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.Der Starke überlebt, und die Schwachen werden in Stücke gerissen.« Er winkte zum Abschied und sagte zum Dämon: »Töte ihn.«Irgendwie kam ich auf die Beine und stützte mich auf die Theke, um den Dämon anzuschauen, der sich erhob und langsam zu mir herüberstakste.»Mein Gott, Victor, ich kann gar nicht fassen, wie beschränkt Sie sind«, sagte ich.Victors Lächeln verwandelte sich schlagartig in eine höhnische Grimasse, doch ich sah die Angst in seinen Augen flackern, ich bemerkte die Unsicherheit, obwohl er die Oberhand hatte, und ich lächelte leicht.Ich musterte den Dämon.»Es ist nie klug, jemand anders den Namen eines Dämons zu verraten«, erklärte ich ihm.Dann holte ich Luft und rief im Befehlston: »Kalshazzak!«Der Dämon hielt sofort inne, pfiff und heulte vor Qual und Wut, als ich seinen Namen rief und meine Willenskraft gegen ihn stemmte.»Kalshazzak!«, rief ich noch einmal.Auf einmal spürte ich die Gegenwart des Dämons im Kopf, ein glitschiges, schleimiges, sich windendes Etwas, das einer Giftkröte sehr ähnlich war.Ein Druck, ein entsetzlicher Druck lastete auf meinen Schläfen, sodass ich Sterne sah, beinahe das Gleichgewicht verlor und auf den Boden stürzte.Ich wollte noch etwas sagen, doch die Worte blieben mir förmlich im Hals stecken.Der Dämon fauchte erwartungsvoll, und der Druck in meinem Kopf verstärkte sich.Er wollte mich niederringen, ich sollte den Kampf aufgeben, denn dann wäre er frei und konnte sich ungehemmt bewegen.Seine blauen Augen strahlten immer heller, so grell inzwischen, dass man sie kaum noch anschauen konnte.Ich dachte an die kleine Jenny Sells und seltsamerweise auch an Murphy, wie sie bleich und bewusstlos auf einer Trage im Regen lag, an Susan, die neben mir kauerte, elend und unfähig wegzulaufen.Ich hatte diesen Frosch schon einmal besiegt, und ich konnte es noch einmal schaffen.Der Erschöpfung nah schrie ich den Namen des Dämons zum dritten und letzten Mal, es brannte in meiner Kehle, mein Hals war wund, das Wort kam verstümmelt und alles andere als perfekt heraus, und ich befürchtete einen Augenblick lang schon das Schlimmste.Doch Kalshazzak heulte wieder und warf sich zornerfüllt auf den Boden.Er schlug mit seinen Gliedmaßen um sich wie ein vergifteter Käfer, er wütete und riss große Löcher in den Teppich.Ich sackte zusammen.Die Erschöpfung legte sich wie eine große schwarze Decke über mich.»Was tun Sie da?«, kreischte Victor nervös.»Was machen Sie da?« Entsetzt starrte er den Dämon an.»Töte ihn! Ich bin dein Meister! Töte ihn, töte ihn!« Der Dämon heulte wütend und richtete seinen brennenden Blick erst auf mich und danach auf Victor, als müsste er überlegen, wen er zuerst verschlingen sollte.Sein Blick blieb an Victor hängen, der augenblicklich erbleichte und zur Tür rannte.»Oh nein, so nicht«, murmelte ich und ließ den letzten Spruch los, den ich noch zustande bringen konnte.Ein letztes Mal, mit der letzten Kraft, die ich noch hatte, erhob sich der Wind und trug mich durch die Luft.Ich flog zu Victor hinüber, stieß ihn wie eine menschliche Kanonenkugel von der Tür weg und am Dämon vorbei, der uns mit einem unbeholfenen Sprung anfallen wollte, und beförderte uns zum Geländer des Balkons.Am Rand des Balkons blieben wir halb übereinander liegend hängen.Der untere Raum war voller Rauch, ich sah überall rote Flammen.Es war fast zu heiß zum Atmen.Ein stechender Schmerz fuhr durch meine Hüfte, heller und greller, als ich es mir je hätte vorstellen können, und ich atmete scharf ein.Der Rauch brannte in den Lungen, ich musste würgen und husten.Ich schaute auf.Überall waren Flammen.Der Dämon hockte zwischen uns und dem einzigen Ausgang.Unter dem Balkon herrschte das reinste Chaos – ein seltsamer, dicker Qualm, der auf dem Boden zu kleben schien wie Londoner Nebel, obwohl er hätte aufsteigen müssen.Die Schmerzen waren zu stark.Ich konnte mich nicht bewegen.Ich hatte nicht einmal mehr genug Luft, um zu schreien.»Verdammt«, brüllte Victor.Er richtete sich auf und zog mich mit der Kraft eines Berserkers hoch.»Verdammt«, rief er noch einmal.»Was ist passiert? Was haben Sie gemacht?«»Das Vierte Gesetz der Magie verbietet es, irgendein Wesen gegen seinen Willen zu binden«, knirschte ich.Die Schmerzen schnürten mir die Kehle zu, und ich hatte Mühe, die Worte auszusprechen.»Deshalb habe ich eingegriffen und Ihre Kontrolle über ihn aufgehoben.Und ich habe keine eigene Kontrolle aufgebaut.«Victor riss die Augen auf.»Sie meinen …«»Er ist frei«, bestätigte ich.Ich warf einen Blick zu dem Dämon hinüber.»Er sieht hungrig aus.«»Was sollen wir jetzt machen?«, fragte Victor.Seine Stimme bebte, und er schüttelte mich.»Was machen wir jetzt?«»Wir sterben«, sagte ich.»Das stand mir sowieso bevor.Aber auf diese Weise nehme ich Sie wenigstens mit.«Er blickte auf das Untier, danach sah er mich an, verängstigt und zugleich berechnend.»Arbeiten Sie mit mir zusammen«, sagte er [ Pobierz całość w formacie PDF ]