[ Pobierz całość w formacie PDF ]
.Die beiden Mädchen kicherten aufgeregt, und als der Wagen anfuhr, suchten sie kreischend nach einem Halt.Sie winkten Leonie zu, bis sie außer Sicht war.Leonie, ganz Dame, fuhr natürlich mit den Eltern in dem alten Ford, und man sah schon an ihrem Hut und den Handschuhen, dass sie auf Würde bedacht war.[Menü]3Callie, die fünf Jahre lang ohne die Farm hatte leben müssen, war endlich wieder in ihrem Element.Sie veranstaltete ein Großreinemachen, brachte den Garten in Schwung und begann mit dem Einkochen.Und sie genoss es, dass die Töchter, durch keine Schularbeiten abgelenkt, ganz ihr gehörten.Wie angenehm war es, drei flinke, gehorsame kleine Mädchen zu haben, die hierhin und dorthin rannten, in den Garten, in den Hühnerhof, zum Heuschober, in den Obstgarten, zum Flüsschen hinunter und ins Haus zurück, unermüdlich, die Hände voller Beeren und Eier und Fische und Blumen.Callie war die Arbeitsbiene, die den Honig bereitete, aber sie brauchte ihre Sammelbienen.Die Abende waren ihr nicht weniger lieb als die Tage.Dann saß die Familie auf der Vorderveranda und ließ sich von den sanften Geräuschen der sinkenden Nacht einspinnen.Manchmal sangen sie, und im Dunkeln klangen ihre Stimmen besonders schön.Leonies Sopran, Jessicas weicher Alt und sogar Mathys dünnes Zirpen, alle geführt von Matthews unaufdringlichem Bass.Er lag an solchen Abenden gern lang ausgestreckt im Schaukelstuhl, entspannt und gut gelaunt, da keine Pflichten ihn riefen.Wenn die Schlafenszeit herankam, entdeckten sie des Öfteren, dass Mathy verschwunden war.Dann mussten sie die Stalllaterne anzünden und sie suchen gehen, durch den Obstgarten bis zum ›Alten Schornstein‹ hinauf.Weit weg war sie nie.Aber diese Ausflüge im Finstern beunruhigten die Familie, weil sie so unbegreiflich waren.Schon als kleines Kind war Mathy nachts furchtlos umhergewandert, und kein Verbot, keine Strafe hatte etwas genützt.Mit den Jahren – vielleicht war es auch auf das Leben in der Stadt zurückzuführen – hatte sich diese eigentümliche Angewohnheit verloren; hier aber, auf der Farm, kam sie wieder zum Vorschein.Es war, als locke das Dunkel Mathy unwiderstehlich an, als sei die Nacht ihr ureigenes Reich, das schweigend auf sie wartete.Mitunter beschlich die anderen beim Suchen das unheimliche Gefühl, das Kind könnte sich in ein kleines Tier verwandelt haben oder in Nebel zerflossen sein.Doch sie fanden sie jedes Mal in gewohnter, fester Gestalt; sie ging nur spazieren oder hockte irgendwo in einer Astgabel und sang vor sich hin.Dann wurde gescholten und gestraft, und Mathy gelobte Besserung, und alles beruhigte sich – bis zum nächsten Mal.Trotz dieser Zwischenfälle fand Callie den Sommer unsagbar schön.Konnte sie mehr verlangen als das Glück der langen, ausgefüllten Tage und der warmen Nächte, wenn der Duft des Geißblatts die Luft durchtränkte und ihr Mann mit den Kindern auf der Veranda sang?Im Frühjahr hatte Matthew ein Salatbeet am Waldrand angelegt, an einer Stelle, wo er einmal einen Haufen Gestrüpp verbrannt hatte.Durch diesen Dünger angereichert, brachte der Boden eine fabelhafte Ernte hervor.Callie schickte die Mädchen fast jeden Tag zum Salatholen.So gingen sie auch eines Nachmittags Ende Juni zu dritt los.Jessica nahm einen Marktkorb für den Salat mit und Leonie ein Blecheimerchen für den Fall, dass sie unterwegs reife Heidelbeeren fänden.Alle drei trugen Strohhüte und hatten zum Schutz gegen die Sonne selbst fabrizierte Hüllen über die Arme gezogen – ausgediente Baumwollstrümpfe, von denen die Füßlinge abgeschnitten waren.»Ich hasse diese Dinger«, sagte Jessica.»Warum ziehst du sie dann nicht aus?«, fragte Leonie.»Warum tust du’s nicht?«»Ich möchte, dass meine Arme weiß bleiben.«»Pah, du trägst sie ja auch nur, weil Mama es will.«Leonie warf den Kopf in den Nacken.»Wenn ich’s nicht selber wollte, würde ich sie bestimmt nicht tragen.«»Kommt, wir reiten auf Blossie!«, rief Mathy dazwischen.Blossie, eine alte Jerseykuh, friedlich, fett und harmlos wie ein Sofa, lag wiederkäuend am Wegrand und sah die Mädchen sanftmütig an.»Vielleicht hat sie keine Lust, in den Wald zu gehen«, meinte Jessica.Mathy pflückte einen Stängel Schafgarbe.»Wenn sie nicht will, kriegt sie einen Tritt in den Hintern.«»Aber Mathy! Wo schnappst du bloß immer solche Ausdrücke auf?«»Weiß nicht [ Pobierz całość w formacie PDF ]