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.»Du musst mir vertrauen, Josh.«Er legte den Arm fester um sie.»Ich vertraue dir und ich glaube dir.Sonst wäre ich nicht hier…«»Wisst ihr, manchmal denke ich, alle diese Schnipsel verschiedener Epochen, die wir finden, das sind nichts als Splitter einer Phantasie… Fragmente eines Traums.«Abdikadir runzelte die Stirn, und seine blauen Augen blitzten im Licht der Lampen.»Was meinst du damit?«Sie rang nach den richtigen Worten, um ihre Eindrücke zu beschreiben.»Ich glaube, in gewissem Sinne sind wir enthalten im Auge.« Sie flüchtete sich in die Sicherheit der Physik.»Stellt es euch so vor: Die grundlegenden Bausteine unserer Realität…«»Die winzigen Strings…«, warf Josh ein.»Ganz recht.Sie sind nicht wirklich mit den Saiten einer Violine vergleichbar.Es gibt verschiedene Arten, wie sie um ihren Unterbau – ihren Resonanzboden – gewickelt sein können.Stellt euch Saiten vor, die in Schlingen frei über der Oberfläche des Resonanzbodens schweben, und andere, die direkt drumherum gewickelt sind.Wenn man nun die Ausmaße des Unterbaues verändert – wenn man ihn dicker macht –, dann wird sich die Energie der herumgewickelten Saiten erhöhen, die Vibrationsenergie der Schlingen hingegen verringern.Und das muss Auswirkungen auf das sichtbare Universum haben.Wenn man das lange genug macht, dann werden die beiden Dimensionen, lang und kurz, ihre Plätze tauschen… Sie stehen in einer reziproken Beziehung…«Josh schüttelte den Kopf.»Da komme ich nicht mit.«»Ich glaube, sie will uns sagen«, erklärte Abdikadir, »dass in diesem physikalischen Modell sehr große Distanzen und sehr kleine irgendwie äquivalent sind.«»Ja.« Bisesa nickte.»Genau das.Der Kosmos und das Subatomare – eines ist die Umkehrung des anderen, wenn man es aus einer bestimmten Richtung betrachtet.«»Und das Auge des Marduk…«»Das Auge enthält ein Bild von mir«, sagte sie, »genau so wie sich auf meiner Netzhaut ein darauf projiziertes Bild von dir befindet, Josh.Aber ich glaube, im Falle des Auges des Marduk ist die Realität meines Bildes und der Welt mehr als bloße Projektion.«Abdi zog die Brauen zusammen.»Dann sind also die verzerrten Bilder am Auge des Marduk nicht nur Schemen unserer Realität.Und indem es diese Bilder manipuliert, ist das Auge in der Lage, das zu bestimmen, was in der Außenwelt abläuft.Vielleicht konnte es auf diese Weise sogar die Diskontinuität hervorrufen.Ist es das, was du denkst?«»Wie Voodoo-Puppen«, warf Josh ein, hingerissen von dieser Vorstellung.»Das Auge enthält eine Voodoo-Welt… Abdi hat aber nicht so ganz Recht, nicht wahr, Bisesa? Das Auge tut selbst gar nichts, denn du hast gesagt, dass das Auge, wie erstaunlich es auch auf uns wirkt, nur ein Werkzeug ist, und dass du das Vorhandensein von irgendetwas hinter dem Auge gespürt hast, das es lenkt.Also ist das Auge nicht irgendeine dämonische herrschende Wesenheit, es ist bloß ein… ein…«»Ein Schaltpult«, flüsterte sie.»Ich wusste es immer schon – du bist ein kluger Kopf, Josh.«»Ah!«, rief Abdikadir aus.»Ich fange an zu begreifen! Und du glaubst, du hast einen gewissen Zugang zu diesem Schaltpult, du glaubst, dass du das Auge beeinflussen kannst! Und das ist es, was dich erschreckt.«Sie konnte ihm nicht in seine hellen Augen sehen.Verwirrt fragte Josh: »Aber wenn du das Auge beeinflussen kannst – worum hast du es gebeten?«Sie verbarg das Gesicht in den Händen.»Dass es mich nach Hause gehen lässt«, wisperte sie.»Und ich glaube…«»Was?«»Dass es das tun könnte…«Sprachlos starrten die beiden sie an.Aber sie hatte es endlich ausgesprochen, und nun wusste sie, dass sie sich, sobald diese Reise zu Ende war, dem Auge erneut stellen musste, es noch einmal provozieren musste – auch wenn es ihren Tod bedeutete.Einige Tage bevor sie Alexandrien erreichen sollte, steuerte die Flotte Land an, und zwar dort, wo, wie Alexanders Landvermesser ihm versicherten, sich Paraetonium befunden hatte, eine Stadt, die der König einst besucht hatte.Nun war nichts mehr davon zu sehen.Hier stieß auch Eumenes zu ihnen.Er sagte, er wolle seinen König begleiten, wenn dieser erneut in den Spuren der bedeutsamsten Pilgerreise seines Lebens wandelte.Alexander sandte Männer aus, die Kamele zusammentrieben, welche mit Wasser für einen Fünftagesmarsch beladen wurden.Rasch formierte sich die Reisegesellschaft – nicht mehr als ein Dutzend Personen, unter ihnen Eumenes, Josh und Bisesa, ein paar Leibwächter und selbstverständlich der König [ Pobierz całość w formacie PDF ]