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.An diesem Ort liefen alle Daten der untergeordneten Zentralen zusammen.Fakir verlor um ein Haar die Nerven, als er Reginald Bull - ausgerechnet! - auf sich zukommen sah.Bei ihm war eine auffallend hagere Frau, den Rangabzeichen nach die Kommandantin.„Ach, du Scheiße.", murmelte Fakir praktisch lautlos.Die Sache fing an, ihm über den Kopf zu wachsen.Bull blieb abwägend vor Fakir stehen, während dem Kadetten das Herz in die Hose rutschte.Dann streckte der LFT Verteidigungsminister die Hand aus und verkündete: „Mein Name ist Reginald Bull.Das ist Jani Keitz, sie kommandiert die ROALD AMUNDSEN.- Und du bist dann wohl Kisch Fakir."Fakir war viel zu verdutzt, Bulls Hand zu ignorieren.Er tauschte einen Handschlag mit dem Aktivatorträger.„Ähmm.Fakir, das ist richtig."„Erzähl uns doch mal, was du für deinen komplett bescheuerten Ausflug für Gründe hattest!" In Bulls breitem Gesicht stand der Anflug eines Grinsens.Fakir suchte nach Worten, hatte eine komplizierte Geschichte parat.Dann warf er den ganzen Unsinn über Bord und sagte einfach: „Ich musste wissen, ob meine Freundin lebt.Sie war in einem Jäger und verschwunden.So einfach."„Kisch, wieso hast du nicht einfach in der AMUNDSEN nachgefragt?"„Hab ich ja gemacht!", verteidigte Fakir sich heftig.„Und?"„Man kriegt keine Antwort.Da bin ich losgeflogen."Bull drehte sich überrascht zu Jani Keitz.„Keine Antwort?", hörte Fakir ihn fragen.„Ist das wahr, Jani?"Die Kommandantin fing einen Moment an rumzudrucksen.„Na ja.kann schon sein, Reginald.Die meisten Piloten kommen aus der Raumakademie Terrania.Die kennen sich untereinander.Wir haben mehr als zwölftausend Einzelanfragen."Bull sah die Kommandantin strafend an.„Jani, du kümmerst dich bitte persönlich drum, dass sämtliche Anfragen unverzüglich beantwortet werden."„Aber die Geheimhaltungsvorsch."Bull unterbrach sie plötzlich wütend: „Sind für diesen Sonderfall aufgehoben! Die Leute haben uns allesamt gerettet.Also erfahren sie auch, ob ihre Freunde am Leben sind, das ist doch wohl verdammt noch mal selbstverständlich!" Bull presste die letzten Worte in offenem Zorn heraus.Die Kommandantin entfernte sich mit blassem Gesicht; dann wandte sich der Minister wieder Fakir zu: „Sag mal, Kisch.Wie viele Katamare hast du eigentlich abgeschossen?"Fakir legte die Stirn in Falten und dachte nach.„Das ging alles mächtig schnell.Ich glaub, sechs.Aber das war Zufall, ich weiß nicht einmal genau."Reginald Bull lachte leise.Fakir konnte nicht dagegen an, dass er den Aktivatorträger als extrem sympathisch empfand.„Insgesamt waren's sieben Treffer, Kisch.Der nächstbeste Pilot der Jägerflotte hat fünf.Übrigens ein Emotionaut."„Ja und?"„Sieht so aus, als wärst du bei dem ganzen Spektakel als erfolgreichster Pilot unterwegs gewesen.Besser als die Emotionauten-Abschlussklasse."Fakir zuckte mit den Achseln.„Wie ich schon sagte.Zufall, wir mussten ja immer drei Treffer haben, und meiner war immer nur einer von dreien."„Mag sein." Bull nahm Fakir beim Arm und zog ihn mit sich.Sie machten eine kleine Runde, vorbei an Ortung, Funk, Feuerleitzentrale.„Nimm mir das jetzt nicht krumm, wenn ich dir was von früher erzähle.Als ich so alt war wie du, wollte ich zum Mond fliegen.Das war mein großer Traum.Dafür habe ich gearbeitet wie ein Pferd, das kannst du glauben.Und ich hab's gekriegt.Sogar noch viel mehr als das.- Und du, Kisch? Willst du jemals so einen Kasten wie den hier kommandieren?"„Einen ENTDECKER?"„Ja."„Klar will ich!", antwortete Fakir im Brustton der Überzeugung.„Dann mach nicht wieder solche Unfug, Kisch! Irgendwann schaffst du es auch."„Reginald, ich wollte meine Freundin wieder sehen.Ich wollte wissen, ob sie lebt.Ich mach das immer wieder genauso."„Deine Freundin ist Emotionautin, stimmt's?"„Nach wie vor."„Was meinst du, was sie zu deiner Eskapade gesagt hätte?"„Wäre sie nicht krank gewesen, bestimmt dasselbe wie du", antwortete er spontan.Beide mussten lachen.Doch der Augenblick der Vertrautheit war vorbei, als der Rundgang am Ausgangspunkt zu Ende ging.Bull winkte die Kommandantin heran.„Jani, die Sache mit Kisch ist gegessen.Wir haben das geklärt."Jani Keitz zog ärgerlich die Brauen zusammen, dann widersprach sie: „Tut mir Leid, Reginald, eine Strafe muss er kriegen.Für alle gilt gleiches Recht."Bull machte eine wegwerfende Bewegung.„Suspendieren ,wir ihn zwei Wochen vom Flugbetrieb?"Fakir wurde bleich.„Ich denke da an verschärften Strafdienst", führte Bull genüsslich aus.„In einer nichtmilitärischen Einheit.Wo er keinen Schaden anrichtet und in Ruhe nachdenken kann.Wie wär's mit der GREG ADAMOV?" Unschuldig setzte er hinzu: „Dieses Medoschiff.Heißt das nicht so?"Jani Keitz musterte den Kadetten mit einem mächtig zweifelnden Blick.„Was soll ich da noch sagen.?"Kisch Fakir konnte sich nicht erinnern, dass er jemals in seinem Leben einem Menschen so dankbar gewesen war wie Reginald Bull.*In den ersten Minuten des 4.März erreichten zwei Kugelraumer das Sternenfenster.Die 1500 Meter durchmessende Einheit war die KARRIBO, Flaggschiff der arkonidischen Mascantin Ascari da Vivo.Der 1800 Meter durchmessende ENTDECKER war die LEIF ERIKSSON.Reginald Bull nahm Perry Rhodan in der ROALD AMUNDSEN in Empfang, in einer Schleusenanlage, die den Charme einer Besenkammer versprühte.„Dicker."„Perry" Reginald Bull freute sich wie verrückt, Rhodan zurückzukriegen, seinen ältesten Freund.Einen Freund zu haben war etwas ganz Besonderes.Er musste an den Piloten denken, diesen grünen Jungen eben, und Bull glaubte sicher zu wissen, dass er seine Freundin genauso gesucht hätte wie er.Wer konnte schon Leute brauchen, die nicht genau dasselbe taten?ENDE [ Pobierz całość w formacie PDF ]