[ Pobierz całość w formacie PDF ]
.Mit den Geschickteren unter ihnen übte er, wie die Sarazenen zu reiten, und machte selbst begeistert mit und versuchte, auf dem Rücken eines galoppierenden Pferdes sitzend, mit einem Pfeil in eine Zielscheibe zu treffen.Er ließ die Männer hart trainieren und belohnte sie freigebig, und wie Hunde reagierten sie mit Begeisterung.»Für einen Mann, der von sich behauptet, keine Verantwortung übernehmen zu wollen, kommt Ihr aber gut damit zurecht«, bemerkte Annaïs eines Abends, als er die Zeit fand, im Saal und nicht wie sonst im Wachraum zu essen.»Gezwungenermaßen«, erwiderte er mit einem Achselzucken.»Auch wenn ich keine Freude daran habe, weiß ich, was notwendig ist.« Er kletterte auf die Bank hinter der großen Tafel und setzte sich, ließ aber, diplomatisch, wie er war, den Stuhl des Burgherrn frei.Kein einziges Mal hatte er sich während Gerberts Abwesenheit daraufgesetzt.»Ihr hättet Euch weigern und weglaufen können.«»Hätte ich das?« Sein Blick glitt über das lockere Gewand, das Annaïs’ Bauch verhüllte.Es würde nicht mehr lange dauern bis zur Niederkunft.»Jetzt nicht mehr, aber im Sommer hättet Ihr fliehen können.«»Ich habe Eurem Mann versprochen, ihm ein Jahr und einen Tag zu dienen.« Er reichte ihr eine Pergamentrolle.»Nachrichten«, sagte er schroffer, als er beabsichtigt hatte.»Der Kurier ist gerade eingetroffen, als ich auf dem Weg in den Saal war.«Annaïs wurde rot, als sie ihr Messer nahm und das Siegel ihres Mannes brach.Das Kind in ihrem Bauch bewegte sich.Seit ein paar Tagen spürte sie ein Ziehen im Kreuz.Die syrische Hebamme sagte, dass der Kopf des Kindes für die Geburt schon richtig liege, und zufrieden hatte sie Annaïs bedeutet, dass ihre Hüfte breit genug sei und die Geburt bald bevorstand.»Ich lasse Euch allein, damit Ihr den Brief lesen könnt.« Sabin machte Anstalten aufzustehen.»Aber nein.« Sie bedeutete ihm, sitzen zu bleiben.»Wenn ich allein sein wollte, würde ich in mein Gemach gehen.Abgesehen davon schreibt Gerbert nicht die Art von Briefen, die mich zum Erröten brächten«, meinte sie wehmütig.»Dazu ist er viel zu nüchtern veranlagt.Gott schütze ihn.«Die Mischung aus Zuneigung und Traurigkeit in ihrer Stimme versetzte Sabin einen Stich, der an Eifersucht grenzte.Als ein Diener einen Teller mit Eintopf vor ihn hinstellte, zog er seinen Silberlöffel aus dem Beutel, wischte ihn an seinem Ärmel ab und begann zu essen.Rasch überflog Annaïs die Zeilen.Sie waren von Pater Jerome geschrieben, dem Hofgeistlichen ihres Mannes, und daher in Latein abgefasst, doch da Annaïs von Nonnen erzogen worden war, beherrschte sie diese Sprache.»Er schreibt, dass sie auf dem Heimweg sind«, erzählte sie.»Ilghazi hat sich aus Zerdana zurückgezogen, und das Kreuz Christi wird nach Jerusalem zurückgebracht.« Unter ihrem Brief kam ein weiteres Pergament zum Vorschein, das sie öffnete und Sabin reichte.»Dieser hier ist für Euch …« Sie lachte sarkastisch.»Es ist der gleiche wie meiner.«»Dann habe ich ja Glück, dass es kein Liebesbrief ist«, meinte er und rang sich ein Lächeln ab.»Wenn sich der Kurier beeilt hat, bedeutet das, dass sie in zwei Tagen hier sind.«»Dann ist Euer Fegefeuer hier fast vorüber.« Sie warf ihm über den Rand ihres Briefes einen durchtriebenen Blick zu.Ungeachtet des Aufhebens, das er um die Ablehnung von Verantwortung machte, dachte sie, dass ihm die vergangenen Monate gefallen hatten.Selbst wenn er sich geweigert hatte, Gerberts Stuhl einzunehmen, hatte er sich der Herausforderung als Herr von Montabard gestellt.Aber die Mühen, die mit dieser ehrenvollen Aufgabe verbunden waren, waren ihm kaum anzumerken.Er sah jedenfalls nicht wie ein Mann aus, der eine undankbare Arbeit hatte übernehmen müssen.Doch Annaïs sagte nichts, sondern griff zu ihrem Löffel.Sie hatte großen Hunger, und der gewürzte Eintopf war eine Spezialität des Kochs von Montabard.Am Abend allerdings dachte sie, dass es nicht klug gewesen war, zwei Teller Suppe zu essen, ganz gleich, wie gut sie geschmeckt hatte.Sie bekam Magenkrämpfe und Durchfall, dann wurden die Schmerzen unerträglich.Letice machte sich auf die Suche nach der Hebamme, aber die war ins Dorf gegangen, um ihre Schwester zu besuchen.Als Sabin seine Runde auf dem Wehrgang und am Tor machte und mit den Wachen redete, sah er, wie Letice mit besorgtem Blick aus dem Saal trat.Sabin ging ihr entgegen, und, erleichtert ihn entdeckt zu haben, erzählte sie ihm von den Schwierigkeiten.»Ich reite sofort los und hole die Frau«, bot sich Sabin an und machte sich sogleich auf den Weg zu den Ställen.Es konnte nicht der Eintopf sein, da er selbst zwei Teller davon gegessen hatte, ohne Magengrimmen bekommen zu haben.Über schwangere Frauen wusste er nicht viel.Die Frauen am Hof von König Heinrich hatten sich immer schon lange vor ihrer Niederkunft auf die Landsitze ihrer Ehemänner zurückgezogen.Als die Frau seines Vaters schwanger war, hatte sie sich bald nur noch in ihrem Privatgemach aufgehalten.Er wusste, dass Frauen bei der Niederkunft eines Kindes sterben konnten.Das war selbst bei Hofe nichts Unbekanntes gewesen und eine Dienerin seiner Stiefmutter war gestorben, nachdem sich die Wehen drei Tage lang hingezogen hatten.Sie war bei guter Gesundheit gewesen, ein robustes Mädchen, das der Geburt ihres Kindes, das sie dann dem Leben entriss, zuversichtlich entgegengeblickt hatte.Als ihm dies alles einfiel, beeilte er sich noch mehr, zum Stall zu kommen.Er hätte einen der Soldaten schicken sollen, aber er musste etwas tun, um die Spannung loszuwerden, die sich in ihm wie in dem verdrillten Seil einer Wurfmaschine aufgebaut hatte.Im Licht einer Öllampe sattelte er Luzifer und führte ihn hinaus.Die Nacht war sternenklar, so dass der Weg zum Dorf hell beschienen war.Luzifers Hufe klapperten laut auf dem steinigen Pfad.Sein Schnauben hallte in der Stille der Nacht wider und sagte jedem, der es hörte, dass noch jemand nach dem Abendläuten unterwegs war.Er traf die Hebamme im Haus ihrer Schwester an, wie Letice gesagt hatte [ Pobierz całość w formacie PDF ]