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.Er erinnerte sich, dass er der Gouverneur des Planeten Ephren war, dieses Planeten, der fast vollständig von einem Korallenschild bedeckt war, und dass der Scaythe, der neben ihm stand, ein mentaler Inquisitor war.Panische Angst überkam ihn.Er blickte sich um und suchte nach seinen Gedankenhütern.Da standen sie, in ihren weißen und rot gesäumten Kapuzenmänteln.Ihr Anblick beruhigte ihn.Doch plötzlich hatte er großen Hunger und Durst, ungewöhnlich zu dieser Tageszeit.Und er fühlte sich schwer; am liebsten hätte er sofort geschlafen.»Es nützt nichts, länger zu warten, Eure Eminenz«, sagte Xaphox.»Ich erteile Euch die Vollmacht zu handeln.Ihr seid für diese Operation qualifizierter als ich«, entgegnete der Kardinal.Er hatte keine Ahnung mehr, um welche Angelegenheit es sich handelte, aber er wusste, dass er sich absolut auf die Scaythen von Hyponeros – nichtmenschliche Kreaturen, die den Menschen außerordentlich ergeben und sehr effizient waren – verlassen konnte.Außerdem war er müde und wollte ruhen.Von seinen Gedankenhütern und seinem Privatsekretär gefolgt, ging der Kardinal wie ein Schlafwandler zum kreuzianischen Tempel, einem ehemaligen Stadtpalais, das auf dem Hügel aus schwarzem Quarz über dem Hafen der Stadt Koralion stand.»Ein komischer Typ«, murmelte einer der Dompteure.»Der ändert seine Meinung im Handumdrehen.«Nachdem die Ordnungshüter alle neugierigen Müßiggänger nach Hause geschickt hatten, wurden drei Stunden später die Käfige geöffnet.Die Dompteure brauchten lange, um die aufgeregten Tiere zu beruhigen.Es herrschte viel Lärm.Die Schlangenfänger stießen spitze Schreie aus, schlugen wild mit den Flügeln, scharrten mit ihren scharfen Krallen auf dem Boden.Doch dann wurden sie endlich ruhiger.Als wieder Ruhe herrschte, ging der Dompteur zu Xaphox.»Unsere Tiere sind bereit.«»Und worauf warten Sie noch?«»Auf Euer Signal.«Ein Scaythe wie der Großinquisitor konnte nie die Subtilitäten menschlichen Geistes verstehen.Sie entzogen sich seiner Logik.Seinem Verständnis nach benahmen sie sich wankelmütig, eben noch arrogant, so legten sie jetzt eine Unterwürfigkeit an den Tag, wie sie nicht einmal Tieren zu eigen war – obwohl sie sich als die Herren des Universums betrachteten.Beraubte man sie ihrer Macht, waren sie jeder Niedertracht fähig, um ihre Herrschsucht und ihre Besitzgier zu befriedigen.Xaphox konnte die Riesenschlangen im Korallenschild nicht direkt bekämpfen, denn ein Scaythe hatte keinerlei Einfluss auf die Tierwelt.Doch er hatte den Dompteuren von Nouhenneland viel Geld angeboten.Auf diese Weise bediente er sich menschlicher Schwächen, um sie gegeneinander auszuspielen und letztendlich zu vernichten.Jetzt hob er den Arm und senkte ihn mit feierlicher Geste, um seiner Autorität über die Dompteure Ausdruck zu verleihen.Auf dieses Zeichen hin erhoben sich die Drachen mit mächtigem Flügelrauschen und schrillen Schreien.Gelenkt wurden sie von den Gerüchen ihrer Beutetiere, die der Stolze Wind ihnen zutrug.Oniki lag auf ihrer Matratze aus Flechten und schreckte auf, als sie schrille Schreie hörte.Sie hatte nicht geschlafen, wie sie es manchmal nach dem anstrengenden Reinigen der Rohrwerke tat, sondern war so tief in Gedanken versunken gewesen, dass sie jeden Kontakt mit der Wirklichkeit verloren hatte.Die Strahlen der beiden Gestirne Xati Mu und Tau Xir verbreiteten ein diffuses mauvefarbenes Licht in ihrem Nest.Je mehr Zeit verging, umso tiefer fühlte sie sich mit jenem geheimnisvollen Mann verbunden, der damals in ihrer Klosterzelle erschienen war und sie zur Frau und Mutter gemacht hatte.Manchmal spürte sie seine Gegenwart mit so großer Intenistät, dass sie glaubte, seinen Atem auf ihrem Körper zu spüren.Und im tiefsten Inneren wusste sie, dass er sie nicht vergessen hatte, dennoch durchlebte sie oft Phasen heftiger Verzweiflung.Sie richtete sich auf, alle Sinne aufs Äußerste angespannt.Außer den angsterregenden Schreien hörte und spürte sie ein beunruhigendes Beben.Furcht schnürte Oniki das Herz zu.Sie stand auf und warf einen Blick in das Nebenzimmer, wo Tau Phraïm schlief.Es war leer, obwohl sie ihn nicht hatte weggehen hören.Der Korallenschild erbebte immer heftiger, so als würde er gleich in sich zusammenstürzen.Nahezu wahnsinnig vor Sorge schlüpfte Oniki in ihr Kleid und kroch in den engen Gang, der auf das Dach des Schilds führte.Spitze Vorsprünge ritzten ihr die Haut an Armen und Beinen auf, und sie musste mit ungewohnter Vorsicht weiterkriechen, um sich nicht an abgebrochenen Korallenästen aufzuspießen.Oniki ahnte, dass der Aufruhr den Feinden ihres geliebten Prinzen zu verdanken war, diesen Männern mit den weißen Masken und diesen Kreaturen in den Kapuzenmänteln, die die Insel Pzalion besetzt hatten [ Pobierz całość w formacie PDF ]