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.Die beiden anderen kamen heran.Der eine hielt die Schnur, der andere eine zwei Meter lange Latte aus widerstandsfähigem Kunststoff.Sie legten mir die Latte quer übers Genick und bogen mir die Arme darüber.Dann banden sie meine Arme an der Latte fest.Sie spannten die Fesseln so straff, daß mir alles Blut aus den Armen wich.Nachdem ich festgebunden war, ließ Jim mich los.- Aufstehen!" befahl er und stieß mich in den Rücken.„Was wollt ihr von mir?" fragte ich.„Ich besitze nichts - nicht einmal eine Brotkrume, die ihr mir abnehmen könntet.Aber ich könnte euch Nahrung verschaffen, soviel ihr wollt."„Das wirst du auch", sagte Jim.Als ich auf die Beine gekommen war, trieb er mich auf den Korridor hinaus.„Wir sollten ihn anhören", meinte Luke.„Vielleicht weiß er, wo sich Lebensmittel befinden."„Natürlich", hakte ich sofort ein.„Laßt mich frei, und ich führe euch."„Mund halten!" unterbrach mich Jim und versetzte mir wieder einen Stoß.„Du wirst uns Nahrung besorgen", behauptete Jim.„Aber auf eine Art, wie ich sie mir vorstelle."Die beiden anderen kicherten.„Jim hat recht."„Klar.Der Kerl ist zwar nicht fett, aber er macht sicher eine gute Figur."„Sehen wir uns den Film noch mal an, Jim?"„Das tun wir", versprach Jim.„Wir wollen uns alles noch einmal genau einprägen, um keinen Fehler zu begehen."Sie führten mich über die Treppe in die Hotelhalle hinunter und von dort in die Spielhalle.Dort warf Jim eine Münze in einen Projektionsautomaten.Es handelte sich um einen jener Apparate, die für zehn Soli einen Fünf-Minuten-Film ablaufen ließen.Das Spektrum der gebotenen Themen reichte von altterranischen Märchen über Pornographie bis zu Szenen aus der Zeit der Inquisition.Ich vermutete, daß Jim und seine beiden Kumpane sich vom letztgenannten Thema inspirieren lassen wollten.Doch ich irrte gewaltig.Vor meinen erstaunten Augen lief ein Film über die primitiven Eingeborenen irgendeiner Pionierwelt ab.Es wurde in allen Einzelheiten gezeigt, wie die Eingeborenen eine kreisrunde Fallgrube aushoben, in deren Mitte einen Pfahl steckten, der weit über die Grube herausragte und daran einen lebenden Köder banden.Nach einer Überblendung wurde gezeigt, wie ein Raubtier aus dem Dschungel kam, sich in maßloser Gier auf den Köder stürzen wollte, dabei aber in die mit Reisig überdeckte Fallgrube stürzte.Der Film hielt meine drei Peiniger in Atem.Nur ich konnte ihn nicht genießen, weil eine böse Ahnung in mir erwacht war.Sie wurde gleich darauf bestätigt.„So werden wir es machen", entschied Jim.*Ich hing die ganze Nacht über an dem Pfahl, ohne daß sich eines der aus dem Zoo ausgebrochenen Raubtiere hatte sehen lassen.Einige der Schnüre, die mich an die Querlatte fesselten, waren gerissen.Wenn die restlichen Schnüre nachgaben, dann würde ich fünf Meter tief fallen - direkt in die Fallgrube hinein, deren Grund mit spitzen Eisenstangen gespickt war.Jim, Luke und Ben hatten sich irgendwo in den Büschen des Parks versteckt, in dem sie die Fallgrube ausgehoben hatten.Sie ließen sich nur selten blicken.Einmal waren sie mit wildem Gebrüll aus ihren Verstecken gestürmt, als ein einsamer Verdummter durch den Park gestreunt war.Dann waren sie herausgekommen, um die Äste und das Laubwerk zu kontrollieren, die sie in mühseliger Arbeit über die Fallgrube gebreitet hatten.Der neue Morgen kam, und meine Arme waren schon ganz kraftlos.Mir war schlecht vor Hunger und Durst.Außerdem plagte mich ein Juckreiz, der mir meine Lage noch unerträglicher machte.Mein Magen hatte sich einige Male entleert.Jetzt krampfte sich in mir alles zusammen.In meinem Gürtel steckte zwar immer noch der Paralysator - die drei Verdummten hatten ihn nicht als Waffe erkannt -, aber er hätte mir auch nichts genützt, wenn ich einen Arm freibekommen hätte.Jim, Luke und Ben kamen nie zu dritt zur Fallgrube.Selbst wenn ich zwei von ihnen erledigen konnte, war immer noch ein dritter da.Außerdem lag die Fallgrube zwischen mir und der Freiheit.Meine einzige Rettung wäre das Funksprechgerät gewesen.Aber es lag in dem Hotelzimmer, in dem ich überwältigt worden war, Während des folgenden Tages ereignete sich nur ein Zwischenfall.Ein kleines, kaum halbmeterlanges Raubtier hatte meine Witterung aufgenommen und näherte sich der Fallgrube.Es umschlich sie einige Male und setzte bereits eine Pfote auf das nachgiebige Geäst.Aber dann kamen Jim, Luke und Ben aus ihren Verstecken und verjagten es mit Geschrei und Steinwürfen.Sie waren auf größere Beute aus.In den Wipfeln der umliegenden Bäume hatten sich einige Geier niedergelassen.Als die Sonne langsam hinter den Hochhäusern von Terrania-City verschwand, hatte sich bereits ein halbes Dutzend Aasfresser eingefunden.Sie saßen geduldig auf ihren Ästen und vertrieben sich die Wartezeit, in dem sie ihr Gefieder putzten oder ihre spitzen Schnäbel an den Baumrinden wetzten.Plötzlich wurde die Geierschar von Unruhe gepackt.Die Vögel stimmten ein Gekrächze an, spannten ihre Flügel und erhoben sich in die Luft.Sie begannen über mir zu kreisen.Das schien mir ein untrügliches Zeichen dafür, daß sich etwas zusammenbraute.Ich fühlte, daß es bald zu einer Entscheidung kommen würde.Trotzdem schien es mir wie eine Ewigkeit, bis sich der Räuber auf die vom fahlen Mondlicht beschienene Lichtung herauswagte.Es war ein dunkler, gut zehn Meter langer Schatten, der sich geschmeidig auf zehn Beinen bewegte.Auf der zurückfliehenden Stirn funkelten drei Augen.Der Mund war zu einem Rüssel gespitzt.Der Welsch!12.Der Welsch umschlich mich einige Male und kam dabei immer näher.Manchmal hob er den mächtigen Schädel, fletschte zwei Reihen messerscharfer Zähne und nahm Witterung auf.Irgend etwas schien dem Raubtier - nicht ganz geheuer.Allerdings bezweifelte ich, daß es die Falle durchschaute.Denn selbst wenn es früher vielleicht überdurchschnittliche Intelligenz besessen hatte, so war es damit nun vorbei.Die Tiere waren von der Verdummung in der Regel nicht weniger betroffen als Intelligenzwesen.Aber ebenso wie bei den Menschen waren nun ihre Instinkte stärker.Der Welsch mußte irgend etwas entdeckt haben, das ihn zur Vorsicht gemahnte.Ich hoffte in diesem Augenblick, daß er mich links liegen lassen würde.Aber daran dachte der Welsch nicht.Er umkreiste mich weiterhin, stieß gelegentlich ein Winseln aus und schnaubte [ Pobierz całość w formacie PDF ]