[ Pobierz całość w formacie PDF ]
.Ich bin mehr oder weniger bereit.Es ist ein richtiger Sommertag.Heiß.Ich habe mich inzwischen viermal umgezogen und mich letztendlich für das in Pistaziengrün und Kaffeebraun gestreifte Top entschieden, das ich an dem Tag trug, als Penry mich geschlagen hat, dazu ein langer Rock und flache Schuhe.Ich sehe hübsch aus.Ich sehe normal aus.Bei seinem Anruf bin ich erstaunlicherweise ziemlich aufgeregt.Er aber auch.Nach einer eher peinlichen Einleitung wird die Stimmung gelöster, als wir uns darauf einigen, dass nicht er mich oder ich ihn abhole, sondern dass wir uns am Strand treffen.Dort wird es heute zwar gesteckt voll sein, aber das macht mir nichts.Das gefällt mir sogar.Wir verabreden uns in Parkmill auf der Gower-Halbinsel.Er sagt, ich soll meinen Badeanzug nicht vergessen, und ich weise ihn auf seine käseweißen Beine hin und dass er spätestens nach zehn Minuten einen Sonnenbrand haben wird.Wir legen auf.Ich habe gar keinen Badeanzug, ich kann noch nicht mal besonders gut schwimmen.Aber ich besitze zwei Bikinis, und nachdem ich sie beide anprobiert habe, entscheide ich mich für den mit dem etwas größeren Ausschnitt und ziehe ihn unter den anderen Klamotten an.Dann fahre ich nach Parkmill.Der Verkehr ist unglaublich dicht.Anscheinend haben wir uns den denkbar ungünstigsten Tag für unseren Ausflug ausgesucht, doch das macht mir nichts.Ich telefoniere über die Freisprechanlage mit Brydon und erfahre, dass es bei ihm auch nicht schneller vorangeht.Wir beschließen, nicht über die Arbeit zu reden.Alle Peinlichkeit schmilzt in der Hitze dahin.Er ist als Erster da und sagt mir, in welchem Café er sitzt.Er will, dass wir so tun, als wäre es ein Blind Date und wir hätten uns noch nie zuvor gesehen.Sobald ich in Parkmill angekommen bin, parke ich und mache mich auf die Suche nach ihm.Ich bin so aufgeregt, dass ich fünfzig Meter vor dem Café stehen bleiben und mich sammeln muss.Das ist eine ganz normale Aufregung, ohne Depersonalisation oder Gefühlsverlust.Ich bin aufgeregt, aber sonst ist alles in Butter.Ich schreibe Bryony noch schnell eine SMS.Es ist besser für mich, wenn ich heute Abend den Straßen fernbleibe, also teile ich ihr mit, dass ich ein Date habe und mich nicht loseisen kann.Sie soll so viel Geld für Blumen ausgeben, wie sie will, und sie nach Gutdünken verteilen.Ich zahle.Damit bleibe ich auf einem großen Haufen Blumen sitzen, doch die kann ich ja zur Beerdigung mitnehmen.Als ich mich dem Café nähere, sehe ich Brydon an einem Tisch sitzen.Ein weißer Sonnenschirm flattert in der Meeresbrise.Er ist aufgeregt, und ich begreife, dass er aufgeregt ist, weil ihm etwas an mir liegt.An mir.Bei dieser Vorstellung wird mir ganz warm ums Herz.Womit habe ich das verdient?Ich komme immer näher, und er bemerkt mich erst in letzter Sekunde.Eine Zeit lang spielen wir das Blind-Date-Spiel.Das hilft gegen die Aufregung.Ich bin tollpatschig und ungeschickt, aber Brydon nimmt es so gelassen hin, als wäre ich reizend und liebenswert und nicht am Rande eines Nervenzusammenbruchs.Brydons Beine sind tatsächlich käseweiß.Ich wette, dass er heute Abend einen Sonnenbrand hat.Im Sonnenlicht ist sein Haar richtig blond und nicht nur sandfarben.Wir essen zu Mittag.Brydon trinkt ein Glas Bier.Dann spazieren wir zum Strand.Er geht schwimmen.Ich tue so.Wir spritzen uns gegenseitig an.Ich versuche, ihn unterzutauchen, und scheitere kläglich.Aber er lacht trotzdem und markiert dramatisch den Ertrinkenden.Dann hebt er mich auf und wirft mich in die Fluten.Ich kreische.Es gefällt mir, in seinen Armen zu liegen.Sobald er mich ordnungsgemäß getaucht hat, stehen wir auf, und er küsst mich.Der gute alte Kamerad Lust zerrt erneut an mir, doch ich schicke ihn nach Hause.Ich und DS Brydon, wir werden es langsam angehen.Weil ich nämlich seine Freundin sein will, kapiert?Sobald wir müde sind – und das ist bei mir ziemlich schnell der Fall –, fahren wir zu mir.Ich koche ihm Spaghetti Bolognese, die wir mit einem außerordentlich billigen Rotwein essen, den ich für solche Gelegenheiten aufgehoben habe.Ich nehme nur einen symbolischen Schluck, während Brydon tapfer die halbe Flasche vernichtet.Nach dem Essen spült Brydon ab.Ich sollte eigentlich abtrocknen oder so, aber stattdessen beobachte ich ihn.In den roten Strähnen in seinem Haar glitzern kleine Salzkristalle.Ich küsse seinen Nacken und frage ihn, ob er noch nach Hause fahren kann.Ich will vernünftig sein.Wir wollen es langsam angehen, und ich will ihm jetzt durch die Blume klarmachen, dass es mir für Sex noch zu früh ist.Was er wohl in den falschen Hals kriegt.»Eigentlich nicht«, sagt er mit übertriebener Geduldsmiene.»Nein.Außer, du stellst mir eine Sondergenehmigung für Autofahren mit erhöhtem Blutalkoholspiegel aus.«Ich starre ihn an.Ist das sein Ernst? Er hatte gerade mal eine halbe Flasche Wein und will nicht die zehn Minuten bis zu sich nach Hause fahren?Einen Augenblick – vielleicht auch zehn Sekunden lang – gerate ich in Panik [ Pobierz całość w formacie PDF ]