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.Es ist kein sehr guter Pelz, im Vertrauen gesagt, nur eine Nerzimitation, aber ich hatte ihn schon, bevor ich Frank kennenlernte, und daher durfte ich ihn behalten.«»Nur den Mantel?« fragte ich ungläubig.»Und was ich darunter trage.Dann hat er mich rausgeschmissen.«Ihr Glas war wieder leer, und sie ließ es, als sie aufstand, auf den Teppich fallen.Ich beobachtete sie, während sie langsam den Mantel aufknöpfte und schließlich auszog.Darunter trug sie nur einen BH und ein spitzenbesetztes Höschen.Auf der Schulter hatte sie eine häßliche Wunde.»Er wär doch fair, nicht wahr, Danny?« fragte sie mit kläglicher Stimme.»Streng genommen, sagte er, gehöre mir nicht einmal diese Wäsche, aber er wollte nicht, daß ich mich erkälte.«»Das ist doch nicht etwa nur gut erfunden?« erkundigte ich mich vorsichtig.»Er hat Sie tatsächlich mitten in der Nacht in der Unterwäsche und mit einem Pelz aus der Wohnung geworfen?«»Sie sind ein bißchen schwer von Begriff, Mr.Boyd«, versuchte sie zu spötteln.»Ich habe Ihnen doch gesagt, was passiert ist.Anschließend bin ich eine Zeitlang rumgelaufen, weil ich einfach nicht wußte, wohin.Kein Hotel hätte mich ohne Geld und Gepäck aufgenommen, so daß mir letztlich keine andere Wahl blieb, als im Central Park zu übernachten oder mich Ihrer Gnade auszuliefern.«»Und ich schien Ihnen im Vergleich zu einer durchfrorenen Nacht im Gebüsch doch das geringere Übel zu sein?«»Ja«, erwiderte sie schlicht.»Damit wir uns recht verstehen, ich bitte nicht um Barmherzigkeit.Sie sagten mir, daß ich jederzeit willkommen sei, nicht wahr? Ich bin bereit, den üblichen Preis einer Frau zu zahlen — und Ihnen außerdem morgen das Frühstück zu bereiten.Ist das nicht ein faires Angebot?«»Ich würde sogar sagen, ein sehr großzügiges«, erwiderte ich, »aber vielleicht ein bißchen zu kaltschnäuzig.Warum ziehen Sie Ihren Pelz nicht wieder an und ruhen sich aus, während ich Ihnen einen Drink oder einen Kaffee mache?«Ihre Unterlippe zitterte bedenklich.»Wollen.wollen Sie mich nicht?«Ich musterte sie ganz bewußt: die zarte Schönheit ihres ovalen Gesichts mit den hohen Backenknochen und dem vollen roten Mund, die geschmeidige Anmut ihres Körpers, die Vollkommenheit der kleinen, hohen Brüste und die sanfte Rundung der Hüften unter der dünnen weißen Seide.»Kindchen, ich will Sie so sehr, daß es fast wehtut«, sagte ich mit belegter Stimme.»Aber dies Bett-und-Frühstück-Gerede irritiert mich.Sie können sowohl ein Bett als auch das Frühstück umsonst haben.Das Schlafzimmer befindet sich dort drüben.Ich schlafe in diesem Fall lieber auf der Couch.«Marie starrte mich mit weit aufgerissenen Augen an.Dann tat sie einen stolpernden Schritt vorwärts und fiel in meine Arme.Während ich sie an mich drückte, spürte ich unter den Fingerspitzen die weiche Makellosigkeit ihrer Haut.Sie vergrub das Gesicht an meiner Schulter und krallte die Fingernägel in meine Brust.»Hab mich lieb, Danny!« flüsterte sie.»Ganz ohne Tauschgeschäfte.Hab mich lieb, weil ich dich darum bitte und weil ich Liebe brauche.«Ihr Körper preßte sich mit immer drängenderer Heftigkeit an mich.Über ihre Schulter hinweg sah ich etwas unscharf das unregelmäßige Muster der Blutspuren auf dem weißen Teppich, das mich mit stummem Vorwurf anzublicken schien.7Ich rief um halb zehn im Büro an, und Frans kühle Stimme meldete sich sofort.»Ich möchte, daß du gleich in meine Wohnung kommst und ein paar Kleidungsstücke mitbringst«, erklärte ich ihr.»Wie nett«, erwiderte sie interessiert.»Veranstaltest du wieder eines deiner Kostümfeste, Danny-Boy?«»Ich meine es ernst«, knurrte ich.»Es dauert zu lange, dir die ganze Geschichte am Telefon zu erklären, abgesehen davon glaubst du sie doch nicht.Aber hier sitzt ein Mädchen, das ein paar Kleidungsstücke braucht.Alles, was sie im Augenblick anhat, ist die notwendigste Unterwäsche und ein Pelzmantel.«»Es wäre wohl naiv zu fragen, wie sie zu diesem Pelz gekommen ist«, schnurrte Fran sanft.»Nerz?«»Sie braucht ein Kleid, Strümpfe — du weißt schon, was sie braucht«, sagte ich mordlüstern.»Und hör auf zu denken — es stimmt doch nicht.«»Ich habe nicht gedacht«, erwiderte sie demütig.»Welche Größe hat die Dame denn? Du mußt ja mittlerweile Experte sein.«»Irgend etwas von dir wird ihr schon passen«, bellte ich.»Und mach schnell, ja?«»Natürlich, Boss«, sagte Fran dienstbeflissen.»Ich bin schon schrecklich neugierig.«Ich legte auf und sah in Maries lachendes Gesicht.»Hast du Ärger?« erkundigte sie sich unschuldsvoll.»Keinen, der sich nicht überwinden läßt, denke ich.«Marie saß in meinem seidenen Morgenrock am Frühstückstisch und sah ungemein reizend aus.Sie schenkte mir den Kaffee ein, und der appetitliche Duft von knusprig gebratenem Speck durchzog die Luft.Es war die reinste Familienidylle.Nichtsdestotrotz genoß ich die Situation.Die Frühstücksstunde ist der beste Teil der Ehe, und man weiß, daß sie nie langweilig werden kann [ Pobierz całość w formacie PDF ]