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.Befolgen ihre Befehle wie die Lämmer.«»Hoffentlich bleibt das auch so«, meinte Khalidah.Ihr blieb keine Zeit, mehr zu sagen, denn die umara gaben das Zeichen zum Aufbruch.Der Sultan und sein Neffe hatten beschlossen, weiter auf das Lager der Franken vorzurücken und einmal mehr zu versuchen, sie herauszulocken.Obwohl ein erfahrener Befehlshaber unter allen Umständen in Saffuriyya bleiben würde, war Guy so unsicher und wankelmütig, dass er sich vielleicht vom Anblick der feindlichen Armee kurz vor seinem Lager zu einer Dummheit verleiten lassen würde.Also setzten sie ihren Weg fort - noch langsamer als zuvor und immer auf der Hut vor einem plötzlichen Angriff.Aber trotz Abi Guls Wachsamkeit war es die halb blinde Sandara, die Alarm schlug.»Dort«, raunte sie Khalidah zu, dabei deutete sie mit dem Kinn zu dem Olivenhain zu ihrer Rechten hinüber, in dem sich etwas bewegte.Khalidah erhaschte einen Blick auf etwas Weißes, Flatterndes - so flüchtig und so schnell wieder verschwunden, dass es sich auch um einen Vogel gehandelt haben konnte, doch ihr Instinkt sagte ihr etwas anderes.Sie hatte darauf bestanden, dass die Dschinn in ihrer Sichtweite blieben, und jetzt war sie für diese Vorsichtsmaßnahme dankbar.Es bedurfte nur eines stummen Befehls, und die Dschinn teilten sich in zwei Gruppen, die Saladin umringten.Auf dem Gesicht des Sultans spiegelte sich Zorn ob dieser Eigenmächtigkeit wider, der kurz in Verwirrung umschlug, als ein Pfeil an seinem rechten Ohr vorbeischwirrte.Dann wurde ihm klar, was hier vor sich ging, und seine Miene drückte grimmige Entschlossenheit aus.Als er sich umdrehte, um seinen Mamluken einige Befehle zuzubellen, stürmte eine kleine Schar Ritter zwischen den Bäumen hervor.Die noch immer auf die Muslime niederprasselnden Pfeile legten den Schluss nah, dass sich im Wald überdies Bogenschützen versteckt hielten.Die Ritter waren bereits in Zweikämpfe mit den Leibwächtern des Sultans verstrickt, die inzwischen einen dichten Ring um ihn gebildet hatten.Ein kurzer Blick verriet Khalidah, dass das Kampfgeschick der Franken ebenso eingerostet schien wie ihre Waffen; die Männer des Sultans würden sie ohne große Mühe in die Flucht schlagen können.Doch die Bogenschützen bereiteten ihr Sorgen, sie zielten entschieden zu gut.Sie zog einen Pfeil aus der Rüstung des Mannes neben ihr und inspizierte ihn.Der Schaft war glatt, die Befiederung bestand aus sauber zurechtgeschnittenen Fasanenfedern, die Spitze aus geschmiedetem Eisen.Sie warf den Pfeil fort, musterte die Dschinn und stellte fest, dass sie zu demselben Schluss gekommen waren wie sie.Augenblicklich ließen sie von dem ab, was sie gerade taten, schlossen sich wieder zu zwei Gruppen zusammen und verschwanden zu beiden Seiten des Pfades im Wald.Khalidah fing einen Blick des Sultans auf.Saladin funkelte sie aus dem Kreis seiner Mamluken heraus finster an.Zweifellos glaubte er, dass sie desertieren wollten - oder Schlimmeres.Khalidah seufzte, wandte sich wieder zu den Bäumen und verbannte ihn vorübergehend aus ihren Gedanken.Im Wald schwärmten die Dschinn aus, hielten aber Blickkontakt mit mindestens einem ihrer Kameraden.Der jetzt von Pausen unterbrochene Pfeilbeschuss verriet Khalidah, dass die fränkischen Bogenschützen sie bemerkt hatten und ahnten, was sie vorhatten, aber jetzt wusste sie auch, wo sie sie zu suchen hatte.Sie griff nach ihrem Bogen für kurze Reichweiten und legte einen Pfeil an die Sehne.Zahirahs Zügel hatte sie vor sich verknotet und lenkte die Stute nur mittels Schenkeldruck.Zahirah hatte sich in der Ausbildung sehr gelehrig gezeigt und schien Khalidahs nächstes Kommando schon zu ahnen, bevor es erfolgte.Nach kurzer Zeit entdeckte sie den Mann, der auf sie geschossen hatte; er kehrte ihr jetzt den Rücken zu, um den bedrängten Rittern zu Hilfe zu kommen.Er war nur leicht bewaffnet und so gekleidet, dass er mit dem Wald zu verschmelzen schien.Khalidah hob den Bogen, und Zahirah, die die Bewegung und deren Bedeutung ahnte, erstarrte und gab keinen Laut von sich.Der Pfeil traf den Mann genau in den Nacken, er kippte langsam vorneüber und regte sich nicht mehr.Khalidah trieb Zahirah auf ihn zu.Plötzlich spürte sie, wie ein Pfeil in den Rückenteil ihrer Rüstung einschlug, und kurz darauf bohrte sich ein zweiter in das Leder und ritzte ihre Haut.Sie wirbelte herum, als der Schütze gerade den nächsten Pfeil auf sie abfeuerte.Khalidah duckte sich wie eine Katze, lenkte Zahirah zur Seite, legte einen scherenköpfigen Pfeil an und zielte auf den rechten Arm des Gegners.Das messerscharfe Geschoss durchdrang seine abgewetzte Lederrüstung und fraß sich tief in den Unterarm.Er sank auf die Knie und presste den verletzten Arm gegen die Brust.Khalidah trieb ihre Stute vorwärts, umklammerte den Bogen mit der linken Hand und schwang mit der rechten ihr Schwert.Der Bogenschütze blickte voller Entsetzen zu ihr auf, doch ihm blieb noch nicht einmal mehr die Zeit, einen Schrei auszustoßen, bevor die Klinge seinen Kopf vom Rumpf trennte.Blut spritzte auf Khalidahs Gewand, als der Rumpf zur Seite kippte.Erst jetzt fielen ihr der lange schwarze Bart, die dunkle Hautfarbe und die Form des Helms über den glasigen Augen auf.Der Mann war ein Muslim gewesen - aufgrund seines Geschickes im Umgang mit Pfeil und Bogen vermutlich ein Türke.Khalidah ritt zu dem ersten Gegner zurück, den sie niedergestreckt hatte, und überzeugte sich davon, dass es sich bei ihm gleichfalls um einen Einheimischen gehandelt haben musste.Irgendwie verursachte ihr die Vorstellung von Muslimen, die den Franken ihre schmutzige Arbeit abnahmen, größere Übelkeit als der grässliche Tod, den ihre Opfer erlitten hatten.Danach war alles rasch vorbei.Khalidah gesellte sich wieder zu Sandara, die ihr berichtete, dass die Bogenschützen, die sie getötet hatte, gleichfalls turcopoles gewesen waren, deren Geschick sie im Nahkampf im Stich gelassen hatte.Zusammen mit den anderen Dschinn bildeten sie eine Kette und durchkämmten den Olivenhain, und Khalidahs Vermutung bestätigte sich: alle muslimischen Söldner waren tot.Daraufhin zogen sie sich zurück und stießen gerade noch rechtzeitig wieder zu dem Trupp des Sultans, um zu sehen, wie die Mamluken den letzten flüchtenden Ritter niedermetzelten.Khalidah ritt direkt auf den Sultan zu, der seiner Leibgarde bedeutete, sie durchzulassen [ Pobierz całość w formacie PDF ]