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.Die Spritzpistole schwenkte nach oben.Der blaue Strahl traf Faldusten mitten ins Gesicht.Fluchend torkelte der Solaner zurück.Als ob dies ein Signal für die anderen Menschen gewesen wäre, stürzten sich diese jetzt auf die Farbtöpfe und Malerutensilien.Righter entfernte sich aus dem Durcheinander.Er kümmerte sich auch nicht mehr um den Alten, der ihm helfen wollte.Vor seinen Augen sah er nur die kahle Wand aus Metallplastik.Er setzte erneut die Spritzpistole an und malte eine riesige Acht auf die Fläche.Da er die Farbe viel zu dick versprühte, bildeten sich Tropfen, die lange Bahnen nach unten zogen.Neben ihm ging ein wüstes Gerangel los, denn es waren nicht genügend Pinsel und Sprühpistolen da, so daß einige Menschen keine bekamen.Da aber jeder alle Gegenstände als sein persönliches Eigentum betrachtete, artete das Getobe sehr schnell in eine wüste Schlägerei aus.Wer seine Sprühpistole noch hatte füllen können, setzte diese rücksichtslos als Waffe ein.Pinsel und halbleere Farbtöpfe flogen durch die Luft.Eine Gruppe Frauen, unter denen Righter beiläufig auch Mesona entdeckte, kam mit Besen und Handfegern bewaffnet aus einem Seitengang und stürzte sich in das Getümmel.Mesona drängelte sich zu Righter durch.Sie hielt einen kurzen Besen in der Hand, von dem rote Farbe tropfte.„Hallo, Righter", lachte die Frau übermütig.„Ist das nicht wunderbar? Endlich können wir diese kahle Landschaft verschönen."Sie klatschte den Besen mit voller Wucht in Righters große blaue Acht, die schon mit unzähligen Farbklecksen übersät war.„Das sieht gut aus", juchzte sie.Der Besen fuhr durch die Luft und schlug Faldusten, der sich gerade vom Boden erhob, an den Kopf.Die blonde Haartracht des Solaners verwandelte sich in ein klebriges rotes Etwas.„Neue Farbe! Neue Farbe!" brüllten zwei Männer.Sie bogen mit einer voll beladenen Antigravplattform um die Ecke.Sofort lenkten sie die Menschen von ihrem hektischen Treiben ab.Die Worte wirkten elektrisierend.Auch Righter Huskey stürzte sich auf die Ankömmlinge.Eine Gruppe anderer Menschen hatte schon einen großen Container von der Plattform gehoben.Einer von ihnen fand den Verschluß.Daß dieser nach der Lage des Behälters an der Unterseite war, störte den Mann nicht.Er riß mit einem Ruck die Plastikkappe ab.Ein breiter Strom aus dünnflüssigem Gelb rann in den Gang.„Das ist doch keine Farbe", schrie Faldusten.„Das ist ein Spezialkleber.Ihr Idioten, laßt die Finger davon."Keiner hörte auf ihn.Die aufgebrachte Menge versuchte ihre Pinsel in das sich ergießende Naß zu tauchen und damit noch jede freie Stelle zu bemalen.Erneut begann ein wildes Gerangel.Righter Huskey schwang sich auf den tonnenförmigen Behälter.Im Reitersitz feuerte er die Menschen an.Dazu wippte er mit dem Gesäß auf und ab.Er schwieg erst, als ein halbvoller Farbtopf angeflogen kam und sich mit einem Ruck über seinen Kopf stülpte.Die Menge johlte, während er sich von dem Topf befreite.„Wie sehe ich aus, Leute?" grölte er zufrieden.„Besser als ihr! An die Wände! Es gibt noch freie Stellen.Und danach kommt die Decke dran.Die sieht noch aus wie eingeschlafene Füße."Allmählich wurden die Bewegungen der Menschen langsamer.Sie setzten ihre Füße nur noch trag voreinander, so als ob sie sich durch einen dicken Brei bewegen müßten.„Ich kann nicht mehr", jammerte Mesona laut.Sie stand breitbeinig wenige Schritte vor dem Container, auf dem Righter saß.In einer Hand hielt sie ihren Besen.Die andere Hand war tiefschwarz.Sie mußte damit in einen Farbtopf gelangt haben.„Hilfe!" brüllte sie jetzt.„Ich hänge fest.Es war doch ein Klebstoff."Einige Menschen, die in dem Durcheinander zu Boden gestürzt waren, kamen nicht mehr auf die Beine.Die Flüssigkeit, die aus dem Container geströmt war, begann sich immer schneller zu verhärten.Andere mußten dort stehen bleiben, wo sie gerade waren.Sie versuchten noch aus den Stiefeln zu steigen, aber schon nach wenigen Schritten durch die hellgelbe Masse blieben auch sie wieder hängen.Allmählich kehrte Ruhe ein, denn keiner konnte sich mehr bewegen.Wer von dem Klebstoff nicht erwischt worden war, ergriff schleunigst die Flucht.Righter Huskey erkannte, daß er die Tonne nicht verlassen durfte.Er zog seine Füße noch höher und begann schallend zu lachen.„Das ist das Fest", brüllte er, „das ich mir immer ersehnt habe.Jetzt geht es rund, Freunde.Nun versucht einmal, wieder freizukommen."Karo Faldusten, der ebenfalls ein Opfer des Klebstoffs geworden war (er war mit dem Gesäß an den Boden gefesselt!), strich sich die Farbe aus dem Gesicht.Sein Oberkörper beugte sich zur Seite.Er streckte einen Arm ganz aus und erwischte einen leeren Farbtopf.Vorsichtig wog er ihn in der Hand.Dann schleuderte er den Topf durch die Luft.Er traf Righter Huskey an der Schulter, und der ehemalige Orakeldiener verlor das Gleichgewicht.Langsam kippte er zur Seite und versuchte irgendwo Halt zu finden.Mit einem schmatzenden Geräusch landete er auf dem Boden.Bevor er sich erheben konnte, hatte sich der Klebstoff mit seiner Kombination verbunden.Kniend mußte er auf der Stelle verharren.Faldusten stieß ein dröhnendes Gelächter aus.Minuten später herrschte nur noch ein großes Gejammer vor.Allmählich erkannten die Menschen, in welche Lage sie sich gebracht hatten.Erste Flüche wurden laut.Hilflosigkeit machte sich breit.Keiner der noch Anwesenden war in der Lage, einen Interkomanschluß zu erreichen.Mesona stand nur wenige Meter von ihrem Mann entfernt.Sie schaute ihn aus ungläubigen Augen an.„Faulpelz", sagte sie plötzlich sehr ernst.„Ich glaube, wir haben allesamt einen furchtbaren Unsinn angestellt."„Wieso?" Righter Huskey malte mit seiner verschmierten Hand Achten in die Luft [ Pobierz całość w formacie PDF ]