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.«»Ja.« Ihr Blick war sehr ernst.»Sie müssen immer Obacht geben, was Sie essen oder trinken.Das Meerwasser müssen Sie abkochen, bevor Sie es trinken.Es ist salzig, wenn auch nicht so salzig wie die Meere zu Hause.Aber es sind Keime darin.Man kann schwer daran erkranken.Meist beschaffe ich mir Wasser aus den Tanks der Schiffe.Und eines noch – Sie sind hier willkommen, aber Sie müssen verstehen, dass es Regeln gibt.Und die wichtigste Regel lautet, dass Sie niemals das Schiff verlassen, es sei denn, mit mir zusammen.Später, wenn Sie diesen Ort besser kennengelernt haben, können Sie allein gehen – aber nicht vorher.«»Wie lange dauert die Nacht?«, wollte George wissen.»Einen Tag? Zwei Tage?«Mit dieser Frage schien er Elizabeth beinahe ein Lächeln zu entlocken.Beinahe, nicht ganz.»Ich habe mich so daran gewöhnt.manchmal erinnere ich mich kaum an Tag und Nacht, wie sie früher gewesen sind – dort, wo wir herkommen.« Sie setzte sich auf die Sitzbank und legte ihre Hände auf die Knie.»Der Tag hier – was wir als Tag bezeichnen würden – dauert etwa drei unserer Tage, bisweilen vier; die Nacht dagegen dauert zwei Tage.«Sie erklärte, dass der Nebel hier so dicht sei, dass man die Sonne nie recht zu sehen bekam, nur zu bestimmten Zeiten des Jahres konnte man manchmal einen kurzen Blick erhaschen.Aber niemals lang.Anders als bei Vollmond.Und George dachte sich, wenn es hier Monde und eine Sonne gab, dann konnte dieser Ort wohl doch keine obskure kosmische Sackgasse sein, sondern eine Welt! Ein Planet im Orbit eines Sterns, von dem er noch nie gehört hatte – von dem womöglich noch kein irdischer Astronom je etwas gehört hatte.Cushing erkundigte sich nach der Größe dieses Algenmeers, aber sie konnte es ihm nicht sagen.Es war riesig, das wusste sie, vielleicht Hunderte, wenn nicht Tausende Kilometer im Durchmesser, aber die exakten Abmessungen kannte sie auch nicht.»Ich weiß, dass man zwei Tage lang in die gleiche Richtung fahren kann, ohne etwas anderes als Algen und Wasser zu finden.Ich habe nie Land erblickt oder von jemandem gehört, der es erblickt hätte.«»Hier muss es Tausende von Schiffen und Flugzeugen geben«, mutmaßte George.»Und es kommen immer mehr«, bestätigte Elizabeth.»Manchmal erscheint einige Monate nichts und dann ganz plötzlich drei oder vier, fünf oder sechs.Schubweise kommen sie.Aber so weit man auch in den Tang hinausfährt, überall findet man Wracks.Einige sind sehr, sehr alt.«Chesbro hatte den Kopf nach vorne gebeugt und betete.Elizabeth Castle beobachtete ihn aufmerksam.»Ist er ein Geistlicher?«Cushing schüttelte den Kopf.»Nein, er hat nur einen tiefen und festen Glauben«, erwiderte er ernst.Gut gesprochen, dachte George.Jeder andere hätte Chesbro womöglich als Jesusfreak abgetan, als religiösen Spinner – aber nicht Cushing.Das würde er nie tun, und man konnte ihn auch nicht dazu bringen.So einer war Cushing.»Sie sind sehr ruhig, Mr.Pollard«, bemerkte Elizabeth.Er nickte.»Ich.ich habe wohl nicht viel zu sagen.«»Er ist okay«, sagte Cushing.»Er hat eine Menge durchgemacht.«Elizabeth und Cushing unterhielten sich über die Besonderheiten dieser bizarren neuen Welt, über die Kreaturen, die hier lebten, und die Leute, die hier im Laufe der Jahrhunderte oder gar Jahrtausende verschwunden sein mussten; ein wahrhaft aufmunterndes Thema.Elizabeth sprach von diesem Ort als erbittertem Feind – etwas, gegen das man in jeder einzelnen Sekunde kämpfen musste, das man aber nie besiegen konnte.Sie wirkte wie eine durch und durch nüchterne und unbeugsame Frau, und nur so hatte sie hier wahrscheinlich überleben können – durch Einfallsreichtum und sture Beharrlichkeit.Vermutlich hatten die vielen Tode, die sie mit ansehen musste, sie dazu angestachelt, sich noch hartnäckiger ans Leben zu klammern.George fand auch, dass sie sehr gesund aussah.Ihre Augen leuchteten, ihr Haar glänzte, ihre Zähne waren weiß und kräftig.Aber blass kam sie ihm vor, mit dem Teint von makellosem Porzellan.Doch das lag vermutlich am Mangel an Sonnenlicht.Falls Menschen hier über mehrere Generationen lebten und sich fortpflanzten, verloren sie wohl früher oder später alle Hautpigmente.»Alles, was wir wollen«, sagte Cushing, »ist ein Weg nach Hause.«»Es gibt keinen«, erwiderte Elizabeth mit harter Stimme.»Haben Sie es schon mal versucht?«, fragte George.Sie durchbohrte ihn mit einem harten, vernichtenden Blick, und er hatte das Gefühl, seinem Tod gerade einige Zentimeter näher gekommen zu sein.Aber es war ihm egal, ob er sie kränkte oder nicht.Er hasste die arrogante Selbstsicherheit in ihrer Stimme.Sie mochte damit zufrieden sein, hier zu leben, aber er wollte sich nicht damit abfinden.»Versucht? Nein, das habe ich nicht.Wo sollte ich auch beginnen?« Sie starrte ihn weiter an.»Nach einer Weile gibt es nur noch das Überleben.Das ist alles, woran man denken kann.«»Wie lange sind Sie schon hier?«, fragte Cushing.»Sie sagten, es seien Jahre, aber.«»In welchem Jahr sind Sie zu den Bermudas aufgebrochen?«, brachte George es auf den Punkt.»Welches Jahr? Nun, ich erinnere mich noch gut daran.Es war März, die zweite Märzwoche 1907.«Das saß wie ein Faustschlag, und jetzt waren sie es, die sie mit weit aufgerissenen Augen und Mündern anstarrten.»Allmächtiger«, keuchte George.»1907? Mein Gott.«Plötzlich war da eine Verwundbarkeit in ihr, sie sah verloren und verwirrt aus, und ganz bestimmt war sie das auch.Sie kaute auf ihrer Unterlippe.»Ich.ich bin schon sehr lange hier, nicht wahr?«10»Das ist alles zu viel für mich«, verkündete Menhaus.»Ich bin nicht dafür geschaffen, das weiß ich jetzt.Ich habe mitgespielt und mein Bestes gegeben, weiß Gott, aber ich halte es nicht mehr aus.«»Komm schon«, meinte Fabrini, »du kannst jetzt nicht aufgeben.«»Und warum nicht?«Darauf konnte Fabrini keine gute Antwort geben.Cook hätte vielleicht eine gehabt, aber ihm selbst fehlte die Gabe, immer die richtigen Antworten auf die richtigen Fragen zu finden.»Weil du es verdammt noch mal nicht kannst, deshalb.«Sie saßen auf dem Deck des Fischerboots – eines alten Seitentrawlers aus Florida, wie sie den Papieren im Ruderhaus entnommen hatten – und unterhielten sich über ihre Lage, jetzt, da Cook weg war und sie wieder unter Saks’ Fuchtel standen, was keiner von ihnen sonderlich genoss.Saks lag unten in der Kapitänskajüte und schlief.Crycek lag in der Kabine daneben; er schlief nicht, sondern hatte sich wieder in eine seiner Trübsinnsphasen geflüchtet.In dem Zustand war er für die anderen unerreichbar.Und wenn er etwas sagte, dann prophezeite er nur Verderbnis und Verdammnis und Unheil aus dem Nebel.»Ich traue Saks nicht«, verriet Menhaus.»Mit Cook hatten wir eine Chance, eine echte Chance, glaube ich – aber jetzt sind wir verloren.Das Einzige, was Saks interessiert, ist er selbst.«Was für eine überraschende Feststellung.»Stimmt, und das ist auch nie anders gewesen.Er ist nun mal ein Arschloch.Aber ich sage, wir spielen mit und warten ab, was dabei rauskommt.Saks will der Große Zampano sein? Okay, soll er doch [ Pobierz całość w formacie PDF ]