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.Posten rannten aus verschiedenen Richtungen vom Labor weg.Ihr Ziel schien eine flüchtende Gestalt zu sein, undeutlich zwischen den Bäumen zu sehen.Scheinwerfer strahlten hin und her, wurden eingeschaltet und ausgeschaltet, rissen Felsen und Baumstämme für Augenblicke aus der Dunkelheit.Der Attentäter schien in panischer Eile zu flüchten.Die unmittelbare Gefahr war vorbei.Tehlarbloe ging langsam, sich mit einer Hand an der Wand abstützend, auf Anadace zu, die sich im sicheren Bezirk dicker Mauern des Hauses befand und ihm angsterfüllt entgegensah.„Das war", erklärte der Physiker mit einer Stimme, die seinen tiefen Schrecken deutlich zeigte, „ein Mordanschlag! Man wollte mich umbringen.Beinahe wäre es geglückt."Die schwarze Haut seines Gesichts schmerzte noch immer, als er auf Anadace zuwankte und stehenblieb.„Wer war es?"„Keine Ahnung", flüsterte er schwach.„Irgend jemand.Vielleicht die Kaiserin selbst."„Das hältst du für möglich?"Anadace zog ihn mit sich in die dunkle Tiefe des Wohnbereichs hinein und führte ihn bis zu einem Sessel.Tehlarbloe fühlte sich halbwegs vernichtet.In seinen wirren Überlegungen stritten Angst, Schock und Trotz miteinander.Er schloß die Augen und vernahm gerade noch am Rand seines Bewußtseins, wie sich die Jagd auf den Attentäter weiter fortsetzte.Aber die Gegner, aus welchen Reihen sie immer kamen, hatten blitzschnell reagiert und zugeschlagen.Der Physiker stöhnte auf.„Was soll ich tun, Anadace? Sie schicken Mörder hierher.Ich glaube, ich bin ein schlechter Rebell."Daß er kein Held war, wußte er.Sein Mut bestand darin, daß er kühne Gedanken gehabt und sie ausgesprochen hatte.Aber jetzt, konfrontiert mit einem Energiestrahl, verlor er den letzten Rest Zuversicht und Selbstsicherheit.„Du bist kein Revolutionär, der die Revolution mit der Waffe in der Hand vorantreibt", antwortete Anadace in mühsam erzwungener Ruhe.„Du hast mehr als genug Mut bewiesen, die ganze Zeit über.Niemand verlangt von dir, daß du keine Furcht hast.Auch ich nicht."Er nickte mechanisch.Langsam kehrte die Ruhe wieder in seine Überlegungen zurück.Der Schock ließ ihn los.Er begann am ganzen Körper zu zittern, aber während er die letzten Ausläufer der Nervenanstrengung registrierte, ergriff ihn eine unheimliche, nie gekannte Müdigkeit.Seine Gelenke schienen aus Gummi zu bestehen.„Ich habe mit allem angefangen.Ich war es, der alles ausgelöst hat", murmelte er.„Das ist richtig.Aber du lebst!" warf Anadace ein.Sie streichelte seine Schultern.Von ihren Fingern schien eine deutliche Beruhigung auszugehen.„Das kann sich morgen schon ändern", erwiderte Tehlarbloe.„Die anderen haben angefangen.Sie werden nicht aufhören, ehe ich nicht tot bin."„Sie sind klug genug, um zu erkennen, daß in einigen Tagen alles ohne dich persönlich seinen Gang nimmt.Du hast die Maschinerie in Gang gesetzt, jetzt läuft sie von selbst."„Ich wollte, du hättest recht", sagte er und stemmte sich in einer verzweifelten Kraftanstrengung aus dem Sessel und wankte zum nächsten Fenster.„Vielleicht erfahren wir, wer auf uns gefeuert hat."Was Anadace gesagt hatte, war richtig.In zwei Tagen brauchten sie ihn nicht mehr.Wenn die Geräte in Serie fabriziert wurden, war er überflüssig.Sobald sie erst einmal die Verbindungselemente der Kaiserin von Therm blockierten, konnte jeder die Revolution vorantreiben und anfangen, gegen den Fremden zu rüsten.Als er das Fenster erreichte, sah er nichts mehr.Die Polizisten hatten sich entfernt; vermutlich jagten sie noch immer den Attentäter.Rund um Haus und Labor war es, abgesehen von den Geräuschen der Nacht, totenstill.Als Tehlarbloe zurückging, wußte er, daß dies erst der Anfang war.Es würde weitergehen.6.Er zwang sich, am nächsten Morgen in das Durcheinander einzutauchen, das im Labor herrschte.Natürlich wußten alle Beteiligten, was in der Nacht geschehen war.Spezialisten besserten die Schäden aus, eine neue Scheibe wurde eingesetzt.Jeder der Helfer arbeitete schneller, um die Verzögerung aufzuholen.Die ersten getesteten Bausteine verließen mit Kurieren das Labor und wurden in die Fertigungsanlage gebracht.Dort lief die Serienanfertigung an.Noch mehr freiwillige Helfer waren gekommen, und Tehlarbloe wurde bis gegen Mittag von seinen eigenen Problemen abgelenkt.Er teilte ein, zeichnete, entwarf, kontrollierte und sah, daß alle seine Ideen umgesetzt wurden.Gegen Mittag rief ihn Anadace ins Haus.„Was gibt es?"„Besuch.Dort, im Wohnraum." Ein Sessel wurde herumgedreht.In der schlanken Gestalt in bewußt einfacher Kleidung erkannte Tehlarbloe sofort Qartane, den Regelerschaffer.Qartane stand auf und begrüßte den Physiker.„Die Spur ist abgerissen.Die Polizisten verfolgten den Attentäter und erschossen ihn, weil er sich verbissen wehrte.Wir wissen nicht, wer ihn schickte und bezahlte."Tehlarbloe hatte nach einem kurzen, bleischweren Schlaf seine Fassung einigermaßen wiedergefunden [ Pobierz całość w formacie PDF ]