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.Es war schon immer ihr sehnlichster Wunsch gewesen, einmal ein solches Schiff besichtigen zu dürfen, aber auch in diesem Fall hatte sie sich damit begnügen müssen, was ihr Vater ihr über diese großen Schiffe erzählt hatte, die auf allen Weltmeeren zu Hause waren.„Sicher werden Sie das rein geschäftsmäßig handhaben wollen“, ließ der Graf sich vernehmen.„Wenn Sie meinen Auftrag annehmen und alle Bedingungen akzeptieren, die ich stelle, bin ich bereit, Ihnen 500 Pfund zu zahlen, Minella, was Ihnen sicher helfen würde, die Zeit, bis Sie die von Ihnen angestrebte Beschäftigung gefunden haben, zu überbrücken.“„Das ist zuviel!“ sagte Minella erschrocken.Der Graf lachte.„Das passiert mir zum erstenmal, daß es einer Frau zuviel ist, was ich für sie ausgeben will.“„Aber es ist so! Schließlich ist es nur ein kurzer Auftrag …“ Sie unterbrach sich und überlegte kurz.„Natürlich müßte ich mir passende Kleidung kaufen“, fügte sie dann hinzu.„Daran habe ich bereits gedacht“, erklärte der Graf, „denn uns bleibt keine Zeit für Einkäufe.Wenn meine Gäste morgen mittag abgefahren sind, nehme ich den nächsten Zug nach Southampton.“Er sah sie fest an und fügte hinzu: „Und ich möchte, daß Sie mit mir kommen.“„Aber … was soll ich denn anziehen?“„Wir haben bereits festgestellt, daß Ihnen die Sachen meiner Schwester sehr gut passen, und davon gibt es zufällig eine ganze Menge hier.“„Aber was wird sie sagen, wenn sie erfährt, daß ich mir die Sachen ausgeliehen habe?“„Sie wird entzückt sein, daß sie mir helfen konnte“, erwiderte der Graf, „und da sie sich für mindestens ein Jahr in Madras in Indien aufhält, wo es bekanntlich sehr heiß ist, wird sie ihre hiesige Garderobe nach ihrer Rückkehr ganz sicher für völlig unmodern und untragbar halten.“Der spöttische Ton, den er dabei anschlug, reizte Minella zum Lachen, besonders als er hinzufügte: „Und dann wird sie in der entsetzlichen Lage sein, nichts anzuziehen zu haben.“„In meinem Fall ist es aber die reine Wahrheit!“„Oben finden Sie ganz bestimmt eine komplette Ausstattung.“„Das klingt alles sehr verlockend“, gestand Minella, „aber gleichzeitig auch beängstigend.Wenn ich Sie nun blamiere?“„Das halte ich für höchst unwahrscheinlich“, sagte der Graf.„Vielleicht wären Connie … oder Gertie besser dafür geeignet als ich.“Er sah sie an, als hielte er diesen Vorschlag für einen Witz, dann belehrte er sie in väterlichem Ton: „Die Connies dieser Welt sind mit Ihnen nicht zu vergleichen, Minella, und sie würden die Feuertaufe als Gräfin Wynterborne ganz sicher nicht bestehen.“Minella erhob sich und trat ans Fenster.Sie blickte in den Park hinaus.Die Blätter an den Bäumen verfärbten sich bereits.Schon heute morgen war ihr aufgefallen, daß die Luft kühler geworden, daß der Herbst im Anzug war.Sie überlegte, ob sie das Angebot des Grafen annehmen sollte, oder ob ihre Mutter von ihr erwartet hätte, der Versuchung zu widerstehen.500 Pfund! Damit konnte sie lange auskommen.Und dann eine Schiffsreise nach Ägypten! Wie hätte sie einem so aufregenden Abenteuer widerstehen können!Und dann war ihr, als stünde ihr Vater neben ihr und zwinkere ihr aufmunternd zu.„Wer wagt, gewinnt“, pflegte er zu sagen, als er ihr das Reiten beigebracht hatte.Sie drehte sich um.„Ich tu’s“, sagte sie, „aber Sie müssen mir versprechen, falls ich einen faux pas begehe oder irgend etwas tue, dessen Sie sich schämen müssen, nicht allzu hart mit mir ins Gericht zu gehen.“„Das Versprechen haben Sie bereits“, erwiderte der Graf, „denn ich werde Ihnen ewig dankbar sein.“Ihre Blicke trafen sich, und Minella spürte, wie ihr Herz unruhig zu klopfen begann, was sie jedoch auf die soeben getroffene Entscheidung zurückführte.„Was soll ich Connie sagen?“ fragte sie dann.„Daran habe ich auch schon gedacht“, erwiderte der Graf [ Pobierz całość w formacie PDF ]