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.»Du plapperst jetzt einfach vor dich hin, um dich so schön reden hören zu können.«Er lächelte und tätschelte ihren Arm.Der Bischof begann den Gottesdienst mit einem Gebet, mit dem er Gott für alles dankte, was in den letzten Monaten erreicht worden war.Die Schöpfung der beiden neuesten Mitbürger Lusitanias ließ er verdächtigerweise aus, obwohl Miros Heilung eindeutig auf Gottes Schwelle gelegt wurde.Er rief Miro zu sich, taufte ihn fast umgehend und wandte sich dann, weil dies keine Messe war, sofort seiner Predigt zu.»Gottes Gnade ist unendlich«, sagte er.»Wir können nur hoffen, daß er weiter ausgreifen wird, als wir es verdienen, daß er uns unsere schrecklichen Sünden als Einzelmenschen und als Volk vergibt.Wir können nur hoffen, daß wir wie Niniveh, das durch Bußfertigkeit der Zerstörung entging, unseren Herrn überzeugen können, uns vor der Flotte zu verschonen, die er zu uns geschickt hat, um uns zu bestrafen.«»Hat er die Flotte nicht geschickt«, flüsterte Miro so leise, daß nur sie es hören konnte, »bevor der Wald niedergebrannt wurde?«»Vielleicht ist für Gott nur die Ankunfts- und nicht die Abflugzeit wichtig«, gab Valentine zurück.Doch sie bedauerte ihre schnippische Antwort sofort.Sie hatten sich aus einem ernsten Anlaß hier zusammengefunden; und obwohl sie nicht an die katholische Lehre glaubte, beeindruckte es sie, daß die Gemeinde die Verantwortung für das Böse auf sich nahm, das sie begangen hatte, und wahre Buße leistete.Der Bischof sprach von denen, die in Heiligkeit gestorben waren – Os Venerados, die die Menschheit als erste vor der Descolada-Plage gerettet hatten; Vater Estevão, dessen Leichnam unter dem Boden der Kapelle begraben lag und der ein Märtyrer geworden war, um die Wahrheit gegen die Ketzerei zu verteidigen; Pflanzer, der gestorben war, um zu beweisen, daß die Seele seines Volkes von Gott und nicht von einem Virus stammte; und die Pequeninos, die als unschuldige Opfer eines Gemetzels gestorben waren.»Sie alle mögen eines Tages Heilige sein, denn wir leben in einer Zeit, die an die Anfangstage des Christentums erinnert, als große Taten und große Heiligkeit dringend gebraucht und daher öfter vollbracht wurden.Diese Kapelle ist ein Schrein für all jene, die ihren Gott mit all ihrem Herzen und die ihren Nächsten wie sich selbst geliebt haben.Sollen alle, die hier eintreten, mit gebrochenem Herzen und reuigem Geist eintreten, damit die Heiligkeit auch sie berührt.«Die Predigt dauerte nicht lange, denn es waren für diesen Tag noch viele weitere Gottesdienste angesetzt – die Gläubigen betraten die Kapelle in Gruppen; sie war viel zu klein, um die gesamte menschliche Bevölkerung Lusitanias auf einmal aufzunehmen.Sie waren ziemlich schnell fertig, und Valentine stand auf, um zu gehen.Sie wollte schon Plikt und Val folgen, als Miro sie am Arm festhielt.»Jane hat es mir gerade erzählt«, sagte er.»Ich dachte, du wolltest es wissen.«»Was?«»Sie hat gerade das Sternenschiff getestet, ohne daß Ender darin war.«»Wie war ihr das möglich?« fragte Valentine.»Peter«, sagte er.»Sie hat ihn ins Außen und wieder zurück gebracht.Er kann ihr Aiua aufnehmen, falls dieser Prozeß wirklich so funktioniert.«Ihre Stimme verlieh ihrer unmittelbaren Furcht Ausdruck.»Hat er…«»Etwas geschaffen? Nein.« Miro grinste – aber mit einer Andeutung des schiefen, verzerrten Gesichtsausdrucks, den Valentine für eine Folge seiner Behinderung gehalten hatte.»Er behauptet, es läge daran, daß sein Geist viel sauberer und gesünder als der Andrews ist.«»Vielleicht«, sagte Valentine.»Ich behaupte, es liegt daran, daß kein Philot im Außen bereit war, Teil seines Musters zu werden.Zu verdreht.«Valentine lachte leise.Dann kam der Bischof zu ihnen.Da sie zu den letzten gehörten, die die Kapelle verließen, waren sie ungestört.»Danke, daß du die neue Taufe akzeptiert hast«, sagte der Bischof.Miro neigte den Kopf.»Nicht viele Menschen bekommen die Gelegenheit, so sehr von ihren Sünden geläutert zu werden«, sagte er.»Und Valentine, es tut mir leid, daß ich Ihre… Namensvetterin nicht akzeptieren konnte.«»Keine Angst, Bischof Peregrino.Ich verstehe Sie.Vielleicht bin ich sogar derselben Ansicht.«Der Bischof schüttelte den Kopf.»Es wäre besser, wenn sie einfach…«»Gingen?« ergänzte Miro.»Ihr Wunsch wird erfüllt.Peter wird bald aufbrechen – Jane kann ein Schiff mit ihm an Bord lenken.Zweifellos ist ihr das auch mit der jungen Val möglich.«»Nein«, sagte Valentine.»Sie kann nicht gehen.Sie ist zu…«»Jung?« fragte Miro.Er wirkte amüsiert.»Die beiden wurden mit allem geboren, was Ender weiß.Du kannst das Mädchen trotz ihres Körpers wohl kaum ein Kind nennen.«»Wenn sie geboren worden wären«, sagte der Bischof, »müßten sie nicht gehen.«»Sie gehen nicht, weil Sie es wünschen«, sagte Miro.»Sie gehen, weil Peter Elas neuen Virus nach Weg bringen wird, und die junge Val sucht mit ihrem Schiff nach Planeten, auf denen man Pequeninos und Schwarmköniginnen ansiedeln kann.«»Ihr könnt sie nicht auf so eine Mission schicken«, sagte Valentine.»Ich werde sie nicht schicken«, sagte Miro.»Ich werde sie mitnehmen.Oder besser gesagt, sie wird mich mitnehmen.Ich will gehen.Welche Risiken auch bestehen, ich nehme sie auf mich.Ihr wird nichts passieren, Valentine.«Valentine schüttelte noch immer den Kopf, doch sie wußte bereits, daß sie sich letztendlich nicht durchsetzen konnte.Die junge Val selbst würde darauf bestehen, wie jung sie auch sein mochte, denn wenn sie nicht ging, stand ihnen nur ein Sternenschiff zur Verfügung; und wenn Peter die Reisen übernahm, konnte man nicht sagen, ob er das Schiff nicht für seine eigenen Ziele zweckentfremden würde.Auf lange Sicht würde sich auch Valentine der Notwendigkeit beugen müssen.Welchen Gefahren sich die junge Val auch aussetzen mochte, sie waren nicht schlimmer als die Risiken, die andere bereits auf sich genommen hatten.Zum Beispiel Pflanzer.Zum Beispiel Vater Estevão.Zum Beispiel Glas.Die Pequeninos versammelten sich um Pflanzers Baum.Es wäre Glas' Baum gewesen, da er der erste war, der mit der Recolada ins dritte Leben übergewechselt war, doch schon seine ersten Worte, nachdem sie wieder mit ihm sprechen konnten, wiesen die Idee barsch zurück, das Virizid und die Recolada neben seinem Baum in die Welt einzuführen.Diese Ehre gebühre Pflanzer, erklärte er, und schließlich pflichteten die Brüder und Gattinnen ihm nachdrücklich bei.So kam es, daß sich Ender gegen seinen Freund Mensch lehnte, den er vor so vielen Jahren gepflanzt hatte, um ihm ins dritte Leben zu helfen.Die Befreiung der Pequeninos wäre ein Augenblick umfassender Freude für Ender gewesen sich – wenn er nicht Peter dabeigehabt hätte.»Die Schwachen feiern die Schwachen«, sagte Peter.»Pflanzer hat versagt, während Glas Erfolg gehabt hat, und dort steht er, allein auf dem Experimentalfeld.Und das dümmste daran ist, daß es für Pflanzer keine Bedeutung mehr haben kann, da sein Aiua nicht mehr hier ist [ Pobierz całość w formacie PDF ]