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.In dieser Sekunde war es Bill Tate, als hätte er das alles schon einmal erlebt: eine Gestalt im Tarnanzug mit einer nur zu bekannten russischen Waffe im Anschlag, bereit, so lange zu schießen, bis nur blutige Fetzen von ihm übrig blieben.Der Schauplatz war ein anderer, denn jenes erste Mal geschah es nachts in einem von Vietkongs überrollten A-Camp im vietnamesischen Bergland, doch es war haargenau die gleiche Situation, auch die Kugel, die Tate in die Seite traf, ihn herumwirbelte und in seiner Brust jäh aufloderndes Feuer entfachte.Auf dem Rücken liegend, sah er, wie die Waffe wieder gehoben wurde, diesmal zielte sie auf Talcott Bailey, der wie gebannt in die Mündung blickte, in seinen gespannten, bleichen Zügen stand die Erkenntnis, dass dieser Augenblick sein letzter werden würde.Doch leise ächzend senkte Leč die Waffe, langsam, wie in namenloser Verblüffung.Er sagte ein einziges, rätselhaftes Wort: »Bakunin …« Dann klirrte der Karabiner zu Boden, und plötzlich wie von einem wuchtigen Stoß hingeschleudert, kippte der Albaner steif nach vorne und fiel aufs Gesicht.Aus seinem Rücken ragte der Griff von Robinsons Wurfmesser, rundherum rötete sich der Stoff seiner Bluse zu einem immer größeren feuchten Fleck.Tate taumelte hoch, er betastete die Seite, wo das Projektil Kutte, Uniform, Haut und Muskulatur durchschlagen hatte.Vermutlich waren Rippen gebrochen, denn jeder Atemzug bewirkte stechende Schmerzen.Bailey kniete nun neben Colonel Seidel und bemühte sich, ihm aufzuhelfen.»Ist es schlimm?« fragte der General mühsam.Der Richter, dessen Gesicht von dem Hieb so geschwollen war, dass er kaum aus den Augen sehen konnte, antwortete lallend: »Es geht schon.Zum Teufel, es geht schon.Holen wir den Präsidenten heraus!«Robinson, der sich zu Leč niederbeugte, um sein Messer zu holen, sagte finster: »Sind Sie schwer verwundet, Sir?«»Ich werde davonkommen.«»Dieser Sauhund lebt noch!« rief der Sergeant.Tate rollte den Albaner auf den Rücken und blickte in das breite Gesicht.Die Augen waren offen, sie starrten glasig ins Leere, aber deutlich sagte er: »Ich werde unmöglich sein – solange jene …« Die Stimme erstarb, erstickt von dem Blutschwall, der ihm in die Kehle stieg.Der Blick brach.Robinson brummte: »Was war das?«»Ein Ausspruch Michail Bakunins«, erklärte Bailey.»Er lautet: ›Ich werde unmöglich sein, solange jene, die möglich sind, möglich bleiben.‹«Schwankend stand Tate da, er hatte den Karabiner ergriffen.»Sergeant, bringen Sie Mr.Bailey und den Colonel zum Nordtor.Sofort, Sergeant …« Er warf die Mönchskutte ab und preßte den Arm gegen die Seite, um die Blutung zu stillen.»Und was ist mit Ihnen, Sir?« fragte Robinson.»Zum Teufel, es gibt hier noch andere Geiseln.Kein Palaver jetzt.Los, Soldat, Bewegung!«»Ich glaube, Bronstein und Miß Zadok sind irgendwo innerhalb des Ostflügels«, warf Seidel ein.»Was geht draußen vor?« Der Gefechtslärm hatte sich verstärkt, da die Abu Mussa die stürmenden Marines aufzuhalten versuchten.»Nichts wie weg!« keuchte Tate.Unsicher ging er voraus, durch das zweiflügelige Tor der Kirche ins Freie.Als sie in das helle Sonnenlicht des Ganges zwischen Kirche und Umfassungsmauer kamen, befahl er Deckung.Am Ostende der engen Passage stand eine Tür offen.Dahinter führte eine kurze Steintreppe zu einer Pforte in der Umfassungsmauer.Von dort tauchten plötzlich bewaffnete Guerillas auf.Tate, der mit der Kalaschnikow aus der Hüfte schoß, bestrich die ganze Fläche und zwang die Araber, sich zurückzuziehen.Vom oberen Rand der Mauer wurde sein Feuer erwidert, die Projektile warfen winzige Krater im Erdreich auf.Der General jagte eine kurze Garbe in die Höhe, und ein Mann stürzte in den Hof herunter.Von drüben hörten sie hastiges Rennen und laute Befehle auf arabisch.Die Guerillas versuchten das andere Ende des Ganges zu erreichen, sie wollten sie offenbar wieder in die Kirche treiben [ Pobierz całość w formacie PDF ]