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.„Deine kleine Stadt hier, Rick, ist wirklich ein toller Ort.Ich stamme eigentlich von weiter unten an der Küste, aus Sebastopol.Das ist in der Nähe von Bodega Bay.Nicht gerade eine kleine Stadt.Bist du hier aufgewachsen?“Rick nickte.„Wann bist du ins Korps eingetreten?“Rick betrachtete Dan.„Wäre es in Ordnung, wenn mir jetzt nicht so unbedingt nach Reden zumute wäre?“„Klar.Kein Problem“, sagte Dan.„Jack, wann immer Preacher das Essen fertig hat, ich wäre bereit.“„Kommt gleich“, erwiderte Jack mit einem tadelnden Seitenblick auf Rick.Während Rick an seinem Bier nippte und schließlich das Abendessen in Angriff nahm, kamen ein paar Leute an die Bar, um ihn zu begrüßen und ihm freundschaftlich auf die Schulter zu hauen.Ihren Gesichtern war zu entnehmen, dass Rick ihnen leidtat.Dan fand das nicht besonders hilfreich.Bis jetzt hatte Rick das vielleicht gebraucht und auch genossen, aber der Kerl war eine harte Nuss, und Mitleid war das Letzte, das ihm half.Dan bemerkte die Leute, die als Nächstes die Bar betraten, zuerst gar nicht.Es war ein Pärchen mit einem Mädchen.Sie setzten sich an einen Tisch in Fensternähe.Erst als Rick sich nach ihnen umsah, nahm auch Dan sie wahr.Das Mädchen schaute Rick an.Ein wunderschönes Mädchen.So hübsch und so traurig, dass Dan einen Augenblick lang beinahe eifersüchtig auf Rick war.Er sah nicht, was sich in Ricks Augen abspielte, aber die beiden konnten ihre Blicke nicht voneinander lassen.Das Mädchen starrte Rick mit offenem Mund an.Dann wandte sie sich der schlanken rothaarigen, etwa fünfzigjährigen Frau an ihrem Tisch zu, flüsterte ihr etwas ins Ohr und floh abrupt aus der Bar.Dan ließ Rick eine Minute Zeit, bevor er ihn darauf ansprach.„Das war jetzt aber mal interessant.“Rick trank einen großen Schluck Bier.„Sie war mal meine Freundin.“„Hm.Vor der Sache mit dem Bein?“„Ja.“„Kommt sie nicht damit klar?“, hakte Dan nach.Rick warf Dan einen wütenden Blick zu.„Was geht es dich an, Alter.“„Dan.Ich heiße Dan.Und bin einfach nur neugierig.Sah so aus, als sei sie wirklich traurig, aber nicht angeekelt.“„Sie ist nicht angeekelt, aber das mit uns funktioniert trotzdem nicht mehr.Reicht das, damit du mich in Ruhe lässt?“„Klar, Kleiner.Wenn du es so willst.“„Ja, will ich.“Mannomann, dachte Dan.Der ist aber ein harter Brocken!Der Zorn, der in ihm loderte, hätte gereicht, um mehrere Häuser abzufackeln.Es dauerte keine zehn Minuten, bis das Paar, jetzt ohne das Mädchen, zu Rick kam.Die schlanke, rothaarige Frau legte ihm die Hand auf die Schulter und sprach ihn an.„Wie geht es dir, Ricky? Ein bisschen besser?“„Es geht mir ganz gut, Connie.Danke.Wollt ihr hier zu Abend essen?“„Ich glaube, wir gehen“, sagte sie.„Hör mal, nur, damit du es weißt.Ich denke ständig an dich und bete, dass es dir wieder besser geht und du dich so langsam mit deiner Situation anfreundest.“„Danke“, sagte Rick leise.„Ähm, und Liz? Geht es ihr gut?“„Sie versucht es, Ricky.Sie ist viel stärker, als sie aussieht.Und sie versucht es.“„Gut“, entgegnete Rick.„Pass auf dich auf“, ermahnte ihn Connie.Und dann verließ das Paar die Bar.Dan war sich ziemlich sicher, dass der Kerl neben ihm kurz vor einer Implosion stand.12.KAPITELW alt Booth ging zweimal die Woche zum Abendessen zu seiner Tochter.Solange Muriel weg war, achtete Vanni noch gewissenhafter als sonst darauf, ihn regelmäßig zum Essen einzuladen.Seine Tochter kochte gerne, und es freute sie, wenn er bei ihnen aß.Wenn es nach dem Dessert noch zu früh war, um nach Hause zu gehen, nahm er seinen Kaffee im Wohnzimmer ein, und manchmal schaukelte er auch den kleinen Matt auf seinen Knien, bevor das Baby ins Bett gebracht wurde.Ab und zu leistete ihm Paul Gesellschaft oder sah sich mit ihm die Nachrichten im Fernsehen an.Doch Paul war häufig noch in der Garage beschäftigt, wo er Möbel für das Haus zusammenbaute.Während Walt an so einem Abend den kleinen Matt in den Schlaf schaukelte, schenkte Vanni ihrem Vater noch einmal Kaffee nach.„Du bist in letzter Zeit immer so schrecklich schweigsam“, meinte sie zu ihm.„Vielleicht habe ich bereits alles gesagt, was es zu sagen gibt.Vielleicht gibt es einfach nichts mehr zu besprechen.“„Haha.“ Sie lächelte.„Dann erzähl mir doch mal, was du so von Muriel hörst.“ Walts Miene verfinsterte sich.„Oje.Habt ihr Probleme?“Walt sah seine Tochter an.„Keine Ahnung, ob man das so nennen kann, aber sie ist im Moment nicht besonders gut auf mich zu sprechen.“„Und weshalb?“Walt zuckte mit den Schultern.„Sie kann einfach nicht von den Dreharbeiten weg.Deshalb will sie, dass ich die Hunde auf der Farm lasse und Shelby bitte, die Pferde zu füttern, damit ich wenigstens für ein Wochenende zu ihr nach Montana komme.“Vanni saß auf dem Sofa und hielt eine Kaffeetasse in der Hand.„Wo ist das Problem?“„Ich will eigentlich nicht nach Montana fahren“, brummte er.„Tja, da fühlt sie sich sicher ganz besonders geliebt.“Er grummelte.„Ich gehöre nicht an ihren Arbeitsplatz.“„Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dich bitten würde, zu ihr zu kommen, wenn sie das genauso sähe.Es täte dir tatsächlich ganz gut, sie bei den Dreharbeiten zu besuchen.Wenn sie mich eingeladen hätte, würde ich in das nächste Flugzeug steigen.Ich wäre so gerne mal bei Dreharbeiten dabei.“„Das ist der Punkt, Vanessa“, erwiderte er.„Ich kann mir mich einfach nicht an einem Drehort vorstellen.Damit habe ich überhaupt keine Erfahrungen.Ich würde sie vermutlich nur blamieren.“„So ein Quatsch! Das ist doch spannend, Dad! Du würdest doch nicht nur sehen, was sie da macht, sondern ihr hättet sogar morgens und abends noch Zeit füreinander.“„Ich bin mir nicht sicher, ob das so spaßig wäre …“„Dad …? Was hast du ihr gesagt?“Er verzog das Gesicht.„Frag lieber, was sie zu mir gesagt hat.Als ich ihr erzählte, dass ich einen Besuch bei ihren Dreharbeiten für keine so gute Idee halte, hat sie mir ein Ultimatum gestellt.“ Er schüttelte den Kopf.„Eigentlich sieht Muriel so etwas gar nicht ähnlich, aber sie hat es trotzdem getan.“Vanni warf ihm einen verzweifelten Blick zu.„Könntest du mir das Ganze vielleicht noch ein bisschen umständlicher erklären? Also, was ist los?“„Als ich ihr mitgeteilt hatte, dass ich nicht kommen will, weil ich mich bei ihren Dreharbeiten fehl am Platz fühle und erst recht keine Ahnung von Filmen und diesem ganzen Drumherum habe, sagte sie …“ Er räusperte sich geräuschvoll.„Da sagte sie, das sei lächerlich, weil Dreharbeiten nichts Besonderes seien, nur eine Menge arbeitender Menschen.Kameraleute, Setrunner, Catering und so weiter.Ich musste Setrunner erst mal googeln, so wenig Ahnung habe ich.Und sie meinte, dass ich ruhig ein paar kleine Unannehmlichkeiten auf mich nehmen könnte, um ihr zu zeigen, wie wichtig sie mir sei, und vor allem, wie wichtig es für mich sei, ein Wochenende mit ihr zu verbringen.Das erwartet sie von mir.“Vanni grinste.„Das hat sie also gesagt.“„Seitdem hat sie mich nicht mehr angerufen, und meine Anrufe landen nur noch auf ihrem Anrufbeantworter.“„Wie lange geht das schon so?“„Seit einer Woche [ Pobierz całość w formacie PDF ]