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.Mit einem Scheppern schlug Foteviken den Deckel wieder drauf, nachdem sie eine Schaufel Kohle nachgefüllt hatten.Dabei fiel ein kleines Stück Kohle auf den Boden, das Grogarda sofort austrat.Ein hässlicher Brandfleck war im Holz des Bodens zu sehen und er verzog das Gesicht, fast wie bei körperlichem Schmerz.„Tut uns leid, Kapitän“, sagte Drengir, der es gesehen hatte.Grogarda machte eine wegwerfende Geste und musste sich sogleich mit der Hand festhalten.Das Schiff machte einen Ruck.„Brecherwellen?“, fragte Foteviken.Grogarda nickte.„Der Wind steht nicht schlecht, aber es ist gefährlich.“„Brecherwellen?“, fragte Drengir, für den ja noch vieles neu war.„Große Wellen nennen wir so, zwischen denen viel Platz besteht, so dass man ‚einbricht‘ in der Lücke zwischen den Wellen, deshalb das Ruckartige in der Schiffsbewegung“, erklärte Foteviken.Er versuchte die Schiffsbewegung mit der Hand zu simulieren und ihm vorzumachen.Eine ganze Weile wurde das Schiff immer wieder von kleineren und größeren Wellen geschüttelt.Grogarda hatte sich inzwischen näher an den Heizkessel gesetzt und seine Jacke hatte begonnen etwas zu trocknen.Plötzlich schlug er hinten über, als das Schiff einen Satz machte, der kräftiger war als die bisherigen.Er krachte mit dem Rücken auf die Planken und rutschte ein Stück.Er hielt sich an einer Kiste fest, die zusammen mit anderen Kisten festgezurrt war.Während er wieder auf die Beine kam und zurück zum Kessel wollte, wäre er fast wieder hingefallen.Ein erneuter Ruck ging durch das Schiff.Plötzlich tropfte etwas auf sein Gesicht.Er blickte hoch und sah Wasser, das zwischen den Dielen hindurch tropfte.„Was zum.?“, fragte er und zog sich seine Jacke wieder über.Er ging zur Luke und kletterte an Deck.Draußen hielt er sich an einem Tau fest und gelangte so zur Reling.Von dort aus blickte er aufs Meer und sah es.Gigantische Wellen, bis zu acht Meter hoch, schlugen auf dem Bug des Schiffes zusammen.Das Wasser stand regelrecht an Deck, da so viel dort war, dass es kaum abfloss durch die Öffnungen an den Seiten des Schiffes.„Kapitän, ich habe befohlen, dass wir an Land gehen“, sagte Trojus.„Der Wellengang ist zu hoch.Ich hoffe darauf, dass er etwas abflacht, wenn wir näher an der Küste sind.“Grogarda nickte.Er wusste, dass die Küste hier in ihrer Formung vielfach dazu führte, dass der Wellengang sich beruhigte, sobald man nahe genug war.Doch selbst wenn er sich halbieren würde, war das immer noch viel.„Hier“, sagte Rangnar und reichte Grogarda ein Tau.„Du hast vorhin gesagt, dass wir uns festbinden sollen, Kapitän, und du sagtest: keine Ausnahmen.“Grogarda nickte und band sich das Tau um die Hüfte.Die Küste war bereits zu sehen, eine Reihe dicht an dicht gewachsener Tannen stand dort.„Obacht“, rief nun Linga, der zusammen mit Trojus ein Tau hielt, um das Segel weiter zu reffen, um ihre Geschwindigkeit zu verringern.Der Wind hatte weiter zugenommen.Vor ihnen war eine Welle, wie sie Grogarda noch nie gesehen hatte.Hoch wie ein Gebäude, über ein Dutzend Mannslängen hoch ragte sie vor ihnen auf.Dann krachte sie über ihnen zusammen und Grogarda wurde von den Füßen gerissen.Die Darnagl wurde einmal herumgeworfen.Eben noch war Grogarda im Wasser, fast schwerelos über dem Deck und dann krachte er auf selbiges mit einer Wucht, dass sein Blickfeld an den Rändern schwarz wurde.Einige Taue hatten sich gelöst, so dass das Segel sich auf einer Seite komplett entfaltete und im Wind aufblähte.Der Wind riss sie förmlich mit Gewalt vorwärts.Weg von der Küste.Eine weitere Welle krachte über ihnen zusammen, nicht mehr so hoch wie die erste, doch immer noch vier oder fünf Mannslängen.Grogarda prustete das Wasser aus, dass er versehentlich geschluckt hatte und sah sich um.Trojus klammerte sich an die Reling, nicht weit von ihm.Linga hielt sich am Mast fest, als es geschah.Ein weiteres Tau löste sich und das Segel entfaltete sich fast vollkommen.Der Wind riss daran und es krachte.Das Schiff ächzte unter der Belastung.„Löst das Segel“, rief Grogarda und zog sein Messer, mit dem er ein Tau durchschnitt, das das Segel hielt.Trojus folgte seinem Beispiel, so dass sich das Hauptsegel auf einer Seite löste.Doch die andere Seite war immer noch fest.Das Schiff ächzte erneut unter einer Sturmböe und auf einmal splitterte der Hauptmast ein wenig.Linga ließ ihn vor Schreck los.Denn da, wo gerade noch sein Kopf gewesen war, ragten nun unterarmlange Splitter aus dem Mast.Dann schlug eine neue Welle über ihnen zusammen und Grogarda konnte Linga nicht mehr sehen.Er blickte auf das Wasser hinaus und sah Lingas roten Zopf für einen kurzen Moment auftauchen.Dann schlug eine Welle über ihm zusammen und Grogarda verlor ihn aus dem Blick.Vermutlich hatte sich das Tau gelockert, das Linga sich um die Hüfte gebunden hatte.„Wir müssen weiter“, sagte er [ Pobierz całość w formacie PDF ]