[ Pobierz całość w formacie PDF ]
.Auf diese Weise, so nahm man an, würden sie, selbst während sie aßen und schliefen, ja während jedes Atemzuges bei ihren Studien sein, und nichts würde ihnen begegnen, was nicht dem Zwecke des Lernens diente.Die Aufgabe, sich mit der Welt zu befassen und dafür zu sorgen, dass die Studenten zu essen und zu trinken hatten, dass sie Schuhe und Kleidung bekamen, fiel dem Haushofmeister und dessen Untergebenen, so wie mir, zu.Es gab fünf Menschen, die hier angestellt waren: den Küchenmeister Goodman Whitby und seine Frau Maude, die kochte, ihren jungen Sohn George, der die Quartiere der Studenten putzte, eine Wäscherin, die einmal in der Woche kam, sowie meine Wenigkeit, das Küchenmädchen.So unbemerkt wie Ameisen gingen wir tagtäglich unserer Arbeit hier nach.Präsident Chauncy nahm einen Schluck von dem Leichtbier, das ich ihm hingestellt hatte, und tupfte sich die Lippen mit einem zerknitterten Taschentuch ab, wobei er unverwandt auf Caleb schaute.Caleb erwiderte seinen Blick, sehr aufrecht in seinem Stuhl sitzend.Er war in der schlichten, nüchternen Art gekleidet, die einem Studenten geziemt.Seinen Kragen hatte ich eigenhändig genäht, wobei ich mir besonders viel Mühe gegeben hatte.Ich hatte ihn mit einer schmalen Schmuckkante aus Lochstickerei versehen, ihn gestärkt und aufs Sorgfältigste gebügelt.Das reine Weiß hob sich schön von Calebs tiefschwarz glänzendem, kurz geschorenem Haar ab.In dem einen Jahr seit unserer Überfahrt war eine deutliche Veränderung in ihm vorgegangen.Er war immer schon hager gewesen, doch auf die muskulöse Art eines Mannes, der sich viel an der frischen Luft bewegt.Mittlerweile jedoch wirkte mein indianischer Freund dürr, regelrecht abgemagert durch eine mangelhafte Ernährung und ein Leben am Schreibtisch.Irgendwie schien er seinen großgewachsenen Körper nicht mehr so recht auszufüllen, und die Haut, die ein wenig blasser geworden war, als es für ihn natürlich schien, hatte ihren früheren Glanz verloren.Doch er hatte auch etwas gewonnen.Ich betrachtete ihn, wie er da saß, und versuchte herauszufinden, was es war.Mehr denn je schien Caleb von einer starken Disziplin, einer strengen Selbstkontrolle geprägt.Hingegen wirkte seine körperliche Kraft etwas gedämpft, vielleicht weil er sie gänzlich in den Dienst seines Willens und seiner Zielstrebigkeit gestellt hatte, die in ihm brannten wie eine leuchtende, helle Flamme.Caleb wollte unbedingt Erfolg haben hier, an diesem kalten und fremden Ort, ganz gleich, was es ihn kostete.Seine dunklen, goldbraunen Augen begegneten dem Blick des Präsidenten ohne Scheu.»Dein Alter?«»Ich zähle sechzehn Lenze.«Chauncy legte eine Hand an seine Stirn, als hätte ein plötzlicher Schmerz ihn getroffen wie ein Dolch.Er schüttelte sein silbergraues Haupt und zog die Stirn in Falten.»Nein, nein, nein.Du hättest schon längst Abstand von derlei barbarischen Ausdrücken nehmen sollen.Du bist sechzehn Jahre alt.So sagt man das.« Er wandte sich seinem Schreiber zu und murmelte kaum hörbar: »Der primitiven Sprache nach ist er immer noch ein Wilder, dabei wollte mir Corlett weismachen, er sei für das hohe Studium der Klassiker geeignet …« Er gab einen tiefen Seufzer von sich, der zu einem Gähnen wurde, wobei er sich gar nicht die Mühe machte, das zu verbergen.Er blätterte in den Unterlagen, die auf seinem Schreibtisch lagen, und zog schließlich ein Blatt hervor, das er nur kurz anschaute und dann Caleb reichte.»Hier ist eine Seite mit englischen Sätzen.Übersetze sie mir ins Lateinische … suo ut aiunt marte.«Caleb schob sein Wörterbuch auf dem Tisch zur Seite, wie ihn der Präsident angewiesen hatte.Chauncy hob eine Augenbraue, als überraschte es ihn, dass Caleb selbst diesen kleinen lateinischen Nachsatz verstanden hatte.Ich sah, wie Calebs Miene sich aufhellte, als er die Seite überflog, die Chauncy ihm gegeben hatte.Dann beugte er den Kopf, und seine Hand flog zügig über das Pergament.Ich stellte mich auf Zehenspitzen, um zu erkennen, wie er schrieb.Er hatte mittlerweile eine schöne Handschrift, elegant und selbst für jemanden wie mich, die ich bei den meisten Männerhandschriften zu kämpfen hatte, lesbar.Schon kurz darauf sah ich den Grund für sein Lächeln, denn die Passagen stammten aus einem Text, den er sehr gut kannte: Caesars Überschreitung des Rheins.Es war eine Passage, die er mit Vater gründlich studiert hatte, und zwar vor langer Zeit.Caleb reichte dem Präsidenten die vollgeschriebene Seite.Chauncy schürzte die Lippen und schob das Blatt seinem Schreiber zu.»Er hat eine gute Schrift – das muss man ihm lassen.« Dann hielt er sich das Examenspapier dicht vor die Augen und begann sich die Zeilen durchzulesen.Seine Mundwinkel fielen ein wenig herab, während er mit den Augen die Seite überflog.»Ich sehe nur einen Fehler – hier.« Er zeigte mit dem Finger auf ein falsch konjugiertes Verb und kritzelte eine Korrektur.»Sehr überraschend.Sehr unerwartet … Mein Kollege Corlett hatte es bereits angedeutet, aber ich hielt es für Wunschdenken und eine Täuschung.« Der Schreiber nickte zustimmend.Chauncy sah Caleb forschend an.»Sei so gut und nenne mir die Endungen des Futurs in den verschiedenen Konjugationen.«Caleb antwortete ohne Zögern.Daraufhin unterzog ihn Chauncy einer Befragung auf Latein, die für mich größtenteils zu schnell vonstatten ging, da ich mittlerweile ziemlich ungeübt war.Einmal musste Chauncy eine Frage wiederholen, und gelegentlich hob er eine Hand, um Caleb zu unterbrechen und einen Fehler zu korrigieren, doch dann führte er die Befragung fort.Das Gespräch war noch im Gange, als sich Chauncy in seinem Stuhl vorbeugte und den Schwierigkeitsgrad seiner Fragen erhöhte.»Also«, sagte Chauncy und kehrte endlich wieder zum Englischen zurück.»Mir scheint, dein Latein steht auf festem Boden.Du bist auch auf bestem Wege zu einer korrekten Aussprache.Hier an diesem College gehen wir allerdings weiter [ Pobierz całość w formacie PDF ]