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.Ich bedauere es umso mehr, da mir klar ist, dass man manche versäumte Dinge nicht nachholen kann.«Diamant warf ihm einen kurzen Blick zu.»Ich hatte Jonathan um Hilfe bitten wollen«, fuhr Valdorian fort.»Ich bin einfach davon ausgegangen, dass er zur Stelle sein würde, so wie er immer zur Stelle war, wenn ich ihn brauchte.Aber dies ist der sechste Juli 301 SN.Jonathan ist noch nicht einmal geboren.Seltsam.«»Was ist seltsam?«»Für wie selbstverständlich wir viele Dinge halten.Wir gehen einfach davon aus, dass sie da sind, ohne über sie nachzudenken.Und wenn etwas nicht mehr da ist … Dann ist es zu spät.«»Zu spät wofür?«»Zu spät, um mehr über sie herauszufinden, sie zu schätzen und zu achten.Wieso ist man immer erst hinterher klüger? Warum müssen wir durch Fehler lernen, durch unangenehme, schmerzhafte Fehler? Wieso können nicht auch Erfahrungen in unseren Genen gespeichert sein?«»Das sind sie.«»Ich meine …«»Ich weiß, was Sie meinen.Erinnern Sie sich an unsere Gespräche über die Einbahnstraßen des Lebens?«»Ja.«»Das Leben zwingt uns manchmal, schwere Entscheidungen zu treffen, und anschließend gibt es kein Zurück.«Valdorian atmete tief durch.»Für mich gab es ein Zurück.Ich habe ein langes Leben gelebt und alle Fehler gemacht, die man nur machen kann.Aber ich habe ein zweites Leben bekommen, und damit die Chance, jene Fehler nicht zu wiederholen.« Tief, tief in seinem Inneren knurrte leise ein Geschöpf, das er fast vergessen hatte: die dunkle Kreatur, angekettet in einem Verlies hinter dicken geistigen Mauern.»Und der Preis für dieses zweite Leben ist ein Zeitkrieg, den die Temporalen gewinnen, und anschließend der Kollaps des Universums.Meinen Sie nicht, dass ein solcher Preis ein bisschen zu hoch ist?«Diamants Stimme blieb sanft bei diesen Worten, aber in seiner Erinnerung hörte Valdorian die zynische Bitterkeit der anderen Diamant, die ihn für alles verantwortlich gemacht hatte.Er beschloss, das Thema zu wechseln.»Wonach suchen wir?«»Nach Temporalen.Wenn der Manipulationspunkt in der Nähe ist, und wenn die Manipulation bald erfolgt, sind bestimmt welche hier, natürlich getarnt.Ich kann sie mit meiner Gabe erkennen.«»Und wenn Sie welche entdecken?«»Dann folgen wir ihnen, in der Hoffnung, dass sie uns zum Ort der Manipulation führen.«»Wir wissen nicht einmal, wann die Manipulation erfolgt! Und wir können nicht pausenlos unterwegs sein.Sie sind erschöpft.Wir sind beide müde.Irgendwann müssen wir schlafen.Und wenn die Temporalen genau dann aktiv werden …« Valdorian schüttelte den Kopf.»KiTamarani hat davon gesprochen, dass sich ein großer Kreis schließt.Sie meinte, mit uns beiden hätte alles begonnen – und vielleicht könnten wir beide auch alles zu einem Ende bringen.Was kann in Bezug auf uns in dieser Zeit so wichtig gewesen sein? Auf welche Weise sind wir manipuliert worden, sodass es zu einem zweiten Zeitkrieg kommen konnte? Woraus bestand die Manipulation? Und wie hätten sich die Ereignisse normalerweise entwickelt, ohne eine Beeinflussung durch die Temporalen?«Diamant versteifte sich plötzlich.»Da ist einer«, sagte sie und sprach leiser, als könne sie außerhalb des Levitatorwagens jemand hören.Valdorian sah nach draußen und stellte fest, dass sie sich in der Nähe der Sakralen Pagode von Bellavista befanden.Passanten gingen am Eingang vorbei.Andere Personen standen im Schein glühender Kugeln und sprachen miteinander.Alles deutete auf eine entspannte Atmosphäre hin.»Wo?«, fragte er.Diamant hielt den Wagen neben der Fassade eines Verwaltungsgebäudes an, in einer Höhe von etwa zehn Metern.Der Levitator summte leise, und hinzu kam das dumpfe Brummen der Stabilisatoren, die den Wagen an Ort und Stelle hielten, ungeachtet der Luftbewegungen.»Das Paar neben der dritten Kugel.« Diamant deutete in die entsprechende Richtung, und Valdorian erinnerte sich daran, dass die Fenster des Wagens wieder polarisiert waren.»An der Ecke, von der aus man sowohl die Pagode sehen als auch die Straße überblicken kann … Die Frau ist ein getarnter Temporaler.Zweifellos ein Wächter.«Valdorian sah: eine Brünette, nicht älter als vierzig, elegant, aber nicht zu auffällig.Sie schmunzelte immer wieder, als sie mit einem etwas älteren Mann sprach.Ihre ganze Aufmerksamkeit schien ihm zu gelten; nicht einmal blickte sie zur Seite.»Und der Mann?«»Er ist das, was er zu sein scheint.«»Aber merkt er nicht …«»Nein.« Diesmal klang Diamants Stimme fast gepresst; ihre Anspannung wuchs.»Die Tarnung der Temporalen ist perfekt, solange sie niemandem begegnen, der über besondere Fähigkeiten verfügt, so wie ich.Der Mann würde nicht einmal in den intimsten Momenten merken, dass er es mit einem fremden Wesen zu tun hat.«Valdorian beobachtete das Paar eine Zeit lang.»Wie gut ist unsere Tarnung? Könnten die Temporalen erkennen, dass wir aus einer anderen Zeit kommen?«»Ja«, sagte Diamant und bestätigte damit seine Befürchtungen.»Wir verursachen geringfügige Störungen in der Raum-Zeit.General Lukas nannte sie einmal ›temporale Interferenzen‹.Deshalb dürfen wir nicht zu nahe heran, falls der Gegner über entsprechende Sensoren verfügt.Und die hat er hier ganz gewiss.«Valdorian sah wieder zu dem Paar.»Was machen wir jetzt?«Diamant zögerte.»Wir warten.Irgendwann wird der Wächter abgelöst.Oder vielleicht erscheinen andere Temporale.«»Und dann?«»Wir folgen ihnen unauffällig und versuchen herauszufinden, auf welchen Ort sich ihre Aufmerksamkeit konzentriert.Vielleicht erfahren wir dadurch, wo die Manipulation erfolgen soll.«»Das klingt nicht sehr viel versprechend«, sagte Valdorian skeptisch.»Haben Sie eine bessere Idee?«Er überlegte.»Wenn der Wächter dort allein ist … Wir könnten ihn uns schnappen.Wir fliegen nahe an ihn heran, überwältigen den Temporalen und setzen uns mit ihm ab [ Pobierz całość w formacie PDF ]