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.Sobald alles auf Empfang geschaltet war, saß er so still wie möglich.Absolute Stille war notwendig, um die Reaktion der Empfangsgabeln auf die ätherischen Vibrationen nicht zu stören.Eindringlich starrte er das Gerät an, und gerade, als die Sonne unterging – er konnte es in seinen Werwolfknochen spüren –, kam eine Nachricht durch.Vor ihm befanden sich zwei Glasscheiben mit schwarzen Partikeln dazwischen, darüber schwebte ein auf einem kleinen hydraulischen Arm montierter Magnet, der sich nun zu bewegen begann.Nacheinander formten sich Buchstaben in den Partikeln.»Gerüschter Parasol an Ort und Stelle.Reserviere diese Zeit bis Abreise.« Dann folgte eine kurze Reihe von Zahlen.Biffy hatte ein ausgezeichnetes Gedächtnis, deshalb notierte er sich die Kodes einfach in Gedanken und sauste dann hinüber zur Sendekammer.So schnell wie nur übernatürlich möglich stellte er die Frequenztransmitter auf die ätheromagnetischen Einstellungen ein.Lady Maccon hatte den neuesten Äthografen bestellt.Biffy brauchte keinen entsprechenden Röhrenfrequensor auf seiner Seite der Übertragung.Er überprüfte noch einmal die Zahlen, nahm dann einen Säurefüllfederhalter und eine Ätztafel und setzte seine Nachricht auf, wobei er darauf achtete, jeden Buchstaben sauber in ein eigenes Kästchen des Rasters zu schreiben.Die erste Mitteilung war einfach und musste sofort gesendet werden: »Warten Sie.Mehr folgt.Gamaschenschuh.« Er schob die Metallplatte in die Halteklammern und aktivierte den Transmitter.Zwei Nadeln tasteten die Rasterkästchen auf der Platte ab, eine an der Oberseite und die andere an der Unterseite, und schlugen Funken, sobald sie durch die herausgeätzten Buchstaben miteinander in Kontakt kamen.Ohne auf eine Antwort zu warten, beugte er sich vor, um seine zweite Nachricht aufzusetzen, diejenige, die die ganze Masse seiner jüngsten Entdeckungen enthielt.Es war ziemlich viel an unabdingbarer Information, um sie chiffriert zu übertragen, aber er gab sein Allerbestes.Ein weiteres Mal aktivierte er den Ätherokonvektor.Mit angehaltenem Atem beobachtete er, wie die Funken sprühten, und klammerte sich an die unwahrscheinliche Hoffnung, dass es noch nicht zu spät war, wenn die Botschaft ihr Ziel erreichte.»Warten Sie«, lautete Biffys Nachricht.»Mehr folgt.Gamaschenschuh.«Lady Maccon blickte von dem Angestellten auf das Stück Papyrus, das er ihr gegeben hatte, und dann wieder zu ihm zurück.»Ist die Empfangskammer im Augenblick reserviert?«»Nicht für die nächsten paar Minuten, Madam.«»Dann gestatten Sie mir bitte, sie für eine weitere Nachricht zu mieten.« Alexia reichte ihm eine großzügige Menge Geld.Der Angestellte zog die Augenbrauen hoch.»Wie Sie wünschen, Madam.«Er eilte davon, zurück in die Empfangskammer des alexandrinischen Äthografen, einen Graphitstift in der einen Hand, ein frisches Blatt Papyrus in der anderen.Wenige Augenblicke später kehrte er mit einer weiteren Nachricht zurück.Alexia riss sie ihm beinahe aus der Hand.Der erste Teil lautete: »Vor 50 Jahren begann Ausweitung GBP.« Darüber rätselte Alexia nur einen kurzen Augenblick, bis ihr klar wurde, dass Biffy herausgefunden hatte, dass sich die Gottesbrecher-Plage ausdehnte und diese Ausweitung vor etwa fünf Jahrzehnten angefangen hatte.Eine Tatsache, die bestätigte, was sie und Conall vermutet hatten.Sie wünschte, sie hätte gewusst, wie sehr und mit welcher Geschwindigkeit, schätzte jedoch, dass es ziemlich beträchtlich sein musste, wenn Biffy es für wichtig genug hielt, es ihr mitzuteilen.Außerdem hatte Biffy ihr einen Zeitrahmen gegeben – fünfzig Jahre.Was ist vor fünfzig Jahren in Ägypten passiert? Das muss etwas mit Matakaras Vorladung zu tun haben.Aber was kann ich ausrichten? Oder Prudence? Keine von uns beiden kann eine Plage aufhalten.Da es Biffy gelungen war, das Ausmaß der Ausdehnung zu ermitteln, fragte sich Alexia, ob er außerdem auch ein mögliches Zentrum eruiert hatte.Wenn die Plage weit genug nach Alexandria eindringt, wird Königin Matakara schwärmen müssen.Doch konnte ein Vampir in ihrem Zustand, an einen Stuhl gefesselt, das Leben nach dem Tode durch künstliche Substanzen verlängert, überhaupt schwärmen? Je älter eine Königin war, so hatte Alexia einmal gehört, umso kürzer war der Zeitraum, der ihr zum Schwärmen zur Verfügung stand.War Matakara schlicht und ergreifend zu alt, um überhaupt noch dazu in der Lage zu sein? Hatte sie die Fähigkeit dazu verloren?Von diesen Gedanken beunruhigt hätte Lady Maccon beinahe nicht bemerkt, dass da noch ein zweites Blatt Papier mit einer weiteren Botschaft war.Sie lautete: »Lady K kennt PL Vergangenheit.Schrieb Lord M.«Alexia Maccon spürte, wie ihr das Herz in unmittelbare Nachbarschaft ihres Magens rutschte, wo es nicht wenig Aufregung verursachte.Ihre Wangen kribbelten, als ihr das Blut aus dem Gesicht wich, und sie war sich sicher, wäre sie die Sorte Frau gewesen, die dazu neigte, in Ohnmacht zu fallen, hätte sie es hier und auf der Stelle getan.Doch das war sie nicht, also geriet sie stattdessen in Panik.Die Nachricht war zwar kryptisch, so viel war sicher, aber sie konnte nur eines bedeuten.Lady Kingair hatte irgendwie herausgefunden, dass Professor Lyall den Attentatsversuch des Kingair-Rudels angezettelt hatte, und sie hatte Conall geschrieben, um ihn über Lyalls doppeltes Spiel in Kenntnis zu setzen.Das an sich hätte Alexia nicht derartig aufgewühlt.Nur hatte sie natürlich ebenfalls davon gewusst und diese schreckliche Angelegenheit vor ihrem Ehemann geheim gehalten.Ein ehelicher Verrat, von dem sie gehofft hatte, dass er zu ihren Lebzeiten nicht ans Licht kommen würde.Bestimmt würde es Conall äußerst schwerfallen, ihr eine solche Täuschung zu verzeihen [ Pobierz całość w formacie PDF ]