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.Er übernahm die Führung.Wir ritten nach Osten, über die Stoppeln der Maisfelder, dann wandten wir uns nach Süden und kamen am riesigen Aufzug aus Holz und Metall vorbei, mit dem Lasten von der Ebene nach Artistos hinaufbefördert wurden.Wir überquerten die Grenze, und es gab ein dreifaches Signal, als unsere Ausweischips registriert wurden.Dann hielten wir oben an der Klippe an.Die einzige befestigte Straße von der Klippe zum Raumhafen durchschnitt das Meer aus Grün-, Braun- und Rottönen wie ein breiter Fluss.Auf den dichten Grasflächen zu beiden Seiten der Straße ernteten wir das Winterfutter für die Gebras.Der Samtfluss begrenzte die Ebene auf der linken Seite, und auf der rechten war am Horizont das Grün des hügeligen Waldlandes zu erkennen.Jenseits der Ebene glitzerte das Meer wie ein hellblauer Lichtstreifen zwischen dem Boden und dem klaren Himmel.Tom zeigte nach unten, zum Fuß der Klippe.»Schaut mal – wilde Gebras!«Eine mittelgroße Herde aus vielleicht zehn Tieren, die tief unter uns grasten.Ihre langen dünnen Rücken und Schwänze bewegten sich langsam durch das Gras, das den Gebras bis zum Bauch reichte.Zwei Wachtiere hielten sich am Rand der Herde und blickten sich mit erhobenen Köpfen um.Wir schlängelten uns die steilen Serpentinen hinunter, weit zurückgelehnt, während die Sättel unter uns knarrten.Zwei riesige Hochlandadler kreisten träge auf warmen Luftströmungen.In Spiralen stiegen sie immer weiter auf, bis sie über der Klippe schwebten.Als wir die Straße erreichten, blieb Joseph an der Spitze, während Tom und ich nebeneinander ritten.Ich blickte zu ihm hinüber.»Es macht ihm großen Spaß.Dieser Ausflug war eine gute Idee.«Tom machte einen zufriedenen Eindruck.»Er sieht besser aus als seit Tagen.Nava hat ein Problem damit, dass er sich nicht mehr um die Datennetze kümmert.Wir müssen es vor Einbruch des Winters schaffen, die Außengrenze zu sichern.«»Ich weiß«, sagte ich nur.Jeder wollte, dass Joseph wieder funktionierte.Aber nicht heute.Heute wollte ich in Ruhe gelassen werden.Ich wollte reiten und unsere Eltern im Meer bestatten.So entspannt, wie Tom im Sattel saß, hielt er seinen stämmigen Körper mühelos im Gleichgewicht mit Zuckerweizen.»Ich hatte gehofft, wenn er rauskommt, wird er vielleicht seine Wut loswerden und sich wieder an die Arbeit machen können.«Ich gab ihm die gleiche Antwort, die ich auch Jenna gegeben hatte.»Ich glaube nicht, dass er wütend ist.Er hat nur Angst.«Vor uns trieb Joseph sein Gebra zu einem leichten Galopp an, und wir folgten ihm.Die gespaltenen Hufe unserer Reittiere schlugen auf den festgetretenen Boden des Weges.»Wut und Angst sind nahe Verwandte, Chelo.Er hat sehr viel verloren.Vielleicht ist er zornig auf sich selbst.«»Er braucht Zeit.Können wir ihm nicht etwas mehr Zeit geben?«»Du hast an den Datennetzen gearbeitet.Du weißt, wie lange es dauert, wenn wir sie ohne ihn reparieren.«»Was passiert, wenn Joseph nie mehr an den Datennetzen arbeiten kann?« Ich hatte Tom nicht gesagt, dass Joseph geschworen hatte, sich nie wieder damit zu beschäftigen.Schließlich war mir klar, dass er gar nicht anders konnte.»Wenn es nach mir ginge? Nichts.Meinetwegen könnte er sich der Kulturgilde anschließen.Aber es gibt Regeln, die unsere Gesellschaft zusammenhalten.Demnach ist jeder verpflichtet, sein Bestes zu geben.«Darin lag eine unterschwellige Drohung, aber auch eine Wahrheit.»Ich weiß.«Wir ritten schweigend durch das Gras, das hoch genug war, dass ich mich aufrecht stehend darin hätte verstecken können.Es fühlte sich an, als würden wir uns durch ein geteiltes Meer bewegen, so dass man nicht allzu weit sehen konnte.Nur die breite Straße ermöglichte uns, gut voranzukommen.Zwischen dem Raumhafen und dem Meer würde es schwieriger werden.Die gefiederten Spitzen des Grases waren knochentrocken, aber die Stängel waren feucht und immer noch grün.Später, wenn der Winter anbrach, würden Blitze die Ebene in Brand setzen.Dann wälzte sich eine helle Feuerwalze durch das Gras und bereitete die Saat auf die Keimung im Frühjahr vor.Das Feuer erhielt die Monokultur auf der Ebene, denn unter diesen Bedingungen konnten hier keine Bäume Fuß fassen.Nur gelbes Gras, hohes Gras, scharfes Gras, silbriges Gras, Peitschengras und Insekten, Nagetiere, Gebras, Schlangen und Tatzenkatzen.Wir brauchten eine Stunde, um den Raumhafen zu erreichen.Vier Quadratkilometer Beton schirmten die Gebäude vor den jährlich wiederkehrenden Flächenbränden ab.Genau im Zentrum befanden sich zwei kleine Häuser, drei Hangars und ein Brunnen.Zuckerweizen trötete, und Sprinter hielt an.Wir holten Joseph ein und ritten gemeinsam zur Wasserquelle.Ich stieg ab und wischte Staub und tote Motten aus dem Metalltrog.Dann betätigte ich die Pumpe, in der Hoffnung, dass die Station noch funktionierte.Klares Wasser lief in die aufgeschnittene längliche Röhre.Die Gebras tauchten ihre Nasen hinein und tranken mit schlürfenden Zügen, während wohlige Laute aus ihren Kehlen drangen.Auch wir tranken, aber aus einem Trinkwasserhahn in der Nähe.Dazu kauten wir salziges Djuri-Dörrfleisch und rissen Stücke von einem gemeinsamen Brotlaib ab.Wir ritten über die Betonfläche und machten eine Inventur der Schäden.Zwei lange Risse hatten sich an einer Ecke aufgetan.Ein Spalt war einen halben Meter breit.Wenn er nicht vor dem nächsten Frühling repariert wurde, wuchs er mit Gras zu, das den Beton weiter auseinandertreiben würde.Das Wichtigste war jedoch, dass die drei noch übrigen Raumfähren von der Weltenreise sicher in einem der Hangars standen.Sie wurden von der Kolonie benutzt, um mindestens einmal pro Jahr nach dem Mutterschiff zu sehen.Tom war einer der zehn ausgebildeten Piloten.Obwohl sie in tadellosem Zustand zu sein schienen, lief er um alle Fähren herum und berührte sie vorsichtig, indem er die Hand über den Rumpf gleiten ließ.Als Nächstes überprüften wir das Wachhaus.Niemand wohnte dort, abgesehen von gelegentlichen Jagdgruppen oder der Bodenmannschaft für die Raumfähren.Der letzte Start lag nun schon fast ein Jahr zurück.Von außen schien das Haus in Ordnung zu sein.Drinnen entdeckten wir einen Riss im Ofenrohr und zerbrochenes Geschirr.Während Tom die Scherben aufsammelte, machte ich mich mit Hüpfer auf den Weg zur Neuen Schöpfung.Sie stand aufrecht auf einer eigenen kleinen Freifläche, etwa hundert Meter vom eigentlichen Raumhafen entfernt, wie ein dicker runder Silberstab mit sich verjüngender Spitze.Hüpfers Hufe knirschten auf der toten Zone, einem Kreis rund um das Schiff, wo selbst nach zweiundzwanzig Jahren nur spärliches Gras wuchs.Die Neue Schöpfung ragte über mir auf, zwanzigmal so hoch wie ich.Die Metallhülle des Schiffs glänzte – auch das ein Mysterium nach so viel Zeit, so viel Regen, Sturm und Feuer.Im Schiffsrumpf gab es nirgendwo ein Anzeichen für eine Tür.Ich legte eine Hand auf die Urne an meinem Gürtel und empfand plötzlich einen doppelten Verlust.Therese und Steven hatten meine ersten Eltern besiegt, aber ich hatte sie alle geliebt.Ich verstand nicht, warum es diesen Krieg gegeben hatte, warum die Fremonter »reine« Menschen sein mussten [ Pobierz całość w formacie PDF ]