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.«Ethan zog sie näher an sich, bis sich ihre Körper fast berührten.»Wie ist es damit?«»Als ich sagte, dass er nicht eifersüchtig ist, sollte das keine Ermutigung sein.«Aber sie zog sich auch nicht zurück.Sie tanzten.Er hasste sich dafür, dass er es genoss, sie wieder zu berühren.»Was denken all die Leute darüber, dass ich hier bin? Sie tun so, als wäre ihnen nicht klar, dass der Sheriff unter ihnen ist.«»Oh, das ist ihnen durchaus klar.Wir haben darüber gesprochen.Ich habe sie davon überzeugt, dass man dir trauen kann.Dass wir dich brauchen.Ich habe mich für dich eingesetzt.«»Du brauchst mich, das ist wohl wahr.«»Die Frage ist wohl eher, ob du auch wirklich auf unserer Seite stehst.«»Wenn ich Nein sage, lande ich dann ebenfalls nackt, tot und mit Messerstichen übersät auf der Straße?«Er spürte, wie sich Kates Fingernägel in seine Schulter bohrten.Es loderte in ihren Augen.»Weder ich noch einer meiner Leute hat Alyssa etwas angetan.Wir sind keine Revolutionäre, Ethan.Wir kommen nicht in diese Höhle, um Waffen zu lagern und einen Coup zu planen.Wir treffen uns hier an einem Ort, an dem wir nicht beobachtet werden.An dem wir uns wie menschliche Wesen und nicht wie Gefangene fühlen.«Er führte sie ein Stück von der Musik weg.»Mir ist da was durch den Kopf gegangen«, meinte er.»Was denn?«»Eigentlich sind es sogar zwei Sachen.Woher habt ihr gewusst, dass ihr einen Mikrochip im Bein habt? Und woher wusstet ihr, dass die Kameras euch nicht mehr sehen, sobald ihr den Mikrochip entfernt habt? Mir ist nicht klar, wie ihr darauf gekommen seid.«Sie wandte den Blick ab.Ethan zog sie aus der Haupthöhle in den kälteren Gang.Erst jetzt wurde ihm klar, dass dieser Verdacht schon seit einiger Zeit an ihm nagte.Aber bis zu diesem Moment, in dem er die Frage ausgesprochen hatte, war ihm die ganze Tragweite nicht klar geworden.»Sieh mich an, Kate«, sagte er.»Sag mir die Wahrheit über Alyssa.«»Das habe ich.«Er hatte ganz vergessen, wie gut er diese Frau kannte, wie leicht er sie durchschauen konnte.Er dachte an das Foto von Kate und Alyssa, das hinter der Bar hing, als er etwas anderes in ihren Augen sah, das sie nicht länger vor ihm verbergen konnte: Schmerz und Verlustgefühle.»Sie war nicht nur ihre Spionin, oder?«Kate stiegen die Tränen in die Augen.»Sie war auch eure.«Nun liefen die Tränen über ihre Wangen, und sie ließ es einfach zu.»Alyssa hat mich angesprochen«, sagte sie leise.»Wann?«»Schon vor Jahren.»Vor Jahren? Dann weißt du alles.Du hast es die ganze Zeit gewusst.«»Nein.Sie hat uns nie gesagt, was auf der anderen Seite des Zauns ist.Sie meinte immer, das sei sicherer für uns.Tatsächlich hat sie uns klargemacht, dass eine Flucht den Tod bedeuten würde und dass wir alle, sie eingeschlossen, hier festsitzen.Ich habe ihr geglaubt, ebenso wie die meisten anderen.Mir war nie klar, woher Alyssa kommt.Wo sie gelebt hat, wenn sie nicht in der Stadt war.Woher sie all die Dinge wusste, die wir nicht wussten.Aber sie hat es gehasst, wie wir behandelt werden.Unter welchen Bedingungen wir leben müssen.Sie sagte, dass es noch andere gäbe, die so denken wie sie, und sie hat ihr Leben dafür geopfert, uns zu helfen.«»War sie deine Freundin?«»Eine meiner engsten Freundinnen.«»Dann waren die Paprika, die geheimen Nachrichten, Alyssas Notizen …«»Das war alles nur Show.Sie haben sie gezwungen, gegen uns zu ermitteln.Vielleicht waren sie auch hinter ihr her und haben vermutet, dass sie etwas im Schilde führte.«»Weißt du, wer sie sind? Hat sie dir das jemals verraten?«»Nein.«In der Höhle spielte die Band jetzt ein neues, schnelleres Lied.Die Leute tanzten.»War Alyssa vor drei Nächten hier?«, wollte Ethan wissen.»Nein, da fand kein Treffen statt.Das war zu riskant.Aber sie ist schon sehr oft hier gewesen.In der Nacht, in der sie ermordet wurde, haben wir uns in der Gruft getroffen.Wir haben über das gesprochen, was sie tun würde.Sie haben einen vollständigen Bericht von ihr erwartet.Sie wollten, dass sie Namen nennt und uns alle ausliefert, damit sie an uns ein Exempel statuieren konnten.«»Was habt ihr beide beschlossen?«»Sie sollte sich eine Ausrede ausdenken, warum sie unsere Gruppe nie zu Gesicht bekommen hatte.Das war die einzige Option.«»Um welche Uhrzeit habt ihr euch getrennt? Das ist sehr wichtig.«»Ich weiß noch, dass die Uhr gerade zwei schlug, als ich nach Hause ging.«»Und wo genau warst du da?«»An der Ecke Eighth und Main Street.«»Wohin ist sie gegangen, nachdem ihr euch getrennt habt?«»Das weiß ich nicht.«»Ich meinte, in welche Richtung ist sie gegangen?«»Oh, ich glaube, sie ging auf dem Gehweg in Richtung Süden.«»Auf das Krankenhaus zu?«»Genau.«»Und es könnte nicht doch sein, dass einer deiner Leute sie umgebracht hat? Vielleicht jemand, der wusste, dass sie die Wahrheit kannte? Der bereit war, alles zu tun, um an diese Informationen zu gelangen?«»Das ist unmöglich.«»Bist du dir da absolut sicher? Diese Männer, die mich heute Nacht hergebracht haben, sind schon ziemlich harte Kerle.Und sie haben Macheten.«»Aber du darfst nicht vergessen, dass sie dir nicht vertrauen.Alyssa haben sie geliebt.Jeder hat sie geliebt.Außerdem wissen alle meine Leute, dass es einen Tunnel gibt, der unter dem Zaun hindurchführt.Alyssa hat niemanden davon abgehalten zu gehen.«»Was hält sie dann noch auf?«»Diejenigen, die gegangen sind, kamen nie mehr zurück.«Letzten Endes bekam er doch noch den Johnnie Walker Blue.Kate ging hinter die Bar, nahm die Flasche und zwei Whiskeygläser an sich und trug alles zu einem kleinen Tisch, der etwas abseits stand.Sie tranken, beobachteten die anderen und lauschten der Musik.Ethan studierte ihre Gesichter und wurde immer verblüffter, weil es sich bei keinem der Anwesenden um jemanden handelte, von dem er erwartet hätte, ihn oder sie hier vorzufinden.In Wayward Pines gelang es diesen Menschen, den schmalen Grat nicht zu verlassen und perfekte Bürger zu sein.Sie befolgten die Regeln und fielen so gut wie nie auf.Er hätte bei den meisten, die er hier sah, vermutet, dass sie sich an das Leben in Wayward Pines angepasst hatten, und doch waren sie hier, hatten ihre Mikrochips entfernt und genossen zumindest für ein paar Stunden trinkend, lachend und tanzend das Leben in der Höhle.Nach dem nächsten Song machte die Band eine Pause.Augenblicklich änderte sich die Stimmung im Raum.Die Menschen setzten sich an die Tische oder mit dem Rücken an die Felswand auf den Boden.Ethan beugte sich zu Kate hinüber.»Was kommt jetzt?«»Das siehst du gleich.«Kates Ehemann kam zu ihrem Tisch.Ethan stand auf.»Harold Ballinger«, sagte der Mann.»Ich glaube, wir wurden uns noch nicht vorgestellt.«»Ethan Burke.«Sie schüttelten sich die Hand.»Sie haben vor vielen Jahren mal mit meiner Frau zusammengearbeitet.«»Das ist korrekt.«»Ich würde irgendwann gerne mal mehr darüber erfahren [ Pobierz całość w formacie PDF ]