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.Er widerstand der Versuchung, sich auf Nebenlinien zu begeben, um mögliche Varianten einer Entwicklung zu untersuchen.Es führte zu nichts, sich mit unsicheren Wahrscheinlichkeiten zu befassen, das wußte er aus Erfahrung.Das hatte sich gezeigt, als er die Zukunft des Mädchens Betty Toufry untersuchte, die als Sechsjährige ihren Vater erschoß.Bei einem Ausflug fünf Jahre in die Zukunft, hatte er Betty Toufry als Elfjährige kontaktiert und von ihr den Grund erfahren, warum sie die Tat begangen hatte.Betty Toufry war Telepathin und beherrschte auch die Telekinese.Sie hatte aus den Gedanken ihres Vaters gelesen, daß er von einem Individualverformer übernommen worden war.Daraufhin hatte sie Ihres Vaters Waffe telekinetisch in ihren Besitz gebracht und abgedrückt.Es war eine Affekthandlung gewesen, als die Sechsjährige den über alles geliebten Menschen erschoß, der für sie auf einmal zu einem Fremden geworden war.Diese Erinnerung an eine Geistwanderung in die Zukunft war für Ernst Ellert neu.Als er auf Perry Rhodan, Reginald Bull und deren beiden Begleiter getroffen war, hatte er von diesem Erlebnis noch nichts gewußt.Jetzt, während er durch den Zeitstrom glitt, wurde es plötzlich ebenso wie die von den Individualverformern ausgehende Gefahr fester Bestandteil seiner Erinnerung.Und er erinnerte sich auch ganz genau an folgende Worte von Betty Toufry, mit denen sie sein Schicksal umrissen hatte: „Lieber Ernst, in fünf Jahren werden Sie die Morgendämmerung der menschlichen Geschichte erleben, von einer Warte aus, die unsere Vorstellungen übersteigt."Um herauszufinden, wie diese Worte einer elfjährigen Mutantin gemeint waren, mußte er sich vorsichtig in die näherliegende Zukunft vortasten.Ernst Ellert suchte einen markanten Knotenpunkt der Zeitlinien, das untrügliche Zeichen dafür, daß hier ein hoher Realitätsbezug zu finden war, und ließ seinen Geist darin eintauchen.Ellert hörte die schwere Bleitür zufallen.Er sah sich selbst und eine Reihe anderer Personen.Als er mit seinem etwas älteren Ich verschmolz, da wußte er augenblicklich, wo er war und um wen es sich bei den anderen Personen handelte.Dies war ein Reaktorzentrum in Nevada.Zwei Männer, Li und Lehmann, waren nicht mehr sie selbst, sondern wurden von IVs beherrscht.Es war ihre Absicht, das Reaktorzentrum hochgehen zu lassen und so eine nukleare Katastrophe herbeizuführen.Ernst Ellert war Teil von Perry Rhodans Plan, diesen Akt von Sabotage zu ihren Gunsten zu verändern.Der Teletemporarier war, als Elektriker getarnt, ins Team eingeschleust worden.Ebenso wie Anne Sloane, die wichtigste Person von Rhodans Plan, und der Teleporter Tako Kakuta, der hinter einem der mächtigen Generatoren stand.In Begleitung von Li und Lehmann betrat John Marshall die Bleikammer.Er deutete auf einen ziegelsteingroßen Metallblock.„Das neue Element, meine Herren.", begann Marshall zu erklären.Ernst Ellert war so auf seine Aufgabe konzentriert, daß er die Ausführungen nur stichwortartig wahrnahm.„.seine Energie genügt, um ein Raumschiff mit Lichtgeschwindigkeit durch das All zu treiben."Professor Lehmann taxierte Ellert prüfend.„Alles in Ordnung?" erkundigte er sich.„Überprüft und einwandfrei", antwortete Ernst Ellert und hoffte, daß seine Anspannung nicht zu bemerken war.Tatsächlich war ihm lediglich die Wirkungsweise eines einzigen Hebels vertraut.„Gut, dann schalten Sie Minimum ein."Ernst Ellert brachte den Schalthebel in die angegebene Stellung.Er versuchte, dabei unbeeindruckt zu wirken und alles wie Routine aussehen zu lassen.In Wirklichkeit waren seine Nerven zum Zerreißen angespannt.Ihm war klar, daß sich die beiden IVs in Lis und Professor Lehmanns Körper vermutlich telepathisch unterhielten.Es war Marshalls Aufgabe, ihre Gedanken abzuhören und den Zeitpunkt herauszufinden, wann sie ihre Wirtskörper verlassen wollten.Dies war dann das Zeichen für Ellert und Kakuta, mittels ihrer Parakräfte den Individualverformern zu deren eigenen Körpern zu folgen, um deren Versteck herauszufinden.„Schalten Sie Einstellung sieben ein!" befahl Lehmann auf einmal.Ernst Ellert wußte, daß Stufe 7 über dem kritischen Punkt lag, an dem es unweigerlich zur Katastrophe kommen mußte.Anne Sloane heftete ihre Blicke wie magisch auf den Hebel - und dieser senkte sich tiefer, glitt über die verhängnisvolle Sieben hinweg und schnellte dann bis zum Anschlag hinab.Der Reaktor wurde zur tickenden Atombombe.Die Katastrophe war vorprogrammiert.Nur noch zwanzig Sekunden blieben bis dahin.Anne Sloane verriegelte die Bleitür mittels ihrer telekinetischen Kräfte von außen, so daß der einzige Fluchtweg verschlossen war.Professor Lehmann zeigte Panik, als er sah, daß der Hebel wie von Geisterhand bewegt wurde und am Anschlag einrastete.Auch ihm war klar, daß nur noch zwanzig Sekunden Zeit blieben.Ernst Ellert wußte nicht, was in dem IV vor sich ging.Aber falls er daran dachte, den Hebel wieder in die Ausgangsstellung hochzufahren, so reagiert er nicht schnell genug.Plötzlich brach der Stromkreis zusammen.Funken sprühten, Überschlagsenergien knisterten.Li stand zuerst wie gelähmt.Dann stürzte er zur Bleitür, aber sie ließ sich nicht öffnen Den beiden IVs mußte in diesem Moment klar sein, daß sie hilflos eingeschlossen waren.Und nur noch fünf Sekunden bis zur Katastrophe!Wenn die Individualverformer überleben wollten, dann mußten sie ihre Wirtskörper schleunigst verlassen.Und genau das hatte Perry Rhodan mit diesem Plan beabsichtigt.Als die IVs die Körper von Li und Lehmann verließen, registrierte Marshall das und gab Tako Kakuta durch ein Zeichen zu verstehen, daß er deren Verfolgung aufnehmen sollte.Der Teleporter entmaterialisierte.Marshalls Zeichen galt auch Ernst Ellert.Aber dieser konnte sich an der Verfolgung nicht beteiligen.In der Brennkammer hatten sich die Ereignisse dramatisch zugespitzt.Der Schalthebel hatte zu glühen begonnen und begann sich zu verformen.„Ellert - der Hebel!" rief Anne Sloane verzweifelt.„Ich kann ihn nicht bewegen!"Ellert handelte, ohne zu überlegen.Mit einem Satz war er an der Schalttafel und stemmte sich mit dem Gewicht seines Körpers unter den deformierten Hebel.Es zischte, und Ernst Ellert atmete den Geruch verbrannten Fleisches ein.Aber er verspürte keinen Schmerz.Er stellte nur zufrieden fest, daß der Hebel auf Nullstellung einrastete.Dann brach der Teletemporarier besinnungslos zusammen.Ernst Ellert - der zeitreisende Ellert - zog seinen Geist aus dem geschundenen Körper zurück.Er sah auf sich selbst hinunter, sah den verkohlten Stumpf, der von seinem rechten Arm übriggeblieben war, und ein Schrei brach sich in seinem Geist.Ist das das Ende?Werde ich auf diese erbärmliche Weise zugrunde gehen?Ernst Ellert befreite sich von diesen quälenden Bildern.Als er die Augen aufschlug, fand er sich rücklings liegend auf der Lichtung der Lagune wieder.Über ihn war Perry Rhodan gebeugt.„Ich habe mein Ende miterlebt", sagte Ellert schwer atmend.„Aber das kann Betty Toufry, die elfjährige Betty, nicht mit ihrer Prophezeiung gemeint haben."„Es war nicht das Ende - sondern erst der Beginn einer phantastischen Existenz ohne Beispiel", erklärte ihm Perry Rhodan besänftigend.„Du solltest die folgenden Bilder schauen, Ernst, dann weißt du, wie ich es meine."Ernst Ellert ließ sich wieder zurücksinken und entließ seinen Geist aus seinem Körper in den Zeitstrom der Zukunft.Diesmal war es ihm möglich, seinen regungslos daliegenden Körper, dessen rechter Arm bis zum Ellenbogen verglüht war, aus der Distanz des Unbeteiligten zu betrachten.„Wie lange ist es her?" fragte Dr.Fleeps.„Zehn Minuten etwa", antwortete John Marshall mit einem Blick auf die Uhr.Dr.Fleeps konstatierte, daß Ernst Ellerts Körpertemperatur immer noch 37 Grad betrug [ Pobierz całość w formacie PDF ]