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.Ich stieg so schnell ich konnte wieder den Hügel hinauf, rannte geradezu, ließ mich auf der anderen Seite hinunterrollen und in einen mit Blättern gefüllten Graben fallen.Ich sah nicht, wie das Schattengebilde mit der Medusa zusammentraf, hörte jedoch die Detonation, als beide Energiefelder aufeinanderprallten.Es war so, als ob eine Sonne explodierte.Ein bläulich-weißer Blitz blendete mich, während eine von Donner begleitete Eruption die Erde beben ließ und den Hügel planierte.Fast hätten mich Erdbrocken, Felsen und Geröll lebendig unter sich begraben.Damit war alles zu Ende.Als ich mich schließlich freigeschaufelt hatte, existierte nichts und niemand mehr.Bis auf Dampf, Rauch und die allmählich abnehmende Hitze war die Erde öde und leer.Als sich Dampf und Rauch verzogen hatten, sah ich, dass das Tal in einer dunklen, schwelenden Grube aufgegangen war, die sich über viele Meilen erstreckte.So weit ich blicken konnte, hatte die Explosion alle Bäume weggesprengt, sodass nur schwarze Stümpfe übrig geblieben waren.Die ganze Hügelkette war abgetragen.Ringsum nur verwüstetes Land.Ich suchte in meinem Gehirn nach der Sphäre der Dunkelheit, doch auch sie war verschwunden.Einfach verschwunden.Ich war allein.Völlig allein.17Wie schon gesagt, habe ich in der Schule in einer Science-Fiction-Anthologie mal eine Geschichte gelesen, die der Verfasser als kürzeste Horrorgeschichte der Welt konzipiert hatte.Und ich habe sie mein Leben lang im Kopf behalten:Der letzte Mensch auf Erden saß allein in einem Zimmer.Da klopfte es an die Tür.Schon seit zwei Wochen denke ich über diese Geschichte nach, während ich allein in diesem Zimmer sitze und die Ereignisse, von denen Sie eben gehört haben, in ein digitales Aufzeichnungsgerät diktiere.Das Gerät habe ich heimlich aus der Armeeeinrichtung, dem Creek, mitgehen lassen.Seit zwei Wochen halte ich mich in diesem kleinen Haus auf, das am Rande eines Abgrunds steht.Dieser Abgrund ist beim Zusammenstoß des Schattengebildes mit der Medusa entstanden und stellt für mich die Grenzregion zwischen dem Heute und dem Morgen – und vielleicht auch dem Gestern – dar.Alle Menschen sind tot.Ich kann es natürlich nicht mit Gewissheit sagen, doch im Innern spüre ich, dass es nicht anders sein kann.Allerdings fliegen noch Vögel am Himmel, und es gibt auch noch Lebewesen, die durch den zerstörten Wald huschen.Vor drei Nächten habe ich gegen Mitternacht einen Wolf heulen gehört, und das war der einsamste, unheimlichste Laut, den ich je vernommen habe.Also gibt es noch Leben da draußen, aber kein menschliches mehr.Es war mir eine große Freude, alles, was geschehen ist, mit meinen eigenen Worten festzuhalten, aber noch größer war das Entsetzen, das ich dabei empfand.Niemals hat mir irgendetwas solche Qualen bereitet.Ich musste mir Dinge über mich selbst eingestehen, mir mein Leben aus der Vogelperspektive anschauen, und das, was ich dabei sah, war alles andere als angenehm.Ich habe lediglich berichten wollen, was geschehen ist, und jetzt ist die Geschichte erzählt, wie man zu sagen pflegt.Vor zwei Tagen sind rote Flecken auf meiner Haut aufgetaucht.Ich fühle mich schwach.Habe Gliederschmerzen.Heute Morgen begann meine Nase zu bluten.Mickey bekommt ihre Rache.Ihr Fluch hat sich erfüllt.Es wird nicht länger als 24 Stunden dauern, glaube ich, denn ich spüre, wie die Krankheit jetzt vom ganzen Körper Besitz ergreift.Das Sprechen fällt mir mit jeder Minute schwerer.Wie es möglich ist, dass mich das Ebola-X-Virus jetzt doch noch infiziert hat – zwei Wochen, nachdem die letzten Seuchenüberträger durch den nuklearen Feuersturm beim Zusammenprall des Schattengebildes mit der Medusa ums Leben kamen –, ist mir nach wie vor ein Rätsel.Mein Geigerzähler hat mir verraten, dass dieses Gebiet drei Tage lang durch und durch verstrahlt war, die Werte dann jedoch stark zurückfielen, sodass sie sich jetzt nur noch leicht oberhalb des höchsten Normalbereichs bewegen.Hätte mich die Strahlenkrankheit erwischt, wäre das kein Wunder gewesen [ Pobierz całość w formacie PDF ]