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." Plötzlich stand Rendri hinter mir, nahm mich zärtlich in die Arme.Ich schämte mich für meine Gewalttätigkeit.Was mochte sie jetzt von mir denken? Wie ein Besessener hatte ich gewütet, meinen ganzen Frust abreagiert.Aber hätte ich mich töten oder festnehmen lassen sollen? Überall stöhnten Verletzte.Die Tentakel hatten furchtbare Wunden hinterlassen.„Ich muss deinen Arm desinfizieren." Rendri sah sich um und griff schließlich nach einem Glas mit einem hochprozentigen alkoholischen Getränk.„Das brennt jetzt ein bisschen!"Sie hatte untertrieben.Der Schmerz war schlimmer als der der Verletzung selbst.Ich kniff den Mund zusammen; trotzdem trieb er mir Tränen in die Augen.„Die Xipatio haben uns offen den Kampf erklärt! Jetzt stehen sie zwischen den Fronten! Wir haben alle anderen auf unserer Seite."„Aber können wir uns gegen die Isogher behaupten?", stöhnte ich.Der Boden schien unter meinen Füßen zu schwanken.„Vielleicht mit Hilfe der Neuankömmlinge.Wenn wir sie vor dem Angriff auf ihr Schiff warnen, gewinnen wir sie vielleicht als Verbündete.Kommt mit zur Landungsstelle!"„Und dann?", fragte ich.„Dann stürmen wir die obere Sektion, die Tabuzone für jeden, der kein Xipatio ist."Issart grinste verzerrt.Sein Arm war ebenfalls bandagiert, über sein Gesicht zog sich eine blutige Schramme, und an verschiedenen Stellen war sein Fell schwarz verbrannt.„Aber ich kenne einen Xipatio, der uns einlassen wird.Er war nie mit dem einverstanden, was seine Leute gemacht haben.Nennen wir es eine Wiedergutmachung.Und jetzt sollten wir verschwinden, bevor die nächste Abteilung Isogher kommt.Viel Zeit bleibt uns nicht, die wollen uns fertig machen!"„Warum sollen wir einem Xipatio trauen?" Ein Besch're baute sich vor Issart auf.„Die sind doch alle gleich!" Sein Körper hatte nicht so viel abbekommen, die dicke, ledrige Haut war sehr widerstandsfähig.„Weil ich ihn sehr gut kenne und ihm uneingeschränkt vertraue", antwortete Issart bedrohlich leise.Plötzlich wirkte er sehr gefährlich.„Ich verbürge mich für Aquixus Loyalität.Zweifelt jemand daran?"Niemand wagte, Issarts Worte anzufechten.Er war glaubwürdig; seine Leute sahen zu ihm auf und folgten ihm bedingungslos.„Und jetzt zu dem neu eingetroffenen Raumschiff!", rief er.10.Unterschiedliche Sichtweisen Der Bote war ein Raskare, ein Insektoider, dessen Körperoberfläche in immer wieder anderen Farben schillerte.Wahrscheinlich brachte diese Spezies auf diese Weise ihren jeweiligen Gefühlszustand zum Ausdruck.„Nicht alle in TIMBADOR sind mit der Handlungsweise der Xipatio einverstanden", sagte er.„Sie werden immer reicher, alle anderen immer ärmer.Worauf begründet sich dieser Reichtum?"Ich hatte meine Vermutungen, schwieg aber dazu.„Und diese Rebellen haben sich organisiert?", fragte ich stattdessen.Der Raskare antwortete mit leichter Verzögerung.Noch immer sah er sich staunend in dem kleinen Konferenzraum der ELEBATO um, in den wir ihn komplimentiert hatten.Ich bedauerte, dass die Auswertung der Ortungsergebnisse meiner Anzuginstrumente noch nicht abgeschlossen war.Wir mussten so viel wie möglich über TIMBADOR in Erfahrung bringen, wissen, über welchen technischen Stand und welche Waffen sie verfügten.Die Shoziden arbeiteten mit Hochtouren daran.„Ja." Der Raskare nickte heftig.„Aber hört doch endlich, was ich euch sage! Die Xipatio werden jeden Augenblick euer Schiff angreifen! Issart."„Issart ist euer Anführer?"Meine schier stoische Ruhe trieb den Boten anscheinend zur Verzweiflung.Natürlich hatten wir schon längst auf seine Worte reagiert.Die Warnung war ehrbar - und bestimmt nicht uneigennützig -, aber an sich überflüssig gewesen.Auf der ELEBATO herrschte noch immer Alarmbereitschaft, und die Shoziden hinter den Ortungsgeräten hatten schon längst bemerkt, dass die Xipatio in der Kuppel neben der Landefläche starke Verbände zusammenzogen.Sie hofften offenbar, uns überrumpeln und die ELEBATO mit einem Überraschungsangriff einnehmen zu können.In dieser Hinsicht waren wir gewappnet.Der Raskare konnte uns am besten helfen, indem er uns Informationen über TIMBADOR gab, doch das schien er nicht zu begreifen.Du erwartest wieder einmal zu viel, mahnte der Extrasinn.Dein Gegenüber ist kein ausgebildeter Soldat, der es versteht, eine exakte Meldung zu machen, sondern ein Zivilist, ein Dockarbeiter, der von der Entwicklung völlig überfordert ist Ich gab dem Logiksektor innerlich Recht.„Also noch einmal", sagte ich.„Sei ganz ruhig.Wir haben deine Warnung zur Kenntnis genommen und bereiten uns darauf vor, den Angriff zurückzuschlagen.Aber wir müssen mehr über TIMBADOR und die Rebellen in Erfahrung bringen.Issart ist euer Anführer?"„Ja.Und er ist auf dem Weg hierher.Er kann euch alles viel besser erklären als ich, ich bin nur."„Ein einfacher Dockarbeiter." Ich seufzte erneut.„Ja.Du hast es bereits erwähnt.Über welche Waffen verfügen die Xipatio?"„Die Bereiche TIMBADORS, in denen sie leben, sind für uns Raskaren gesperrt.Wir dürfen sie nicht betreten.Woher soll ich also wissen."Eine Sirene gellte durch den Konferenzraum.Ich runzelte die Stirn.Ich hatte nichts von Bedeutung aus dem Boten herausholen können, und jetzt war es zu spät für weitere Versuche.Es ging los.General Traver aktivierte ein Holo.Zu sehen war nichts, nur der völlig leere Landeplatz und die Kuppel im Hintergrund.Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.Die Xipatio hatten sich mit Deflektorschirmen getarnt.Doch in der energetischen Ortung, die der General in einem zweiten Holo anzeigte, konnte ich in Falschfarbendarstellung deutlich Schemen ausmachen.Es waren etwa zweihundert, die langsam und geordnet auf die ELEBATO vorrückten.Bis plötzlich die Vorderen zusammenbrachen und der gesamte Aufmarsch ins Stocken geriet.Daten wurden über die Holos projiziert; auf der Landefläche brach ein energetisches Chaos los.Was ihr könnt, können wir schon lange, dachte ich.Traver hatte die Todesgruppe vor der ELEBATO Aufstellung nehmen lassen, ebenfalls im Schutz von Deflektorschirmen, und unsere Modelle waren denen der Xipatio offensichtlich weit überlegen.Bevor die Angreifer überhaupt wussten, wie ihnen geschah, hatte die Todesgruppe ihrem Namen alle Ehre gemacht.Die Strahlen ihrer Waffen pflügten durch die Reihen der Xipatio, die ihre Schutzschirme nicht aktiviert hatten, wahrscheinlich, um die Gefahr einer energetischen Ortung zu minimieren.Als die Angreifer die Gefahr erkannt hatten, war die Hälfte von ihnen bereits tot.Diejenigen, denen es gelang, die Schutzschirme noch einzuschalten, wurden umgehend unter Punktbeschuss genommen.Ich verzog das Gesicht.Es war keine Schlacht, kein Kampf, es war ein Gemetzel.Perry hatte mir oft vorgeworfen, dass ich als ehemaliger Admiral zu hart und kompromisslos vorging und ich nicht von der arkonidischen Denkweise ablassen konnte, die mich - keine Frage! - grundlegend geprägt hatte.Arkoniden waren eben keine Terraner.Aber was die Shoziden der Todesgruppe dort unten veranstalteten.Ich war erleichtert, als es nach kaum fünf Minuten vorbei war.Nicht mehr als zwanzig Xipatio war die Flucht gelungen.Ich fragte mich, wie ihre Reaktion aussehen würde.Ich hütete mich, arkonidische oder menschliche Maßstäbe anzulegen, befürchtete jedoch, dass wir uns in diesen wenigen Minuten unversöhnliche Feinde gemacht hatten.Die Konsequenzen waren klar.Wir durften nicht warten, bis die Xipatio sich neu geordnet hatten.Wir mussten entweder zu Ende bringen, was wir mit diesem Vorgehen begonnen hatten, oder zusehen, dass wir TIMBADOR so schnell wie möglich verließen.„Da kommt Issart!", riss der Raskare mich aus meinen Gedanken.„Er hat abgewartet, bis der Kampf vorbei ist [ Pobierz całość w formacie PDF ]