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.Carl und seine Begleiterin betraten die gewaltsam geschaffene Schneise und folgten ihr knapp hundert Meter.Dann stießen sie auf eine Gruppe von Buchen und Eichen.Sie waren ausgerissen und entlaubt.Ihre Kahlheit wirkte beängstigend.Carl untersuchte sie und stellte fest, daß die Rinde unbeschädigt war.„Irgend etwas entfernt Nadeln und Blätter von Bäumen!" Er wollte seiner Stimme einen forschen Klang geben, aber das mißlang ihm gründlich.Seine Worte wirkten gequält.„Laß uns umkehren", schlug sie vor.Ihr Gesicht drückte Furcht aus.„Wir wollen die Zentrale verständigen, damit sie nachsehen, was hier passiert ist."In der Hütte gab es eine Bildsprechanlage, über die sie sich jederzeit mit der Verwaltung des Abenteuerparks in Verbindung setzen konnten.Carl musterte seine Freundin spöttisch.„Du bist gut", meinte er.„Erst schleppst du mich hierher und nun willst du wegen einiger umgestürzter Bäume aufgeben."„Das alles ist mir unheimlich", gestand sie.„Ich habe nicht damit gerechnet, daß wir auf so etwas stoßen würden."„Laß uns noch ein Stück weitergehen", schlug er vor.Sie folgte ihm widerstrebend.Eine Zeitlang bewegten sie sich durch hügeliges Gelände.Die Spuren, die sie fanden, waren überall gleich.Dann hörte die Schneise plötzlich auf.Die Spur endete vor ein paar Büschen, als hätte sich das, was sie erzeugte, einfach in Luft aufgelöst.„Hier hat das Ding haltgemacht", stellte Carl fest.„Wo mag es jetzt sein?"„Vielleicht ist es auf seiner eigenen Spur umgekehrt", schlug Adylein als Lösung vor.„Unsinn", sagte er kopfschüttelnd.„Es muß eine andere Erklärung geben.Wir wollen uns in der Umgebung umsehen."Sie untersuchten das gesamte Hügelgebiet, ohne der Lösung des Rätsels näherzukommen.Als sie bereits ein paar Stunden unterwegs waren, und die Sonne sich den Wipfeln der höchsten Bäume näherte, stießen sie auf einen freien Platz auf einem buschbestandenen Hügel.Von dieser Stelle aus konnte man nach Shonaar hinabsehen und einen Teil der Stadt beobachten.Es war jedoch weniger der Anblick der Ansiedlung im Tal, die Carls Aufmerksamkeit erregte als der Zustand der Lichtung.Die Pflanzen waren zum größten Teil niedergedrückt, als hätte ein großes Gewicht auf ihnen gelastet.Ein umfangreicher Körper schien hier gelagert zu haben.Adylein bemerkte es ebenfalls.„Hier ist irgend etwas passiert", sagte sie stockend.„Man könnte fast denken, daß das Ding, dessen Spur wir verfolgt haben, auch hier gewesen ist."Carl drehte sich um die eigene Achse.„Aber wie soll es hergekommen sein? Es gibt keine Spur, die hierher führt."„Und wenn es ein Flugapparat ist?"Carl seufzte.„Wenn es fliegen kann, warum unterzieht es sich dann der Mühe, in anderen Teilen dieses Gebietes herumzuwälzen?"Sie klammerte sich an seinem Arm fest.„Wir müssen sofort umkehren und die Verwaltung benachrichtigen."Diesmal gab er nach.„Du hast recht", entschied er.„Es wird Zeit, daß sich die Verantwortlichen um diese seltsamen Vorfälle kümmern."Als sie den Platz verlassen wollten, entdeckten sie zwischen einigen niedergedrückten Büschen eine zerbrochene Staffelei.Zwischen den Überresten der Malerausrüstung lagen ordentlich ausgebreitet Schuhe und Kleider eines Menschen.Die Verschlüsse von Jacke, Hose und Schuhen waren nicht geöffnet.Der Träger dieser Kleidung schien auf unerklärliche Weise aus ihr herausgeholt worden zu sein.„Diese Utensilien gehören dem alten Maler, den wir auf dem Weg in die Hütte getroffen haben", sagte Adylein entsetzt.Carl nickte nur.Ältere Menschen waren oft schrullig und hatten die merkwürdigsten Angewohnheiten.Aber warum sollte der Künstler, dem die zerstörte Staffelei gehörte, seine Kleider abgelegt und auf diese Weise auf den Boden gelegt haben?Ein Gefühl von Kälte breitete sich in Carl aus.Stumm kämpfte er gegen sein zunehmendes Entsetzen an und bemühte sich, es vor der jungen Frau zu verbergen.Adylein begann zu schluchzen.„Der alte Mann ist tot!" stieß sie hervor.„Ich spüre, daß er nicht mehr lebt.Das Ding, das die Bäume entlaubt hat, ist dafür verantwortlich."„Verlier jetzt nicht die Nerven", ermahnte sie Carl und preßte sie fest an sich.In seinen Gedanken jedoch entstand eine schreckliche Vision.Er überlegte, wie weit die Stelle, an der die breite Spur endete, von diesem Platz entfernt sein mochte.Sicher waren es nur ein paar hundert Meter.Das Ding, was immer es war, hatte dort drüben angehalten, vielleicht, weil es den Maler aufgespürt hatte.Dann war es mit einem einzigen wilden Satz hierher gesprungen und hatte völlig unerwartet für den alten Mann zugeschlagen.Diese grauenhafte Vorstellung durfte nicht die Wahrheit sein, dachte Carl, aber es war im Augenblick die einzige logisch wirkende Erklärung.Er ergriff Adylein an der Hand.„Schnell", sagte er.„Wir müssen hier weg."Sie rannten los, und Carl blickte unwillkürlich gen Himmel, als erwartete er jeden Augenblick, daß sich ein schwarzer Schatten auf Adylein und ihn herabsenkte.*Am späten Abend traf der Transportgleiter mit dem Wrack des Roboters auf dem Parkplatz vor der Verwaltung ein.Da die Beamten nur eine flugfähige Löschanlage und den kleinen Fluggleiter besaßen, hatten sie den Transporter in Shonaar angefordert.Der Pilot, ein kleiner mürrischer Mann, stellte keinerlei Fragen und schien nur bestrebt zu sein, diese Arbeit so schnell wie möglich zu beenden.Kaum, daß die Entladung des Transporters vorüber war, stieg er wieder in seine Maschine und flog ohne ein Wort des Abschieds davon.Fars Quinton war mit dem Gleiter vor dem Verwaltungsgebäude gelandet und hatte ebenfalls beim Entladen des Transporters geholfen.Nun stand er zusammen mit Reinhild Wernig, Brude Deerno und Rarg Tomen vor den Überresten des Roboters.Deerno und Tomen komplettierten die kleine Besatzung der Parkverwaltung.Tomen war der Löschspezialist und flog die Einsätze mit der Löschanlage, Deerno war der Leiter der Gruppe.Im allgemeinen kokettierte Deerno gerne mit seiner exponierten Stellung, vor allem gegenüber Touristen, aber angesichts des zerstörten Roboters wirkte er ein bißchen hilflos.Er war ein großgewachsener schmalbrüstiger Mann mit einem kantigen Gesicht.Es war ein offenes Geheimnis, daß er nach Ablauf seines Vertrags eine Stellung in der Stadtverwaltung von Shonaar annehmen wollte.Quinton, der sich oft fragte, ob der eitle Deerno überhaupt zu den schweigsamen Bürgern von Shonaar paßte, mußte auch jetzt an die Ambitionen seines Vorgesetzten denken.Jedweder Ärger war dazu angetan, Deernos Aufstieg zu verlangsamen oder ihn gar zu verhindern.Ein reparaturbedürftiger Roboter hätte kein Problem bedeutet, aber dies hier war weitaus mehr.Das Wrack schrie förmlich nach einer Erklärung.Deerno beugte sich über den Roboter.Er versuchte, sich zu beherrschen, aber er war sichtbar wütend.„Das ist Sabotage", sagte er schließlich.Quinton und Reinhild wechselten einen schnellen Blick.„Irgend jemand will uns in Mißkredit bringen", fuhr Deerno fort, und der Unterton in seiner Stimme ließ keinen Zweifel daran, daß er in diesem Ereignis einen persönlichen Angriff gegen sich sah.Rarg Tomen, der früher als Raumfrachterpilot gearbeitet hatte und das älteste Mitglied der kleinen Gruppe war, schüttelte bedächtig den Kopf [ Pobierz całość w formacie PDF ]