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.„Mital, Nakosh und Konzel lassen sich auf der größten Inselgruppe absetzen, die der Hegemonialmacht Gowandar gehört - und zwar auf der Insel Munoai, die von der gleichnamigen Hauptstadt Gowandars bedeckt wird.Kumin, Quirin und ich dagegen landen am Rande von Letrunia, der Hauptstadt des Landes Letrun, das die Hegemonialmacht des Kontinentalblocks darstellt."Er brauchte nicht weiter ins Detail zu gehen und nichts zu begründen.Das alles war den Sternenkämpfern entweder durch die Hypnoschulung vermittelt worden oder ergab sich aus ihr.Die sechs Männer stiegen in ihre VIRUNS und überprüften ihre Ausrüstung.Ihre hundertzwanzig Schüler konnten die beinahe zeremonielle Aktivität im Gemeinschaftsraum der BLOODY MARY auf Bildschirmen bewundern.Es wurde nur noch das Notwendigste gesprochen.Shastru wunderte sich, daß das Virenschiff sich nicht mehr einmischte und weder Ratschläge noch Warnungen hören ließ.Das verunsicherte ihn etwas, aber er verdrängte seine Befürchtungen und Ängste, indem er sich in Erinnerung rief, daß sie schließlich ins All geflogen waren, um sich nicht länger von fürsorglichen Institutionen und von Computern gängeln zu lassen, sondern um ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.Eine Viertelstunde später startete das Beiboot, fegte an der ORCHIDEE vorbei und senkte sich lautlos und unsichtbar in die Atmosphäre des Planeten.Es war eine schöne Welt - und aus großer Höhe sah sie heil und gesund aus.Aber die Hypnoschulung hatte den sechs Männern aufgezeigt, was auf Cyma alles faul war.Atmosphäre und Gewässer waren größtenteils verseucht, die großen Land- und Meeressäuger ausgerottet und die Wälder starben.Sogar das Klima war aus dem Gleichgewicht geraten.Vor allem der ständig steigende Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre trug zu einem allmählichen Umkippen bei.In zirka fünfzig Jahren würden die Eismassen der Pole durch eine kontinuierliche Erwärmung der Atmosphäre abgeschmolzen sein.Viele Inseln und ein Drittel des Großkontinents würden dann in den Fluten versinken; der Rest würde in einer Treibhausatmosphäre von stürmischem Pflanzenwuchs überwuchert und von mutierten tierischen Schädlingen und Pilzen verunstaltet werden.Falls die beiden rivalisierenden Machtblöcke die Oberfläche ihrer Welt nicht vorher durch Atomwaffen sterilisierten.Rettung konnte es nur dann geben, wenn alle Völker Cymas ihre Maßlosigkeit und Dummheit überwanden und sich endlich zu einem lebenswichtigen Miteinander entschlossen.Die Frauen der ORCHIDEE hatten sie anscheinend dazu bekehren wollen, und sie hatten es völlig verkehrt angefangen.„Hier hilft nur das Kehren mit eisernem Besen!" murmelte Shastru grimmig.„Wenn man nur lange genug draufschlägt, kommen sie schon zur Besinnung."Das Beiboot tauchte in die dichteren Luftschichten ein.Auf den Bildschirmen der automatischen Ortung war das Meer zu sehen, eine blaue Fläche, auf der hier und da grüne, braune und graue Inseln verstreut waren.Große Containerschiffe pflügten durch die Wellen.Aber hin und wieder zeigte die Ortung auch Dinge, die nur mit den Mitteln einer hochstehenden Technik sichtbar gemacht werden konnten: in großen Tiefen fahrende oder liegende U-Boote, in denen Raketen mit Nuklearsprengsätzen nur darauf warteten, den Abschußbefehl zu erhalten und mit dem Röhren ihrer Treibsätze den Weltuntergang anzukündigen.„Die Munoai-Gruppe kommt in Sicht", meldete die Positronik des Beiboots.Shastru blickte auf den Frontschirm.Das Boot flog jetzt in nur hundertfünfzig Metern Höhe über dem Meer.Am südlichen Horizont spannte sich ein Bogen zarter heller Schaumkronen.Das mußte die Munoai-Inselgruppe sein.Mital Bovis, Nakosh Langee und Konzel Chiplane standen auf und stellten sich neben die Bodenklappe.Ihre Augen waren groß, die Gesichter blaß beziehungsweise grau und auf den Schläfen glitzerte Schweiß.„Macht eure Sache gut, Männer!" sagte Shastru.„Ja", erwiderte Nakosh mit belegter Stimme.Wenige Minuten später war es soweit.Das Boot verhielt in zwanzig Metern Höhe über einer Parkwiese der Stadt Munoai, die Bodenklappe öffnete sich und die erste Dreiergruppe sprang mit aktivierten Antigravs ab.„Ich bin froh, wenn es für uns auch soweit ist", meinte Shastru und wunderte sich über die Schweigsamkeit von Quirin und Kumin.Eine halbe Stunde später, als das Beiboot am Rand der Stadt Letrunia verharrte und sich die Klappe abermals öffnete, war auch Shastru schweigsam geworden.Aus unerfindlichen Gründen war ihm übel, und als er sprang, wurde sein Unterzeug naß.Vor Ärger und Scham vergaß er, den Antigrav einzuschalten.Glücklicherweise war der VIRUN ein „denkender" Raumanzug und tat es an seiner Stelle.Er landete zwischen seinen beiden Gefährten auf einer umzäunten Wiese, auf der in einer langen, eintönigen Reihe die Betonklötze von Munitionsbunkern standen.Am Zaun entlang patrouillierten Doppelposten.Aber sie konnten die Sternenkämpfer natürlich nicht sehen, da die VIRUNS mit Deflektoren ausgerüstet waren.Das mit den Munitionsbunkern wußten die Männer aus der Hypnoschulung.Die ORCHIDEE hatte gründlich recherchiert, und das Munitionsdepot war nicht grundlos als Landeplatz ausgesucht worden.Es befand sich nämlich unmittelbar neben dem Hauptquartier einer Eliteeinheit der letrunischen Armee - und zwischen beiden Objekten existierte ein unterirdischer Verbindungsstollen, der als einziger Zugang zum Hauptquartier nicht vermint war.Was aber noch wichtiger war: In dem Hauptquartier der Eliteeinheit wurden alle Vironautinnen der ORCHIDEE gefangengehalten, die auf dem Kontinent gelandet waren - sofern sie noch lebten.Shastru widerstand der dekadenten Anwandlung, sich von seinem nassen Unterzeug zu befreien und kommandierte: „Paralysatoren schußbereit! Mir nach, Männer!"Er packte seine Waffe fester und sah sich nach dem Eingang des Verbindungsstollens um.Links neben ihm ließ Quirin seinen Paralysator fallen und stolperte anschließend darüber.Kumin regte sich überhaupt nicht und redete unverständliches Zeug.„Was brabbelst du denn da zusammen?" fuhr Shastru Kumin an und deutete auf den Stolleneingang, den er eben entdeckt hatte.„Sie haben uns entdeckt!" flüsterte Kumin Zarow und hob den Paralysator.„Da!"Er zeigte mit dem Lauf der Waffe in Richtung des Doppelpostens.Die Soldaten waren stehengeblieben, hatten die Waffen in Anschlag gebracht und blickten einem Vierbeiner nach, der anscheinend zielstrebig dorthin rannte, wo die Sternenkämpfer standen.„Ein Hund!" erklärte Zarow.„Ein Schäferhund! Er hat uns gewittert!"Shastru hatte nur vage etwas über Schäferhunde gehört und wußte nichts über die empfindlichen Nasen dieser Tiere, aber er ahnte auch so, daß der Hund ihre Mission zum Scheitern verurteilte, wenn sie jetzt nicht blitzartig handelten.Möglich war das, denn das Beiboot hing noch unsichtbar über der Landestelle, während der ersten Gruppe ein anderes Beiboot zum Rückzug zur Verfügung stand [ Pobierz całość w formacie PDF ]