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.Ich hätte ihn verbrannt.«Myron dachte einen Augenblick darüber nach.Das, dachte er, war ein exzellenter Einwand.»Wer hat ihn dann weggeworfen?«Ricky zuckte die Schultern.»Kathy, nehme ich an.Ich hab ihn ihr gegeben.«»Wann?«»Später.«»Wann später?«»So gegen Mitternacht, Glaub ich.Nachdem es passiert war.nachdem sie den Umkleideraum verlassen hatte, war es, als hätte uns jemand ein Gegenmittel verpasst.Oder als hätte jemand auf einmal das Licht angemacht, sodass wir sehen konnten, was wir getan hatten.Wir sind alle ganz still geworden und haben uns verzogen.Außer Horty.Er hat gelacht wie eine gottverdammte Hyäne und wurde immer hemmungsloser.Wir anderen sind auf unsere Zimmer gegangen.Keiner hat ein Wort gesagt.Ich hab mich ins Bett gelegt, für eine Weile wenigstens.Dann hab ich mich angezogen und bin wieder rausgegangen.Ich hatte keinen Plan.Keinen richtigen.Ich wollte sie bloß finden.Irgendwas zu ihr sagen.Ich wollte bloß.Scheiße, ich weiß auch nicht.«Seine Finger spielten kindlich mit seinem Haar und drehten es zu Locken.Er sah jetzt kleiner aus.»Schließlich hab ich sie gefunden.«»Wo?«»Sie ist über das Unigelände gelaufen.«»Wo genau?«»In der Mitte, glaub ich.Auf der Wiese.«»In welche Richtung ist sie gelaufen?«Er überlegte einen Moment.»Nach Süden.«»Als käme sie von den Dienstwohnungen?«»Ja.«Nachdem sie bei Dekan Gordon gewesen war, dachte er.»Erzähl weiter.«»Ich bin auf sie zugegangen.Hab ihren Namen gerufen.Ich hab gedacht, sie würde weglaufen, weißt du? Es war ja dunkel und so.Aber sie ist nicht weggelaufen.Sie hat sich bloß umgedreht und mich angestarrt.Sie hat sich nicht gefürchtet.Sie hat nicht gezittert.Sie stand nur da und hat mich angestarrt.Ich hab ihr gesagt, dass es mir Leid tut.Sie hat gar nichts gesagt.Ich hab ihr den Slip gegeben.Ich hab ihr gesagt, dass sie ihn als Beweismittel verwenden kann.Ich hab ihr sogar gesagt, dass ich als Zeuge aussagen würde.Das hatte ich gar nicht vorgehabt.Es ist mir einfach so rausgerutscht.Kathy hat den Slip genommen und ist gegangen.Sie hat die ganze Zeit kein Wort gesagt.«»War das das letzte Mal, dass du sie gesehen hast?«»Ja.«»Was hat sie angehabt?« »Angehabt?«»Als du sie zuletzt gesehen hast.«Er blickte auf und versuchte sich zu erinnern.»Was Blaues, glaube ich.« »Nicht gelb?«»Nein.Gelb bestimmt nicht.«»Sie hatte sich nach der Vergewaltigung nicht umgezogen?« »Ich glaube nicht.Nein, es waren die gleichen Sachen.« Myron ging zur Tür.»Du brauchst nicht nur einen neuen Agenten, Ricky.Du brauchst auch einen guten Anwalt.«40Jake saß neben Esperanza im Vorzimmer.Als Myron und Win eintraten, stand er auf.»Haben Sie einen Augenblick Zeit?«Myron nickte.»In meinem Büro.«Jake sagte: »Allein.«Wortlos drehte Win sich um und verschwand.»Ist nichts Persönliches«, sagte Jake.»Aber wenn ich den Kerl seh, krieg ich 'ne Gänsehaut.«»Kommen Sie rein.« Myron blieb an Esperanzas Schreibtisch stehen.»Hast du Chaz erreicht?«»Noch nicht.«Er gab ihr einen Umschlag.»Da drin ist ein Foto.Geh damit zu Lucy.Frag, ob sie ihn erkennt.«Esperanza nickte.Myron folgte Jake ins Büro.Die Klimaanlage lief auf vollen Touren.Angenehm.»Na, was führt Sie in den Big Apple, Jake?«»Ich war drüben im John Jay«, sagte er, »und hab was prüfen lassen.«»Das kriminologische Labor?«»Genau.«»Und? Was rausgekriegt?«, fragte Myron.Jake antwortete nicht.Er beugte sich vor, kniff die Augen zusammen und begutachtete die Bilder an der Klientenwand.»Von ein paar von den Jungs hab ich gehört«, sagte er.»Aber Superstars sind nicht dabei.«»Nein, keine Superstars.«»Kein Christian Steele.«Myron setzte sich.Er legte die Füße auf den Tisch.»Sie glauben immer noch, dass er Nancy Serat umgebracht hat?«Jake bewegte die Schultern.Man hätte es als Achselzucken interpretieren können.»Ich will mal sagen, Christian ist nicht mehr unser Hauptverdächtiger.«»Wer dann?«Jake drehte sich um.Er setzte sich und schlug die Beine übereinander.»Ich hab ein bisschen im Mordfall Adam Culver rumgestochert.Sind interessante Sachen bei rausgekommen.Sieht aus, als hätten sich die Cops nur auf den Tatort und die Nachbarschaft konzentriert.Gab ja keinen Grund, sich um was anderes zu kümmern.Sie waren überzeugt, dass er das Zufallsopfer eines Überfalls war.Ich hab's von einer anderen Seite versucht.Bin Culvers Nachbarschaft in Ridgewood durchgegangen.Nettes Örtchen.Durch und durch weiß.Kein Schwarzer weit und breit.Ich gehe davon aus, dass Sie das kennen?«Myron nickte.»Ich hab mich jedenfalls mit einem Kerl unterhalten, der zwei Häuser weiter wohnt.Er sagt, er ist in der fraglichen Nacht mit seinem Hund spazieren gegangen.Die Zeit wusste er nicht genau, aber er glaubt, dass es so gegen acht war.Sieht so aus, als hätte er einen Riesenstreit bei den Culvers gehört.Gewaltiger Krach.Er sagt, sowas hätte er noch nie gehört.Es war so schlimm, dass er fast die Cops gerufen hätte, aber dann wollte er sich doch lieber nicht in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen.Sie sind schließlich schon seit zwanzig Jahren Nachbarn.Also hat er die Sache auf sich beruhen lassen.«»Wusste er, worum es bei dem Streit ging?«Jake schüttelte den Kopf.»Nee.Nur laute Stimmen.Die von Adam und Carol.«Myron saß immer noch ruhig auf seinem Stuhl.Adam und Carol Culver hatten sich wenige Stunden vor dem Mord an Adam gestritten.Myron versuchte, das mit dem in Einklang zu bringen, was er bereits wusste.Endlich begannen die Einzelheiten zusammenzupassen.»Was haben Sie sonst noch?«, fragte Myron.»Über den Mord an Adam Culver? Nichts?«Schweigen [ Pobierz całość w formacie PDF ]