums versperrten die Sicht auf das Achterdeck.Kurz darauf war das Schiff bereits so weit aufgestiegen, dass man vom Boden aus nur noch auf die Unterseite blicken konnte [ Pobierz całość w formacie PDF ]