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.Dieser Sieg stand allerdings keineswegs fest, und zu seinem Schutz brauchte er eine Waffe.Er wagte sich aus der Deckung der Lafette und eilte zur Kajüte der Piratenkönigin.Obwohl er gebückt lief, weil der Rauch am Boden weniger dick war, hatte er schon bald Schwierigkeiten, den Weg zu finden, und musste seine ganzen Fähigkeiten als Ninja aufbieten, um nicht die Orientierung zu verlieren.Plötzlich tauchten zwei Männer aus dem Rauch auf, die sich an der Gurgel gepackt hatten.Jack wich zur Seite aus, während die zwei verbissen miteinander kämpften und sich gegenseitig zu töten versuchten.Dann hüllte der Rauch sie wieder ein und er bekam den Ausgang des Zweikampfs nicht mehr mit.Mit ausgestreckten Händen lief er weiter, bereit, jederzeit einen Angreifer abzuwehren.Seine Finger berührten ein Brett und er tastete sich daran voran, bis er auf eine Tür stieß.In der Nähe schrie ein Mann auf und für einen kurzen Augenblick sah Jack ein blutiges Langschwert aufblitzen.Er schob die Tür auf, schlüpfte hinein und schloss sie wieder, bevor man ihm folgen konnte.Jemand sprang von hinten auf ihn und Hände griffen nach seinem Gesicht.»Ich bin’s, Saru!«, sagte er rasch, vor Schreck noch ganz benommen.Der ebenfalls erschrockene Affe hörte auf zu kreischen und sprang wieder auf seinen Käfig.Ängstlich befingerte er den Schlüssel an seinem Hals, während er den Blick starr auf die Tür gerichtet hielt für den Fall, dass weitere Eindringlinge hereinkamen.Ein guter Wächter, dachte Jack und trat vor das Regal mit den Waffen.Auf dem unteren Brett lag ein Langschwert.Er hob es auf und steckte es in seinen Obi.Draußen hörte er ein Mädchen schreien.Ohne auf seine Sicherheit zu achten, riss er die Tür auf.»Li Ling?«, brüllte er über den Kampflärm und das Stöhnen der Sterbenden.»Hilf mir, Jack!«Er rannte in die Richtung ihrer Stimme.Sie stand zwischen zwei Kanonen in der Falle.Wegen eines tiefen Schnitts auf ihrem Arm hatte sie ihre Waffe fallen lassen müssen, und ein Samurai, der doppelt so groß war wie sie, holte gerade mit seinem Schwert zu einem tödlichen Streich aus.Li Ling duckte sich hinter den Lauf einer Kanone und die stählerne Klinge traf klirrend auf die eiserne Mündung.Der Samurai holte erneut aus, doch diesmal war Jack zur Stelle.Er wehrte den Angriff mit seinem Langschwert ab und warf den Mann mit einem Seitwärtstritt über die Kanone.Der Samurai fiel kopfüber auf der anderen Seite hinunter, prallte gegen einen Stapel Kanonenkugeln und blieb bewusstlos liegen.»Hier lang!«, rief Jack, fasste Li Ling an der Hand und zog sie zu Tatsumakis Kajüte.Doch sie hatten noch keine zwei Schritte gemacht, da tauchte vor ihnen aus dem Rauch ein in eine Kapuze gehülltes Gesicht auf.Drachenauge.54Eiserne StachelnBeim Anblick der geisterhaften Erscheinung blieb Jack wie angewurzelt stehen.Seine Glieder verweigerten den Dienst.Der Ninja kam näher.Von der Klinge seines Schwerts Schwarze Wolke tropfte rot das Blut.Erst als Jack spürte, wie Li Ling ihn am Ärmel zur Seite zerrte, brach der Bann.Blindlings flohen sie durch den Rauch, vorbei an blutigen Handgemengen, stießen gegen Balken und Kanonen.Wegen des Rauchs und des allgemeinen Chaos’ konnte man Freund und Feind nur schwer unterscheiden.Hinter den dicken Schwaden tauchten immer wieder die Schatten von Kämpfenden auf, und jeder Schatten konnte Drachenauge sein.Jack stolperte über eine Leiche und musste Li Ling loslassen.Eine Piratin, die mit einem Samurai rang, stieß mit ihm zusammen.Sie taumelten alle drei über das Deck und Li Ling verschwand im Rauch.Vor Jacks Augen blitzte ein Messer auf und bohrte sich in die Kehle des Samurai.Die von Mordlust gepackte Piratin wandte sich Jack zu und wollte auch ihn töten.Im letzten Moment erkannte sie ihn und ließ davon ab.Plötzlich quollen ihre Augen hervor und sie brach auf dem Deck zusammen.Ein Schwerthieb hatte sie von der Schulter bis zur Hüfte aufgeschlitzt.Die Klinge der Schwarzen Wolke blitzte auf, hinter ihr die unheilvoll schwarze Silhouette des Ninja.Jack floh erneut und hoffte, Drachenauge im Rauch abschütteln zu können.Doch wohin er sich auch wandte, von überall her schien ihm der Ninja entgegenzutreten.Geduckt schlüpfte Jack zwischen den Kanonen hindurch und schlug einen Haken auf die andere Seite des Schiffs.Für einen kurzen Moment verzog sich der Rauch und er sah den Himmel.Durch eine explodierte Luke über ihm konnte er nach draußen klettern.Er stieg die Treppe hinauf und gelangte auf das Dach der Koketsu.Hustend und mit tränenden Augen hatte er kaum Zeit, das Gemetzel der Seeschlacht wahrzunehmen, die um ihn tobte, da stürzte sich schon ein Samurai mit einem Schwert auf ihn.Sausend fuhr die Klinge nieder, Jack konnte den Angriff gerade noch mit seinem Langschwert abwehren.Der Samurai schlug erneut zu.Diesmal parierte Jack den Angriff mit einem Herbstblattschlag.Er konnte ihn in der Eile nicht sorgfältig ausführen, doch reichte es, den Angreifer zu entwaffnen.Klappernd fiel dessen Schwert auf die eisernen Platten.In seiner Verzweiflung stürzte der entwaffnete Samurai sich mit bloßen Händen auf Jack.Sie fielen beide nach hinten um.Der Aufprall war heftig, Jack bekam keine Luft mehr und sein Schwert rutschte ihm aus der Hand.Er lag unter dem Samurai und spürte, wie der Mann ihm die Finger um den Hals legte.Mit aller Kraft versuchte er sich zu befreien.Mit dem Unterarm stieß er gegen die Innenseite des linken Ellenbogens seines Gegners, mit der anderen Hand versetzte er ihm einen Kinnhaken.Der doppelte Angriff brachte den anderen aus dem Gleichgewicht und er fiel zur Seite.Sofort warf Jack sich auf ihn.Der Samurai erschlaffte und wehrte sich nicht mehr.Erst als Blut in kleinen Rinnsalen das geschwungene Dach hinunterrann, begriff Jack, was geschehen war.Er selbst hatte das Glück gehabt, auf dem Steg zu landen, der Samurai dagegen war auf die Stacheln gerollt und aufgespießt worden.Vorsichtig stand Jack auf und entfernte sich von dem Mann, dessen Gesicht zu einer schmerzerfüllten Maske erstarrt war.Er hob sein Schwert auf und überlegte gerade, was er als Nächstes tun sollte, da stieg Drachenauge aus der Luke.»Zwing mich nicht, dich zu töten, Gaijin.Ergib dich!«Als Antwort hob Jack sein Schwert.»Wie du willst«, fauchte der Ninja und hob Schwarze Wolke.Jack packte sein Schwert fester und machte sich auf einen Kampf um Leben und Tod gefasst.Auch bei ihrer letzten Begegnung war es zu einer furchtbaren Auseinandersetzung gekommen.Jack hatte seinen ganzen Mut, seine ganze Kraft und die Technik der beiden Himmel aufbieten müssen, doch um Drachenauge zu besiegen hatte er außerdem noch seine Freunde Akiko und Yamato gebraucht [ Pobierz całość w formacie PDF ]