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.«»Ich komm dich morgen besuchen«, hatte Gemma Charlotte versprochen und sie auf die feuchte, klebrige Wange geküsst.»Ich habe versprochen, heute noch einmal bei ihr vorbeizuschauen«, sagte sie jetzt zu Melody.»Und ich muss nach meiner Mutter schauen.Sie liegt seit gestern im Krankenhaus.«»Das tut mir leid, Chefin«, sagte Melody rasch.»Kann ich irgendetwas tun?«Als sie Melodys besorgten Blick sah, flackerte sogleich die Panik in ihr auf.»Nein.Nein, es ist nichts Ernstes«, sagte sie.»Sie hat eine leichte Infektion.Ihr Immunsystem ist durch die Chemo geschwächt.Und sie legen ihr einen Port für die Behandlungen -« Sie brach ab, als sie merkte, dass sie mit ihrem Wortschwall eher sich selbst als Melody zu beruhigen suchte.»Ich bin sicher, dass sie bald wieder auf den -«Das Klingeln ihres Handys rettete sie.Als sie Betty Howards Nummer auf dem Display sah, entschuldigte sie sich, augenblicklich von einer Unruhe erfasst, wie sie sie bei jedem Anruf von Kits oder Tobys Schule empfand.»Betty, hallo«, meldete sie sich rasch.»Ist alles okay?«Sie lauschte eine Weile mit ernster Miene, wobei sie mit einem Kugelschreiber auf den Schreibtisch klopfte, und sagte dann: »Gut, ich werde mich mal erkundigen.Ich ruf dich dann zurück.«»Ist etwas nicht in Ordnung?«, fragte Melody, als Gemma aufgelegt hatte.»Ich weiß nicht.« Gemma runzelte die Stirn.»Betty sagt, sie hat einen Anruf von Janice Silverman bekommen, der Sozialarbeiterin vom Jugendamt.Silverman teilte ihr mit, sie habe Charlottes Großmutter kontaktiert, die ihr zu verstehen gab, dass sie mit Charlotte nichts zu schaffen haben will.Aber heute Vormittag rief dann Sandras Schwester an, eine Frau namens Donna Woods.Sie sagt, sie will Charlotte zu sich nehmen.«»Aber das ist doch sicher eine gute Nachricht«, meinte Melody.»Das Kind sollte zu Verwandten kommen.«»Ja, mag sein«, erwiderte Gemma gedehnt.»Aber das kommt immer auf die Verwandten an.« Ihr wurde plötzlich klar, wie entsetzlich sie es finden würde, wenn Toby und Kit in die Obhut ihrer Schwester kämen - gewiss würden sie dort nicht misshandelt werden, aber sie wären nicht so geborgen, wie sie es bei ihr waren.Und Blutsverwandtschaft war keine Garantie dafür, dass man geliebt wurde, wie Kits Erfahrungen mit seiner Großmutter sie allzu schmerzhaft gelehrt hatten.»Laut Tim waren Naz und Sandra strikt gegen jeglichen Kontakt zwischen Charlotte und Sandras Familie«, fuhr sie fort.»Und wir wissen gar nichts über diese Schwester.«»Wir?« Melody sah sie fragend an.»Die Polizei.Das Jugendamt.Sie wissen schon, was ich meine«, fügte sie ein wenig genervt hinzu.Melody musterte sie noch ein wenig länger, als ob sie mit sich ränge, und sagte dann: »Also, für mich hört sich das so an, als ob Sie Charlotte Malik nicht mehr aus den Augen lassen wollen.«11Die bangladeschische Bevölkerungsgruppe in Großbritannien hat daher in den vergangenen sechzig Jahren mehrfach die Bezeichnung gewechselt: Inder, Pakistani, Bengalen, Bangladeschis.Heute sind die beiden letztgenannten austauschbar.Darüber hinaus verwenden viele den Begriff »Sylheti« als Selbstbezeichnung, da dies die Region ist, aus der die meisten britisch-bangladeschischen Familien stammen.Geoff Dench, Kate Gavron, Michael Young: The New East EndKincaid mochte es nicht, wenn er nicht gleich zu Beginn einer Ermittlung sein eigenes Team vor Ort hatte, aber da die Kollegen von Bethnal Green nun einmal die Ersten gewesen waren, schien es sinnvoll, die Einsatzzentrale in der dortigen Dienststelle einzurichten.Und er wollte Weller dabeihaben, ob es Weller passte oder nicht, was bedeutete, dass der DI, wenn er von seinem Gerichtstermin zurückkäme, mit einem neuen Leitenden Ermittlungsbeamten in seinem Revier würde leben müssen.Kincaid hatte die Zentrale in einem Besprechungsraum mit einem Computerterminal und einer Weißwandtafel eingerichtet und eine Beamtin damit betraut, die eingehenden Anrufe aus der Bevölkerung anzunehmen, während ein anderer die Zeugenaussagen aus dem Park abgleichen sollte [ Pobierz całość w formacie PDF ]