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.Der Blick des Lindwurms heftete sich schließlich auf den Felsblock, hinter dem Rhona stand, und das Untier zog die Lefzen hoch.Mist, dachte Rhona, dann duckte sie sich wieder so tief wie möglich hinter den Fels.Das Gift traf auf den Stein, und sie hörte es zischen und nahm den Brandgeruch des tropfenden Todes wahr.Gute Götter, sie musste schnell handeln.Sie hastete zur anderen Seite des Felsens, sprang hervor und ergriff eine der Wurfäxte, die an ihrem Gürtel hingen.Sie hob die Waffe und schleuderte sie.Sie hatte sehr genau gezielt, die Axt schwirrte durch die Höhle und traf den Lindwurm mitten in die Brust – und prallte von ihm ab.Aus dieser Entfernung war die Axt völlig wirkungslos.Der Lindwurm zischte verärgert und glitt auf sie zu.Rhona stellte sich breitbeinig hin und beobachtete das Wesen, das auf sie zukam.Doch hinter dem Lindwurm verließ nun Vigholf seine Position an der Wand, rannte los und schwang seine Kriegsaxt durch die Luft.Rhona machte sich bereit, wartete aber noch ab.Die Axt traf den Schwanz des Wesens und hackte die Spitze ab.Das Kreischen, das der Lindwurm ausstieß, erschütterte die Höhlenwände.Das Wesen drehte sich um und wollte Vigholf angreifen.Nun aber sprang Rhona vor, hob den Speer, der auf fünf, dann auf sechs Fuß Länge anwuchs, sich noch weiter ausdehnte, bis er an den Hals des Lindwurms heranreichte.Nun stieß Rhona den Speer nach vorn und trieb ihn zwischen den Schuppen hindurch in das verwundbare Fleisch.Sie traf nicht nur eine Arterie, sondern nahm dem Wesen gleichzeitig die Möglichkeit, weiterhin Gift zu spucken.Sie war genau so vorgegangen, wie ihre Mutter es ihr vor vielen Jahren beigebracht hatte.Der Lindwurm versuchte sich umzudrehen.Sein Körper zuckte wild umher, und Blut spritzte aus Schwanz und Hals.Rhona hielt ihren Speer fest gepackt und weigerte sich, das verzweifelte Tier loszulassen, auch wenn ihr menschlicher Körper viel schneller ermüdete, als es ihr lieb war.»Zieh ihn zu Boden!«, schrie Vigholf, während er nach vorn sprang.Es war nicht leicht, aber sie tat, was er befahl, machte einen Schritt zurück und zerrte die Bestie nach unten.Als diese noch etwa zehn Fuß vom Boden entfernt war, kletterte Vigholf auf ihren Rücken und arbeitete sich bis zum Hals vor.Er hob seinen Kriegshammer mit beiden Händen – die Waffe, die Rhonas Vater gemacht hatte, vergrößerte sich nun um das Dreifache – und schwang ihn.Der schwere Stahl traf den Lindwurm an der Schläfe, und es ertönte ein knackendes Geräusch.Doch die Bestie kämpfte weiter.Noch immer versuchte sie, ihre Gegner umzubringen oder davonzukommen – oder beides.Rhona packte ihren Speer fester, drehte ihn und rammte die Spitze noch tiefer ins Fleisch.Vigholf hob erneut seinen Hammer und schmetterte ihn immer wieder gegen den Kopf des Lindwurms, bis dieser endlich zusammenbrach.Das Einzige, was seinen Kopf noch in der Höhe hielt, war Rhonas Speer.Vigholf stand einen Augenblick lang da, drückte den Kriegshammer gegen den Hals des Wesens und stützte seinen Körper darauf ab.»Das ist nicht besonders bequem für mich, Blitzdrache.«»Oh, Entschuldigung.« Er glitt den Hals des Wesens herunter, bis er abspringen konnte, ohne sich etwas Wichtiges zu brechen.Aber als er auf Rhona zuging, hörte er es hinter sich.Es kam näher.Ein Zischen.»Rhona?«Sie beugte sich vor; ihre Hände hielten immer noch den Speer umklammert.»Ich glaube, da sind noch mehr«, sagte er zu ihr.Sie blinzelte und betrachtete den Lindwurm, der an ihrem Speer aufgespießt war.»Verdammt … ich hatte recht.«»Womit?«»Das hier ist das Baby.« Sie zog ihre Waffe heraus und lief los.»Du solltest besser mitkommen!«Vigholf schoss hinter ihr her und beachtete die wütenden Laute hinter sich nicht mehr.Rhona rannte durch Höhlen und Gänge; das Einzige, wovon sie sich leiten ließen, war der Geruch frischer Luft.Als sie endlich den Ausgang sahen, stürmten sie gleichzeitig darauf zu und hasteten hindurch in die viel sicherere Welt aus Regen und schmerzhaften Blitzen.»Vigholf, versiegele die Höhle!«, rief sie.Vigholf drehte sich um.Er riss die Augen auf, als er den gewaltigen Kopf des Wesens sah, das auf ihn zuglitt und das Maul bereits geöffnet hatte, um Gift zu spucken.Das wollte er auf keinen Fall erleben, daher richtete er seine entfesselten Blitze auf die Felsen über dem Eingang.Dicke Brocken polterten herunter und blockierten den Höhleneingang, aber sie erstickten nicht das Wutgeheul, das nun folgte.Keuchend sahen sich Rhona und Vigholf an und schauten dann hinüber zu einem Baum in der Nähe.»Ihr beiden«, sagte Vigholf anklagend zu den Pferden.»Ihr hättet uns dort drinnen sterben lassen.Hättet ihr uns nicht wenigstens eine kleine Warnung geben können?«Die Stute besaß wenigstens genug Anstand und wandte den Blick ab, doch der Hengst wieherte ihn höhnisch an.Schon wieder!Vigholf ging mit erhobenen Fäusten auf ihn zu und wollte diesem Bastard Manieren beibringen, doch Rhona packte ihn am Arm und riss ihn zurück.»Können wir diesen Kampf später austragen? Die Felsbrocken werden die Bestie nicht lange aufhalten, und ich möchte nicht mehr in der Nähe sein, wenn sie sich freigebuddelt hat.«»In Ordnung.« Er zeigte warnend mit dem Finger auf den Hengst.»Diese Sache ist noch nicht ausgestanden.«Rhona verdrehte die Augen und bestieg die Stute.»Ihr seid lächerlich.Alle beide.«Der Hengst erlaubte es Vigholf, aufzusitzen, doch Vigholf wusste, dass das Tier gar nicht glücklich darüber war.Im heftigen Regen ritten sie davon und ließen die Höhle und die verdammten Lindwürmer hinter sich.Nach etwa fünfzehn Minuten ließ der Regen nach und hörte schließlich ganz auf.Völlig durchnässt, aber glücklich darüber, dass er noch lebte und nicht mit grünem Gift bedeckt war, ritt Vigholf neben Rhona.Nach einer Weile gab er zu: »Du warst großartig dadrinnen.«»Wo drinnen?«»In der Höhle.Mit dem Lindwurm.Hast du schon einmal gegen einen gekämpft?«»Nein, aber meine Mutter hat es getan.Und mein Vater auch.Es gibt eine Menge von ihnen in den Höhlen der Schwarzen Berge.«»Jedenfalls warst du großartig.«»Du klingst überrascht.«»Du warst in einer Höhle mit einem Tier eingesperrt, gegen das du noch nie gekämpft hast und von dem du nur aus den Berichten deiner Eltern wusstest.Trotzdem wusstest du sofort genau, was du tun musst.Das ist beeindruckend, Rhona.Ohne dich hätte ich das Ganze niemals so gut überstanden.«»Ich habe gesehen, wie du mit unerwarteten Situationen umgehst, Vigholf.Du hättest dich durchaus allein verteidigen können.« Sie hielt die Stute an, und Vigholf zügelte seinen Hengst.»Aber deine Worte bedeuten mir viel.Danke.«Er zuckte die Schultern und kam sich ein bisschen wie ein Trottel vor.»Ich beschreibe nur, was ich gesehen habe.Nicht mehr und nicht weniger.«»Für mich bedeutet es mehr«, sagte sie.Nun fühlte sich Vigholf nicht mehr wie ein Trottel.Er lenkte seinen Hengst näher an Rhona heran, bis sie dicht nebeneinanderstanden.Vigholf streckte die Hand aus und streichelte Rhonas Wange [ Pobierz całość w formacie PDF ]