[ Pobierz całość w formacie PDF ]
.Seine scharfen Augen hatten die kaum merklichen Abnutzungsspuren auf den Schriftzeichen gesehen, aber damit ließ sich nicht viel anfangen.Damit ließ sich nur dann etwas anfangen, wenn man wußte, wieviel Finger die Erbauer des fremden Schiffs gehabt hatten.Ein Mensch würde das Rad, in dessen Mitte ein Knopf saß, mit drei Fingern angefaßt haben, mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger.Der Knopf wies aber nur zwei Abnützungspunkte auf.Hatten die Fremden weniger als fünf Finger?Dann war die richtige Zahl jene die genau in der Mitte über den abgenützten Zahlen saß.Ehlers erklärte Bredney seine Theorie.Der Techniker nickte anerkennend.„Du scheinst dich aber in diesen Dingen recht gut auszukennen, Blacky.Auf der guten, alten Erde wäre wohl kein Safe vor dir sicher.Versuchen wir es.Ich möchte wissen, was hinter der Luke ist.Vielleicht die Kommandozentrale.Nur verstehe ich nicht, warum die Luke geschlossen ist, wenn man das Schiff offensichtlich freiwillig verlassen hat."„Ich verstehe hier vieles nicht", gab der Kommandant zu.„Wenn man das Schiff freiwillig verließ, warum hat man dann die Außenluke nicht ordnungsgemäß verschlossen? Man hatte ja auch Zeit, die Zentrale abzuriegeln.Weißt du, wie mir das alles vorkommt? Wie eine ganz raffiniert angelegte Falle."„Unsinn! für wen sollte sie bestimmt sein? Die Chance, daß jemand diesem Schiff begegnet, ist nicht viel größer als Null.Es war ein unglaublicher Zufall, daß wir es fanden.Auf der anderen Seite - ich habe eine ähnliche Vermutung wie du gehabt.Sie leuchtet mir nur nicht ein."„Vielleicht finden wir dahinter eine Antwort." Ehlers deutete auf die verschlossene Luke.„Versuchen wir, ob meine Kombination stimmt."Er näherte sich vorsichtig den drei Stellrädern und nahm den Knopf in der Mitte des ersten zwischen Daumen und Zeigefinger.Es ließ sich ganz leicht drehen.Die Schriftzeichen in der Mitte standen bald darauf genau auf der Einkerbung im eigentlichen Lukendeckel.„Das erste hätten wir.Die anderen sind nicht schwerer.Esse, tu mir den einen Gefallen und halte deinen Strahler ruhig.Er könnte sonst losgehen.Ich glaube kaum, daß noch jemand an Bord ist."„Vorsicht ist besser als Nachsicht", knurrte Bredney und sicherte seine Waffe wieder.Er ließ den Daumen neben dem Sicherungsflügel liegen.„Ich werde so ein komisches Gefühl nicht los."Das komische Gefühl hatte Ehlers auch, aber es war anderer Natur.Er war fest davon überzeugt, in einem verlassenen Wrack zu stehen, das auf einem seltsamen Kurs quer durch den intergalaktischen Raum trieb, ohne Herkunft und ohne Ziel.Wenn jedoch die Richtung stimmte und wenn die augenblickliche Geschwindigkeit die beabsichtigte war, dann hätte das Schiff, um sein Ziel zu erreichen, insgesamt acht Millionen Jahre unterwegs sein müssen.Welcher Sinn sollte dahinterstecken?Das zweite Rad war eingestellt.Ehlers nahm sich das, dritte und letzte vor.Dann schwang die Luke völlig geräuschlos nach ihnen auf.Eine riesige Halle tat sich vor den beiden Männern auf, nahezu hundertfünfzig Meter breit und ebenso lang.Vor ihnen führten breite Stufen gute fünfzig Meter hinab.Der Raum in der Mitte war leer rechts und links jedoch füllten Instrumente, Maschinen, Kontrolltafeln und Bildschirme die Wände aus.Die Decke war gewölbt, dunkel und.nicht leer.Sie war ein einziger Bildschirm, der die Position des Schiffes angab.Eine gestrichelte Linie zeigte den bisherigen Kurs, der in gerader Linie zu einer Milchstraße führte, mitten zwischen der eigenen Galaxis und dem Andromedanebel hindurch.Das Schiff selbst war ein grüner Punkt, neben dem ein verschwommener, runder Fleck schwebte - die RUHR.„Phantastisch.!" murmelte Bredney tonlos.Die Waffe in seiner Hand zitterte ein wenig.Der Lauf zeigte auf den Boden.„Die ehemalige Kommandozentrale.Gigantisch, wenn du mich fragst, Blacky."Ehlers nickte stumm.Er hatte die Augen etwas zusammengekniffen, als könne er so besser sehen, dabei war es hell genug.Das künstliche Licht kam aus tausend verborgenen Quellen und war überall gleichmäßig vorhanden.Der Boden war Metall, glatt, kalt und ohne Schutzbelag.Nirgends war eine Beschädigung zu erkennen.Die bunten Lämpchen über und in den Kontrolltafeln glühten; manche ständig, manche in rhythmischer Folge.Die Skalen mit den seltsam geformten Zeigern waren in Betrieb.Einige kleine Bildschirme zeigten andere Teile des Schiffes, leere Kammern, den Korridor an verschiedenen Stellen, die Luftschleuse und die Antriebsmaschinen.„Das Schiff ist kein Wrack", sagte Blacky Ehlers schließlich.Bredney starrte ihn an.„Kein Wrack? Was soll es denn sonst sein? Wo ist die Mannschaft? Warum war die Außenluke geöffnet?"Ehlers gab keine Antwort.Langsam stieg er die Stufen hinab.Bredney folgte ihm zögernd.Die Bemerkung des Kommandanten hatte ihn sichtlich verwirrt.Sein rechter Daumen näherte sich automatisch wieder dem Sicherungsflügel der Waffe.Ehlers blieb stehen, als er die unterste Stufe erreichte.Dann ging er weiter, auf die Wand mit den Bildschirmen zu.„Wenn wir etwas erfahren wollen", sagte er, „dann nur hier.Wenn eine intelligente Rasse das Prinzip des Fernsehens entwickelt, dann erfolgt das unter fast gleichen Voraussetzungen und Endbedingungen wie bei uns.Das weißt du sicherlich auch, Esse.Wir werden also mit den Dingern umgehen können.Das Schiff ist lang, fast einen Kilometer.Warum sollten wir unnütz Zeit verlieren und herumspazieren, wenn wir alles von hier aus betrachten können?"Er blieb vor dem größten Schirm stehen.Er war rechteckig, etwa fünf Meter breit und dreieinhalb hoch.Die milchige Scheibe war stark nach außen gewölbt.Darunter saßen Bedienungsknöpfe.„Jetzt müssen wir nur den richtigen finden", knurrte Bredney skeptisch.„Immer wirst du ja auch kein Glück haben."„Es sind nur fünf Knöpfe.Hat nicht viel mit Glück zu tun."Ehlers drehte den ersten Knopf, und schon leuchtete der riesige Schirm auf.Es dauerte noch einige Sekunden, bis er langsam wieder blasser wurde und die verschwommenen Konturen eines unbekannten Raumes zeigte.Die Kamera mußte in der Decke 'angebracht sein, denn man sah von oben in den Raum hinein, dessen Ausmaße mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht abzuschätzen waren [ Pobierz całość w formacie PDF ]