[ Pobierz całość w formacie PDF ]
.Diese Kenntnis entnahm Augustus dem kleinen Urspeicher, der sich tief im Innersten seiner elektronischen Seele befand und unauslöschliche Informationen über das Wesen eines Ka-Zwo-Roboters und über seine Umwelt enthielt.Daraus war zu folgern, daß der Roboter ein vollendeteres Geschöpf sei als der Mensch.Wenn nun ein Mensch von den Eingeborenen dieses Planeten zur Gottheit erhoben wurde, um wieviel mehr Anspruch hatte ein Roboter auf eine solche Auszeichnung!Der Ka-Zwo hätte nicht zu sagen gewußt, warum ihm das Amt einer muciererischen Gottheit als so erstrebenswert erschien.Es gibt eben auch im Bewußtsein eines Roboters Gedankenströme, die im Hintergrund ablaufen und eine Art Unterbewußtsein darstellen.Diese Gedankenströme waren von der Überlegung ausgegangen, daß eine Gottheit jemand sei, die Befehle erteilte, seinerseits jedoch keinerlei Anweisungen zu gehorchen hatte.Da Augustus mit dem Problem der verschwundenen Kontrollelemente viel heftiger zu kämpfen hatte als der bewußte Teil der KA-2 Elektronik, war es nicht verwunderlich, daß ein Zustand der Unabhängigkeit von Befehlen als höchst wünschenswert betrachtet wurde.Das Unterbewußtsein würde dadurch der Notwendigkeit enthoben, dem Bewußtsein vorzugaukeln, daß es die Kontrollelemente noch immer gebe.Gerade dies aber war bislang notwendig gewesen.Denn das Bewußtsein eines Ka-Zwo war darauf abgestellt, Befehle von irgend jemand zu erhalten, und hätte aufgehört zu funktionieren, sobald es erkannte, daß kein Befehlsgeber mehr existierte.Augustus also zerbrach sich nicht den Kopf darüber, warum er zum Gott der Mucierer aufsteigen wollte.Er hatte es sich vorgenommen, und das war genug.Seine zerschlissene gelbbraune Montur, durch deren Risse und Löcher die fahle Bioplasthaut zu sehen war, die den eigentlichen Robotkörper überzog, bildete im Graubraun der Wüste eine vorzügliche Tarnung.Der Ka-Zwo verschmolz mit dem Hintergrund.Selbst wenn es auf dem Burgfelsen der Iti-Iti noch Späher gegeben hätte, die aufmerksam ihre Blicke über die Wüste gleiten ließen, Augustus wäre wahrscheinlich dennoch nicht wahrgenommen worden.So aber gab es nicht einmal diese Späher, weil im Burgfelsen große Aufregung herrschte und die gewohnte Ordnung unterbrochen war.Gänzlich unbemerkt näherte sich Augustus dem riesigen Felsen.Und als schließlich die Sonne unterging und die Nacht hereinbrach, konnte er überhaupt nicht mehr entdeckt werden.*Als sie ihre erste Überraschung überwunden hatten, begannen die Mucierer aufgeregt zu zwitschern.Ich wußte, daß sie auf diese Weise ihr Mißfallen ausdrückten.„Ruhe!" schrie ich, und das Gezwitscher verstummte sofort.Ich winkte dem Allerältesten zu.Langsam und mißtrauisch näherte er sich meinem Thron.Bluff Pollard stand seitlich von mir.Er wirkte unbeteiligt, als ginge ihn das Ganze nichts an.„Was wollt ihr von uns?" fuhr ich den Alten an.„Warum habt ihr uns in eure Burg geholt?"Sein Blick wanderte unsicher zwischen Bluff und mir hin und her.Er konnte nicht verstehen, warum der Junge sich so einfach hatte von seinem Thron verdrängen lassen.Mein Vorgehen schien mir zusätzlichen Respekt verschafft zu haben, denn als der Alte antwortete, da tat er es mit zitternder, ängstlicher Stimme.„Seit der Gott unserer Väter gestorben ist, wohnt das Unglück unter den Stämmen der Mucierer", sagte er.„Eine gottlose Welt ist eine unglückliche Welt.Wir wollten Bluf-po-la dazu überreden, unser Gott zu sein und seine Wohnung auf unserer Burg zu nehmen.Dadurch wird das Unglück von uns abgewendet werden."„Und ich? Was soll ich hier?"„Bluf-po-la sagte, seine Gefährten, die bösen Götter würden versuchen, ihn zurückzuholen.Da nahmen wir einen von euch gefangen, damit ihr uns Bluf-po-la nicht wegnehmen könnt."„Schlau gedacht!" spottete ich.„Dabei habt ihr euch jetzt erst recht das Unglück an den Hals geholt.Entweder ihr bringt mich sicher und wohlbehalten wieder zu unserem Sternenschiff zurück, oder von eurer Burg wird morgen früh kein Stein mehr auf dem andern stehen."Er antwortete darauf nicht.Er starrte mich an.Es war ein lauernder, hinterhältiger Blick.So leicht würde ich es nicht haben, mich aus dem Staub zu machen.„Sag mir, wer die Maschinen unten im Tal zerstört hat!" forderte ich ihn auf.„Wir haben das getan", antwortete er trotzig.„Warum?"„Es waren eure Maschinen, die Maschinen der bösen Götter.Die bösen Götter haben den Gott unserer Väter getötet, und aus ihren Maschinen kommt das Unglück, das über dieser Welt liegt.Also gingen wir hin und zerstörten sie."„Du bist ein Narr!" sagte ich.„Wir haben den Gott eurer Väter nicht getötet.Er ging an sich selbst zugrunde.Und im übrigen sind wir keine Götter, weder ich ein böser, noch Bluf-po-la ein guter.Wir sind Geschöpfe wie ihr, nur wissen wir mehr und bauen bessere Maschinen.Aber nicht diese Maschinen waren es, die euch Unglück gebracht haben, sondern ein Naturereignis, über das weder ihr noch wir Kontrolle haben.In den Bergen im Westen' gab es eine Station, die mit fünf unserer Leute bemannt war.Was wißt ihr davon?"„Wir kennen die Station", antwortete er.„Wir waren dort und haben die unglückbringenden Maschinen vernichtet - auch die große, die so aussieht wie ein riesiger Ball und ein Wolkenschiff ist."Ich zerbiß einen Fluch zwischen den Zähnen.Sie hatten die Korvette vernichtet! Das hieß: Wir würden auch auf Goshmos Castle kein flugtaugliches Raumschiff finden.„Was ist mit unseren Leuten geschehen?"„Wir wissen es nicht.Wir haben sie nicht mehr gesehen."„Du lügst!" schrie ich ihn an.„Ihr habt sie getötet!"Aber der Alte blieb bei seiner Geschichte.„Wir hätten sie getötet, wenn wir sie gefunden hätten", gab er zu.„Aber sie waren nicht mehr da!"„Du wirst mir die Stelle beschreiben, an der die Station liegt.Dann werde ich hingehen und feststellen, ob du die Wahrheit gesagt hast.Wehe euch, wenn ich feststelle, daß ihr unsere Leute getötet habt!"Darauf schwieg er.Ich aber fuhr fort: „Ich mache dir einen Vorschlag.Wir werden diesen jungen Narren Bluf-po-la nicht von euch wegholen.Er mag bei euch bleiben, so lange er will [ Pobierz całość w formacie PDF ]