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.Er bekreuzigte sich.»Was ist da unten?«, fragte Ferragus.»Ein Abwasserkanal.Vielleicht sind sie ertrunken?«»Nein«, sagte Ferragus, dann schauderte er, weil aus dem übel riechenden Loch ein hämmerndes Geräusch zu ihm heraufdrang.Das Geräusch schien aus weiter Ferne zu kommen, aber es war ein hartes, bedrohliches Geräusch, und Ferragus erinnerte sich an eine Predigt, die er einst von einem Dominikanerbruder hatte ertragen müssen.Dieser hatte die Bürger von Coimbra vor der Hölle gewarnt, die ihrer harrte, wenn sie ihr Leben nicht änderten.Der Bruder hatte das Feuer beschrieben, die Folterinstrumente, den Durst, den Schmerz, die Ewigkeit hoffnungslosen Weinens, und in dem widerhallenden Geräusch glaubte Ferragus die Gerätschaften der Hölle lärmen zu hören.Instinktiv fuhr er herum und floh die Stufen hinauf.Die Predigt hatte eine solche Kraft besessen, dass Ferragus hinterher zwei Tage lang versucht hatte, ein besserer Mensch zu werden.Er hatte nicht einmal eines der Bordelle aufgesucht, die er in der Stadt besaß, und jetzt, als er den Lärm hörte und beim Anblick des vom Feuer umgebenen Lochs, kehrte das Entsetzen des Sünders zu ihm zurück.Furcht überwältigte ihn, dass nun Sharpe zum Jäger und er zum Opfer geworden war.»Hier herauf!«, befahl er Francisco.»Dieses Geräusch …« Francisco widerstrebte es, den Keller zu verlassen.»Das ist er«, sagte Ferragus.»Willst du dort hinuntergehen und ihn suchen?«Francisco blickte in die Öffnung hinab, dann floh er die Stufen hinauf und schloss hinter sich die Falltür.Ferragus befahl, die Kisten wieder daraufzustapeln, als könne das Sharpe davon abhalten, aus der stinkenden Unterwelt emporzutauchen.Dann ertönte ein weiteres hämmerndes Geräusch, diesmal von den Türen des Lagerhauses her, und Ferragus schwang herum und hob sein Gewehr.Das neue Hämmern ertönte noch einmal, und Ferragus unterdrückte seine Angst und ging dem Lärm entgegen.»Wer ist da?«, brüllte er.»Senhor? Senhor? Ich bin es, Miguel!«Ferragus zerrte eine der Lagerhaustüren auf.Zumindest eines war noch in Ordnung in seiner Welt, denn Miguel und Major Ferreira waren zurückgekehrt.Ferreira war so vernünftig gewesen, seine Uniform abzulegen, und trug stattdessen einen schwarzen Anzug.Bei ihm befanden sich ein französischer Offizier und eine Schwadron sichtlich abgehärteter Kavalleristen, bewaffnet mit Säbeln und kurzen Musketen.Der Lärm in den Straßen wurde Ferragus erneut bewusst: ein Schrei von irgendwoher, Hufschlag und der Lärm von Stiefeltritten.Er stand wieder im Tageslicht, die Hölle war verschlossen, und die Franzosen waren eingetroffen.Er war in Sicherheit.Die Kolben der Gewehre hämmerten auf die Wand des Abwasserkanals ein, und im Handumdrehen wurde Sharpe belohnt, als nämlich das scharrende Geräusch ertönte, mit dem sich Steine lösten.»Richard!«, rief Vicente warnend, und Sharpe sah sich um und entdeckte winzige Funken von Licht, die aus den entfernten Winkeln des Kanals herüberglommen.Die Funken flammten auf, leuchteten und verloschen, wobei sich das unheimliche Licht in Dingen widerspiegelte, die an den Seiten des Tunnels glänzten.»Ferragus«, sagte Sharpe.»Er wirft Feuer in den Keller.Ist dein Gewehr geladen, Jorge?«»Natürlich.«»Bewach den Weg.Aber ich bezweifle, dass die verdammten Kerle hierherkommen werden.«»Warum denn nicht?«»Weil sie uns bestimmt nicht hier unten einen Kampf liefern wollen«, sagte Sharpe.»Weil sie nicht durch Scheiße waten wollen.Weil sie Angst haben.« Er stieß den Kolben des Gewehrs in das alte Ziegelwerk, schlug in einer Art von Wahn wieder und wieder zu, und an seiner Seite arbeitete Harper, der seine Schläge so setzte, dass sie zeitgleich mit denen von Sharpe auftrafen, und plötzlich brach das alte Gemäuer zusammen.Einige der Ziegel fielen zu Sharpes Füßen nieder und ließen den Unrat an seinen Beinen hochspritzen, aber die meisten stürzten in den Raum, der sich hinter der Mauer auftat, was immer dort auch sein mochte.Gut war, dass sie mit einem trockenen Krachen aufschlugen, nicht mit einem Platschen, was bedeutet hätte, dass es ihnen lediglich gelungen war, in eine der zentralen Sickergruben vorzustoßen, die sich unter den Häusern der Unterstadt befanden.»Kommst du da durch, Pat?«, fragte Sharpe.Harper gab keine Antwort, sondern kletterte einfach durch die Öffnung in den dunklen Raum dahinter [ Pobierz całość w formacie PDF ]