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.«Und wenn es zur Schlacht kommen sollte, o Herr, dann lass Deinen Willen geschehen und Deinen Sieg errungen sein und lass das Blut Deiner Feinde die Erde tränken und lass ihren Stolz von den Hufen der Gerechten zertrampeln!» Seine Anrufung war tiefempfunden, sein Gebet widerhallend und seine Stimme so hart wie der New-Hampshire-Granit, aus dem die Kirche erbaut worden war.Elial ließ das Echo seines Gebets verklingen und öffnete die Augen, doch seine Gemeindemitglieder, die darauf gefasst waren, dass der grimmige Blick ihres Pastors die Bankreihen nach dem geringsten Hinweis auf Ungläubigkeit absuchen würde, hielten ihre Augen fest geschlossen, und keine Dame rührte ihren Fächer.Niemand bewegte sich, wahrhaftig, die Leute wagten kaum zu atmen.Elial senkte die Hände, um sich ans Predigtpult zu klammern.«Darum flehen wir in Deinem heiligen Namen.Amen.»«Amen», echote die Gemeinde.Ängstlich wurden Augen aufgeschlagen, raschelnd die Seiten der Gesangbücher umgeblättert, und Mrs.Sifflard pumpte dem Harmonium feuchte Luft in die Eingeweide.«Lied Nummer zweihundertsechsundsechzig.» Reverend Elial klang wie ein Mann, den jäh die Kräfte verlassen hatten und der rechtschaffen müde war.«Es ist ein Born, draus heil’ges Blut für arme Sünder quillt, ein Born, der lauter Wunder tut, und jeden Kummer stillt.»Ein Pferd, das sich losgerissen hatte, galoppierte aus dem Gebüsch und zwischen einer Reihe verwundeter Südstaatler hindurch, die der Gnade der anrückenden Yankees überlassen worden waren.Ein Mann schrie auf und krümmte sich zusammen, als das Pferd mit einem Huf seinen Oberschenkel traf.Ein anderer Mann rief schluchzend nach seiner Mutter.Ein Dritter hatte seine Augen an das Fragment einer Granatenhülle verloren und konnte nicht mehr weinen.Zwei der Verletzten waren schon tot, ihre Bärte ragten himmelwärts, und auf ihrer Haut krabbelten Fliegen.Immer mehr Nordstaatentruppen kamen in den Wald.Bei den Toten blieben die Männer stehen, um ihre Taschen und Beutel zu durchsuchen.Der Granatenbeschuss hatte aufgehört, doch die Feuer, die durch die Explosionen ausgelöst worden waren, brannten immer noch knackend im Unterholz.Östlich des Waldes marschierte das grau uniformierte 2nd Wisconsin Regiment auf das Regiment von Georgia zu, das nun die rechte Flanke der unterbrochenen konföderierten Verteidigungslinie bildete, und wurde irrtümlich für Verstärkung der Südstaaten gehalten.Die Flagge des Nordens, die schlaff in der windstillen Luft hing, war leicht mit dem Banner der Konföderierten zu verwechseln, und die Männer aus Georgia ließen das Regiment aus Wisconsin so dicht an sich herankommen, dass sämtliche Offiziere des Südens von der Eröffnungssalve der Yankees getötet oder verwundet wurden.Die überlebenden Männer aus Georgia standen einen Moment wie erstarrt da, dann flüchteten sie Hals über Kopf.Und so war schließlich auch noch der letzte Rest der notdürftigen Verteidigungslinie, die Nathan Evans zusammengebracht hatte, bezwungen.Doch die Linie hatte ihre Aufgabe erfüllt.Sie hatte einen überwältigenden Angriff lange genug aufgehalten, um auf der flachen, weiten Kuppe des Hügels, auf der die Legion ihren Tag angefangen hatte, eine zweite Verteidigungslinie zusammenzuflicken.Eine Geschützbatterie aus Virginia, unter dem Kommando eines Anwalts, der zum Kanonier geworden war, wartete am nördlichen Rand des Plateaus.Die Kanonen waren auf das Tal gerichtet, aus dem die Männer von Evans’ geschlagener Brigade nun vor den siegreichen Yankees zurückströmten.Hinter den Kanonen des Anwalts stand eine Brigade aus Virginia, die vom Shenandoah Valley eingetroffen war und von einem gottesfürchtigen Mann mit exzentrischen Ansichten und grimmiger Entschlossenheit angeführt wurde.Thomas Jackson war ein recht unbeliebter Ausbilder an der Militärakademie von Virginia gewesen und danach ein ebenso unbeliebter Kommandant der Milizbrigade, die er ausgebildet und gedrillt, gedrillt und ausgebildet hatte, bis den Bauernburschen in seinen Reihen die Ausbildung und der Drill zu den Ohren herausgekommen waren.Aber jetzt standen Thomas Jacksons Bauernburschen auf einem weitläufigen Plateau und warteten auf den Angriff einer siegreichen Yankee-Armee, und sie waren gedrillt, ausgebildet und kampfbereit.Und sie wollten kämpfen.Eine weitere Geschützbatterie der Konföderierten kam auf den Hügel und brachte die Kanonen dicht neben den aufgestapelten Zelten der Legion Faulconer in Stellung.Der Kommandant der Batterie war ein Pastor der Episkopalkirche, der nun seinem Stellvertreter befahl, die Schneckenschrauben, Schwammbeutel, Schaber, Handspeichen und Ladestöcke erneut zu überprüfen, während er selbst laut um Gottes Mitleid für die sündhaften Seelen der Yankees betete, die er mit seinen vier nach den Evangelisten benannten Kanonen in eine bessere Welt zu schicken beabsichtigte.Thomas Jackson, der jeden Moment mit einer gegnerischen Kanonade rechnete, befahl seinen Männern, sich flach auf den Boden zu legen, um den feindlichen Kanonieren kein Ziel zu bieten, während er selbst ganz ruhig im Sattel sitzen blieb und in seiner Bibel las.Er machte sich Sorgen darum, dass seine Männer in den Rauchwolken des Gefechts die Orientierung verlieren könnten, und deshalb hatten sämtliche Virginier weiße Stoffstreifen um ihre Oberarme oder Hutbänder geknotet und den Befehl erhalten, beim Kampf ein Losungswort zu rufen.«Unsere Heimat!» lautete der Ruf, und Jackson erwartete, dass sich die Männer mit der linken Hand auf die Brust schlugen, wenn sie diese Worte riefen.Captain Imboden, Anwalt und Kanonier, war längst zu dem Schluss gekommen, dass Jackson zwar verrückter war als ein angestochenes Huhn, man sich aber immerhin freuen könne, auf Jacksons Seite zu sein, weil man den Wahnsinnigen dann nicht im Kampf gegen sich hatte.Eine Meile rechts von Imboden, bei der Steinbrücke, auf der mehr und mehr Nordstaatentruppen den Bull Run überquerten, um ihren vernichtenden Angriff fortzusetzen, saß General Irvin McDowell neben der Mautstraße auf seinem Pferd und jubelte seinen Männern zu.«Sieg, Jungs!», rief er wieder und wieder [ Pobierz całość w formacie PDF ]