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.»Und … der Graf?«Amara spürte, wie sie noch entrückter wurde.Sie vermutete, dass das der einzige Grund dafür war, dass sie nicht hysterisch weinte.»Ich weiß es nicht.Er gehörte zu Rivas Kommandostab.Er war nicht da.«Ehren nickte.»Er … scheint kein Mann zu sein, der drinnen bleibt, wenn so etwas passiert.«»Nein.Das ist er nicht.«»Wenn ich raten müsste«, sagte Ehren zögernd, »dann würde ich sagen, dass er wahrscheinlich bei der Evakuierung geholfen hat.Und dass du ihn sehen wirst, sobald er jeden aus der Stadt gebracht hat, bei dem er es bewerkstelligen kann.«»Das würde durchaus zu ihm passen«, pflichtete Amara ihm bei.Sie trank einen großen Schluck aus einer Wasserflasche, von der sie ganz vergessen hatte, dass sie sie in der Hand hielt.Dann reichte sie sie Ehren zurück.»Danke.«»Das ist doch selbstverständlich«, sagte er.»Wohin gehst du jetzt?«»Ich soll mich an einer Luftpatrouille über dem Flüchtlingstreck beteiligen«, sagte Amara.»Fürst Attis glaubt, dass die Lufttruppen weiter hinten über der Dammstraße in Stellung gegangen sind, um uns anzugreifen.« Sie hielt inne und fragte dann: »Und du?«»Ich führe die Nahrungsmittel und anderen Vorräte des Trecks zusammen«, sagte Ehren und verzog das Gesicht, »was blankem Diebstahl sehr nahekommt – besonders für all die, denen auf meinen Befehl das Essen weggenommen wird.«»Wir haben keine Wahl«, sagte Amara.»Ohne Rationierung hätten die meisten dieser Leute nicht die Kraft, Calderon zu erreichen.«»Ich weiß«, sagte Ehren, »aber das macht es auch nicht erfreulicher.« Sie wurden beide still und sahen zu, wie die Flüchtlinge vorbeischlurften.»Bei den Krähen.« Er seufzte.»Es ist kaum zu glauben, dass es noch schlimmer hätte kommen können.Eines muss man dem Princeps lassen, er kann schnell reagieren.«Amara spürte, wie sich tief unter der Betäubung ein Gedanke regte.Sie runzelte die Stirn.»Ja«, sagte sie, »die Anwesenheit der Hohen Fürsten in der Stadt war das Entscheidende …« Sie sog scharf die Luft ein, als der Gedanke sich in ihrem Kopf kristallisierte.»Ritter Ehren.Die Vord werden sie angreifen.«»Ich wünsche ihnen viel Glück«, prustete Ehren.»Die Hohen Fürsten sind mehr als in der Lage, einem Angriff von jedem der Vord zu begegnen, die wir in dieser Schlacht gesehen haben.«»Was ist mit einem Angriff anderer Cives?«, fragte Amara.»Wie derer, die Fürstin Isana entführt haben?«Ehrens Mund öffnete sich leicht.»Aha«, sagte er.»Oje.«Amara wirbelte auf dem Absatz herum, sprang in die Luft und ließ sich von Cirrus hochheben.Sie nahm Fahrt auf und sauste alsbald wie ein Pfeil auf die brennende Stadt zu.Amara flog hinauf zur Zitadelle des Hohen Fürsten, dem höchsten der vielen Türme in der großen Stadt.Mehrfach musste sie Säulen aus dichtem schwarzen Rauch umgehen.Die Luft war wildbewegt, da sich die Brände unten immer weiter ausbreiteten.Südlich der Stadt konnte sie die Schlacht toben hören.Trommeln dröhnten und hämmerten Nachrichten.Hörner schmetterten.Das laute, dumpfe Knallen der traditionelleren Feuerkugeln donnerte durch die Luft, so dass die Druckwellen in unregelmäßigen Abständen auf Amaras Brust trafen.Obwohl die Schreie der verwundeten Legionares sie nicht erreichten, trug das Kreischen der sterbenden Vord weit, doch der Abstand nahm den schrillen Lauten die stahlharte Bedrohlichkeit.Sie klangen eher wie ein riesiger Vogelschwarm aus einiger Entfernung.Aber Amara war nicht weit genug entfernt, um dem Schmerz und dem Entsetzen der Nacht zu entkommen.Menschliche Rufe, Geschrei und Gebrüll tönten aus der Stadt herauf – die Männer der Civeslegion, die versuchten, diejenigen zu retten, die von Bränden eingeschlossen, verwundet oder dem Tode nah waren.Sie sah mehrere Vord, als sie über Riva hinwegflog, Einzelkämpfer, die im Durcheinander der Nacht irgendwie in die Stadt eingedrungen waren und schlanker und schneller wirkten als diejenigen, die die Front angriffen.Trupps aus drei bis vier bewaffneten Männern, vermutlich Ritter Ferrum, schienen ihrerseits die Vord zu jagen und pirschten durch das brennende, von Panik erfüllte Labyrinth der sterbenden Straßen von Riva.Ritter Aeris und flugfähige Cives waren überall über der Stadt und zogen Zivilisten, die in der Falle saßen, aus dem Feuer.Amara nahm an, dass sie von weitem alle wie Motten aussehen mussten – dunkle Schemen, die in der Luft die Flammen umflatterten.Wilde Elementare streiften durch Straßen und über die Dächer, nur um immer wieder von den Anstrengungen eines einzelnen Civis oder ganzer Gruppen von Zivilisten, die zusammenarbeiteten, zurückgeworfen zu werden.Amara selbst hatte auf dem Weg in die Stadt noch mehrere Windmähnen aus dem Weg gekegelt.Wenigstens waren die verwilderten Elementare nicht mehr so zahlreich oder angriffslustig, wie sie es in den vergangenen Stunden gewesen waren, obwohl sie immer noch eine tödliche Gefahr für jeden darstellten, der ihnen begegnete und nicht gut genug im Elementarwirken war, um sich zu verteidigen.Lichter bewegten sich durch die Straßen, Elementarlampen, die von fliehenden Zivilisten getragen wurden: vor allem von den Verwundeten, Jungen und Älteren, die sich auf den wenigen verbliebenen Wagen drängten, und ihren Legionares-Eskorten.Die Feuer beleuchteten einige der Straßen, aber die Schatten in den anderen waren darum nur umso tiefer.Der Turm des Hohen Fürsten war die einzige Insel der Ruhe und Ordnung innerhalb der Stadtmauern.Lichter loderten ringsum und wurden von den glänzenden Rüstungen der Singulares reflektiert, die dort postiert waren.Der Turm verfügte über einen breiten Steinbalkon, der sich um seine ganze Außenseite zog und von dem aus der Hohe Fürst auf seine Stadt hinaussehen konnte.Als Amara sich näherte, konnte sie Fürst Rivas Gefolge sehen, das sich um diesen selbst geschart hatte, während er wieder und wieder auf dem Balkon im Kreis um den Turm herumlief und Boten, die in verzweifelter Hast kamen und gingen, Befehle erteilte.In viel zu verzweifelter Hast, wie Amara klar wurde.Die Verwüstung, die der Vordangriff angerichtet hatte, hatte die gesamte Verteidigung der Stadt ins Chaos gestürzt.Es gab keine sichtbare Luftpatrouille über dem Turm des Hohen Fürsten.Zweifelsohne hatte Riva vor, die Stadt innerhalb der nächsten Stunde zu verlassen, und hatte die Mehrzahl seiner Flieger ausgeschickt, um die Flüchtlinge zu eskortieren.Die meisten anderen Flieger waren jetzt damit beschäftigt, denjenigen das Leben zu retten, die in brennenden Gebäuden in der Falle saßen, genau wie Amara das während ihrer Zeit an der Akademie bei einem Brand in der Hauptstadt getan hatte, indem sie in kleinem Rahmen Feuer von der Luftzufuhr abschnitten oder Windwände nutzten, um Menschen zu beschirmen, die sonst von den Flammen verschlungen worden wären.Alle übrigen Flieger waren sicher in den Botendienst gepresst worden, um Absprachen mit Gaius Attis und den Legionen zu ermöglichen.Schwarze Schemen sausten und huschten durch Rauch, Feuerschein und Schatten, die die Stadt umfingen, und bewegten sich scheinbar ziellos durch die Krise.Amara knirschte mit den Zähnen.Sie und eine Klasse Kursoren von der Akademie im ersten Jahr hätten unter Trompetengeschmetter feuerspeiend in die Stadt einfliegen können, ohne bemerkt oder gar aufgehalten zu werden [ Pobierz całość w formacie PDF ]