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.Es tat beinahe weh, als der Groschen fiel.»Frances?«Sandra nickte erneut, anscheinend überrascht, warum es so lange gedauert hatte.»Frances Walsh.Das Dumme daran ist, wir haben uns nie richtig versöhnt.«Chamberlain blinzelte, sah vor ihrem geistigen Auge die Unterlagen, die sie im Zug studiert hatte: eine Liste mit den Namen von Anthony Garveys Opfern und eine Liste der vor langer Zeit ermordeten Frauen, die sie geboren hatten.»Frances Walsh war Ray Garveys drittes Opfer«, sagte sie.Sandra schüttelte den Kopf.»Das erste Opfer.Sie haben sie als Dritte gefunden, aber sie war die Erste, die er umbrachte.« Sie beugte sich vor und griff nach der Weinflasche.»Sind Sie sicher, dass Sie nichts davon möchten?«Chamberlain war sich sicher.»Wie Sie wollen«, sagte Sandra und schenkte sich nach.Hendricks atmete schwer, bevor er freundlich und langsam, mit der rauchigsten Stimme, die er zustande brachte, fragte: »Was hast du an?«»Dir muss es ja langweilig sein.«»Verdammt, kann man noch übler drauf sein als du?«»Gib mir eine Stunde«, sagte Thorne.Wenn eine Ermittlung stockte und dieses Stocken lange Schatten über jeden Stein, jede dreckige Fensterscheibe des Becke House warf, schlug gute Laune schnell in schlechte Laune um und schlechte Laune in wirklich üble Laune.Thorne saß in seinem Büro und versuchte vergeblich, etwas von dem morgendlichen Optimismus wiederzufinden, als Hendricks anrief.»Hast du später Lust auf ein Bier?«»Schwierig«, sagte Hendricks.»Ich bin in Göteborg.«»Ach richtig.Scheiße.« Das Seminar seines Freundes hatte Thorne völlig vergessen.Irgendwas mit Analyse.»Du hattest deine Chance.«»Wie läuft’s?«»Ich hatte auf Horden von Wikingern gehofft und Bars voller Freddie Ljungbergs.«»Ich meinte das Seminar.«»Genauso enttäuschend.«»Zurück zu diesen Männern …«»Eher so Freddie Kruegers.«Thorne lachte und dachte an heute Morgen, als er das letzte Mal so gelacht hatte.Er überlegte, ob er Hendricks von dem Gespräch mit Louise und vielleicht sogar von dem mit Carol Chamberlain am Abend zuvor erzählen sollte.Er kam nicht dazu.»Ich nehme an, Garvey macht wenig Freude?«»Soweit wir wissen, hat er niemanden mehr umgebracht, zumindest ist es also nicht schlimmer geworden.«»Ich hab über die Leiche im Kanal nachgedacht.«»Walsh?«»Genau.Weißt du noch, wie du mich gefragt hast, warum er ihn meiner Meinung nach von vorn angegriffen hat und warum er so viel brutaler vorgegangen war?«»Du hast gemeint, er würde überheblich oder wütend.« Thorne klemmte das Telefon zwischen Kinn und Schulter und fing an, sich durch die Unmenge ungelesener Unterlagen auf seinem Schreibtisch zu arbeiten.»Dass er vielleicht unter Zeitdruck war.«»Vielleicht.«Das Schweigen klang nach mehr.»Und?«»Was ist, wenn er nicht unter Zeitdruck stand?«, fragte Hendricks.»Was, wenn es ihm darum ging, das Opfer unkenntlich zu machen? Bislang ist es noch nicht offiziell identifiziert, richtig?«»Nein, aber …«»Denkst du, wir könnten eine DNA-Probe von der Tante bekommen? Check das mal.«»Wir wissen, wer er ist, Phil.Die Sachen, die wir in den Taschen gefunden haben.«»Wer zum Teufel läuft mit einem alten Führerschein herum? Einem alten Brief?«»Jemand, der betrunken ist, von was auch immer, und nicht vergessen will, wer er eigentlich ist?« Thorne zerknüllte einen Stapel Blätter, die er nicht mehr brauchte, und warf sie in den Abfallkorb.Traf aber nicht.»Walsh lebte praktisch auf der Straße, soweit wir wissen.«»Daran hab ich auch gedacht«, sagte Hendricks.»Aber ich fand bei weitem nicht die Menge an Drogen in seinem Körper, die ich erwartet hatte.«Thorne bat Hendricks, kurz zu warten, bis er das entsprechende Dokument in seinem Computer gefunden habe.Er rief den Toxikologiebericht auf, öffnete das Dokument und sagte: »Okay.«»Ich meine, woher bekommt der Durchschnittspenner Antidepressiva?«Thorne sah den Bericht durch.Man hatte Alkohol gefunden - Bier und Whisky - und halb verdautes Essen, Pommes und eine Pie.Er scrollte nach unten und studierte die Liste der Drogen, die in Simon Walshs Leiche gefunden worden waren.Diazepam, Prozac, Wellbutrin.»Das bekommt man alles«, sagte Thorne.»Ist es nicht normalerweise Heroin und Billigbier?«»Es kommt die Zeit, da wirft man alles ein, was man erwischen kann.« Thorne erinnerte sich an den Jungen namens Spike, wie sein Blick glasig wurde und er die Augen schloss, bevor die Nadel aus seiner Vene glitt und auf das Pflaster fiel.»Ich kannte einen Typen, der spritzte sich Cider.«Eine Pause entstand, schließlich sagte Hendricks: »Tut mir leid [ Pobierz całość w formacie PDF ]